Beschreibung von Wrangelsburg, welches im August 1694 vermessen worden ist
Wrangelsburg ist ein Herrensitz im Distrikt Wolgast und Kirchspiel Zarnekow, zwei Meilen von den Städten Anklam, Greifswald, Lassahn und Gützkow und anderthalb Meilen von Wolgast entfernt, zwischen dem Wald gelegen, grenzt an der Nordseite an Karbows Heide Kuleborn, im Osten an den Kronwald Prägel und Brüssow, im Süden an Moeckow und im Westen an die Dörfer Krebsow und Gladrow. In früheren Zeiten war dieses Gut an Rüdiger von Neuenkirchen geschenkt worden, als es Vorwerk hieß, der hier einen Herrensitz anlegte, veranlasst durch die schöne Lage am Binnensee zwischen Laubwald und ließ hier ein kostspieliges Palais zusammen mit einer herrlichen runden Kapelle erbauen. Dann ist es in den Besitz des verstorbenen Feldmarschalls Wrangel1 gekommen, welcher hier noch weitere Kosten aufwendete und das Schloss mitsamt der Kapelle zu einem großen Teil in andere Form und Vollkommenheit brachte und der hier U 272 öfter selbst zum Vergnügen seine Residenz hatte und dieses dann von ihm den Namen Wrangelsburg bekam2 . Das Schloss umfasst eine quadratische Figur mit schönen Räumen auf allen Seiten und seine vier Ecken blicken in die vier Himmelsrichtungen. Das Viertel, welches am See liegt, ist von doppelter Breite gegenüber den anderen und R 400 drei Stockwerke hoch, welches auch ehemals durch einen kostspieligen hohen Turm geziert war, vor einigen Jahren aber durch Feuer abbrannte und besagten Teil in seinen übrigen Stockwerken verdarb. Die untersten Räume aber blieben erhalten, welche mit Gipswerk überall schön ausgearbeitet sind. Das ganze Gebäude ist auf drei Seiten von einem kleinen Wall und Graben umgeben, welche an zwei Seiten in den See hineinfließen, der folglich die vierte Seite abschließt. Auf der Seite nach Südwesten ist zwischen dem Fahrweg und dem Schloss eine breite und gleichmäßige Allee, ganz schön und dicht, an den beiden Seiten mit großen vortrefflichen Bäumen bewachsen, die unmittelbar auf den Schlosseingang hinweisen. Die Kapelle ist rund, aus Quadersteinen aufgebaut mit hohem, spitzem Turm darauf und ist innen sehr kostspielig. Daneben liegt ein großer und schöner Garten, sehr schön aufgeteilt, welcher mit verschiedenen fruchttragenden Bäumen und Kräutern nicht wenig zur Lieblichkeit des Ortes beiträgt. Nach Wrangels Tod ist dieser Herrensitz Fräulein Wittenberg3 durch Erbschaft zugefallen, den Major Peterswald4 jetzt fünf Jahre lang zusammen mit dem dabei liegenden Ackerwerk Krebsow in Pacht hatte und jährlich 1200 Rthl gibt. Aber ihre anderen Güter R 401 hat er nur unter seiner Verfügung gehabt und deren Einkünfte berechnet. Demnach hatte er auch früher drei Jahre lang alle ihre Güter zusammen mit Fräulein Wrangels Gütern unter seiner Aufsicht. Hier zu Wrangelsburg gehören ein Teil von folgenden Dörfern: Brüssow, Boltenhagen und Lodmannshagen, welche sich zusammen mit dem Herrensitz auf 600 Rthl. Pacht belaufen.
Außer dem Schloss, welches abgesondert beim See liegt, ist das Dorf ziemlich groß und hat verschiedene Arten Einwohner, die hier nach Anordnung ihrer Wohnstelle aufgeführt folgen:
U 273 linksNamen der Einwohner
1 . Major Rudolph von Peterswald, wohnt auf dem Schloss und hat das Gut gepachtet
Sonst wohnen im Dorf:
2 . Jochom Thessenow, ein Schmied
3 . Johan Ulf, Krüger
4 . Kort Krüger, Gutsvogt
5 . Borchard Lÿders, Kossat
6 . Jochom Ribbholt; Schäfer
7 . Michel Steenbrinck; Viehhirt
8 .
Vahle ein Einlieger
9 . Michel Derrhoff, Kossat
10 .
Hans Kruuse, Einlieger
11 . Hans Steenbrink, Kossat
12 . Hinrick Hesse, Schneider
13 . Hans Sperke, Brauer, wohnt bei der Kirche
14 . Anders Joen, Kossat
15 . Hans Franke, Gärtner, wohnt beim
Garten
R 402 16 . Hinrick Albrect; Häker
17 . Jenskes Witwe eine Leinweberin
18 . Hans Mÿller, Müller, wohnt im
Süden an Moeckows Grenze, wo die Windmühle steht
19 . ist Viehstall und Scheune
Sonst wohnte jetzt auch auf dem Hof beim Garten einer, der die Aufsicht über Fräulein Wrangels Gut hatte. Aber wie mir gesagt wurde, sollte er gleich die Wohnstelle verlassen, und war außerdem hier auf dem Gut nicht zu gebrauchen.
Das Land bestellt zumeist Nr. 1, außer, dass die vier Kossaten jeder Land zu 2 Drömt Aussaat haben, der Schmied und der Krüger jeder ungefähr einen Morgen, und der Müller hat bei der Mühle einen Teil Acker von der Herrschaft, der auch in diesen Acker einbezogen wird. Aber die anderen Einwohner haben keine Ackerwirtschaft, sondern ernähren sich von ihrem Handwerk und Amtsposten.
Die Hufenzahl
1.) Welche Art Leute in uralten Zeiten in Wrangelsburg gewohnt haben und wie viele Hufen damals hierzu gehörten, darüber konnte ich keine sicheren Auskünfte erhalten, sondern kann sonst aus dem Messkorn schließen, welches zu 20 Scheffel jährlich hiervon gegeben wird, dass hier 20 Hakenhufen berechnet werden, weil 1 Scheffel von jeder Hufe gegeben wird.
2.) Aber nach Angabe des Majors und der neuen Hufenzahl soll Wrangelsburg jetzt zu 5 Landhufen und 5 Morgen als kultiviert veranschlagt sein, wovon 3 Hufen und 5 Morgen Ritterland sind und die übrigen zwei steuerpflichtige Hufen.
R 403 U 274Arealausrechnung von Wrangelsburg
Der Acker wird hier in drei Felder geteilt, abgesehen von wenig Acker und kleinen Orten beim Dorf, die jährlich bestellt werden.
Das Feld A zu Gladrow
[A]
96M
Aa
zumeist Sandland, an den Seiten teilweise humushaltig, alles ebener Acker, hiervon ein
kleines Stück bei der Hofstelle 2, welches jetzt nur besät war, das andere lag als Brache,
49M 60R
Ab
sandig-humoser Acker, der jetzt bestellt war,
6M 75R
Ac
Fylling, teils aus Sandhumus, teils
Sandland,
6M 240R
Ad
Sandland,
5M 180R
Ae
ein kleines Stück sandig-humoser Acker,
210R
Af
Sandland an der Grenze von Gladrow, welches jetzt besät war und Boten Eicken genannt wird,
11M 195R
Ag
erst kürzlich aufgebrochen und noch nicht rein gemacht, Sandland,
9M 90R
Ah
Cöter Camp, humushaltiger Sandacker,
4M 180R
Ai
ein Stück Sandland, das Wrangelsburg bewirtschaftet aber Gladrow jetzt mit seiner Grenze
von den anderen abtrennen will,
1M 270R
Anmerkung: Ai jedoch untersteht herrschaftlicher Gewalt, dass denen in Gladrow, die ihre Untertanen sind, entweder dasselbe Stück zu lassen oder zu nehmen.
R 404 U 275B Das Feld zu Krebsow
[B]
60M 270R
Ba
Lange Hag Humus und Sandhumus, ebener
Acker,
37M 180R
Bb
Blokk oder Queracker daneben, von Sandhumus an
beiden Enden, sind Humusboden,
10M
Bc
magerer und sehr sandiger Acker,
13M 90R
C Myhlen felt
[C]
87M 225R
Ca
Humusboden und sandvermischter Humus,
50M 30R
Cb
ein Querstück daneben, von Humus, teilweise sandvermischt,
8M 150R
Cc
schwacher Sandhumus, teilweise Sandboden,
6M 255R
Cd
Twerfelt, Acker von niedrigem Humus,
2M 90R
Ce
Op den Groten Schild, Humusboden und niedriger
Acker an den Enden,
8M 105R
Cf
Humus und Sandhumus, auf der Südseite des Weges vom gleichen Stück,
8M 195R
Cg
humushaltiger Sandboden, ein Stück, das der Müller bestellt, welches sonst wenig über
die Moeckower Grenze geht, das auch dort in der Ausrechnung enthalten ist,
3M
D Acker, der jährlich bestellt wird
[D]
10M 150R
Da
Gilland, sandvermischter Humusacker,
5M 264R
Db
ein Ackerstück von Humusboden,
261R
Dc
eine Stelle von Humusboden bei der Koppel,
2M 60R
Dd
einige kleine Lein- und Hanfackerstücke, teilweise die Straße, die jetzt umzäunt und
bestellt war und teilweise sonst zwischen dem Dorf und dem Schlossweg,
1M 165R
E Wüstes Land
[E]
59M 150R
Ea
uralte eben liegende wüste Sandheide- oder Sandland, kahl und mit Heidekraut
überzogen,
39M 150R
Eb
altes wüstes Land, kahl und teilweise etwas steinig, mit kleinem Heidekraut bewachsen,
12M 60R
Ec
wüstes Land an Gladrows Grenze,
3M
Ed
drei Stücke alter wüster Acker, vorn beim Feld A, zumeist etwas tiefliegend,
4M 240R
Anmerkung: Man findet sonst hier auf der Feldmark noch mehr, was früher als Acker bestellt war, wie nördlich an der Spitze zu Kuleborn und an noch mehreren Stellen. Aber weil das alles jetzt mit Wald bewachsen ist und jetzt nur den Nutzen als Viehweide bringen, wird es jetzt unter dieser Rubrik aufgeführt.
R 406 U 277F Wiesen
[F]
29M 180R
Fa
Grosse Radewisch, niedrige und baumlose Wiese,
etwas fester und von besserem Wuchs beim Acker,
19M 150R
Fb
eine kleine niedrige Wiese neben und zwischen dem Weg und dem Acker,
1M 90R
Fc
Lutke Radewisch niedrige und baumlose Wiese,
6M 180R
Fd
nördlich vom Dorf kleine niedrige Wiese neben und zwischen dem Acker,
2M 60R
Anmerkung: Sonst hat Wrangelsburg Wiese, die sie mähen lassen, in Lodmannshagen 17 Morgen 120 Ruten, die man dort ausgerechnet und beschrieben findet. Obenstehende Wiesen können jährlich bis 43 Fuder Heu ergeben, wie man aus den Annotationen ersehen kann.
G Fischgewässer
[G]
27M
Ga
Schlotz See genannt, ist ein Fischgewässer,
zumeist von 9 Ellen Tiefe, außer an den Seiten, und von festem Grund, worin Hechte, Karauschen, Brassen, Barsche und Plötze
gefangen werden, umfasst
24M 60R
Gb
Grosse Swarte See, ein tiefer See von
Schlickboden, in welchem Barsche und Hechte zu finden sind; hiervon schließt die Wrangelsburger Grenze nur das eine Ende
ein,
2M 240R
Anmerkung: Der Schlossgraben ist so gemacht, dass Fische vom See dort hinein schwimmen können und folglich pflegen sie auch beim Einlauf gefangen zu werden.
R 407 U 278H Wald und Weideland
[H,
]
556M 195R
Ha
zumeist ziemlich großer Eichenwald, an einigen Stellen teilweise etwas kleiner, überall mit
Hasel vermischt, man findet auch kleine Buchenbäume dazwischen auf Ristelhaug östlich
vom See und mit Espen vermischt beim Feld B,
92M
Hb
kleiner Wald, zumeist aus kleinen Eichen, sowie Hasel, Birken, Weiden und Erlen bewachsen,
teilweise auf festem Land, teils niedrigem Land,
16M
Hc
beim Feld C hier und da Plätze und Hügel mit kleinen Bäumen und Büschen darauf, von Eichen,
Birken, Weiden und Hasel bestehend, waren zumeist früher als Acker bestellt,
15M
Hd
ein Abschnitt beim See auf der Nordseite mit Eichen, Hasel und Weiden bewachsen, umgeben
von einem Graben und einer Steinmauer und war früher als ein kleiner Tiergarten gedacht,
7M
He
Weideland westlich bei Hg mit etwas kleinen Eichen, Weiden und Erlen bewachsen,
7M
Hf
Wischbruch, ein niedriger Buch mit Birken, Erlen
und Weiden bewachsen, ohne Zweifel war früher der größte Teil rein und als Wiese genutzt,
38M
R 408 U 279 Hg
Erlen- und Weidenbruch mit kleinen Eichen an der Ostseite,
30M
Hh
Barkewisch und Stubbebruck, niedriges und teils morastiges Land mit Erlen, Weiden und kleinen Birken bewachsen, war ohne
Zweifel früher zumeist Wiese, wie der eine Name anzuzeigen scheint, hier kann auch noch mit der Zeit gerodet werden und jetzt
waren kleine Flecken zwischen den Büschen an einer Stelle im Stubbebruch gemäht, die
wegen ihrer Kleinigkeit nicht davon getrennt werden konnten,
19M 60R
Hi
Hahlbrur und Teile von Brunsdÿck, Dywelshörn und Barkemoor, mit kleinem Erlen-, Weiden- und Birkenwald bewachsen, es gibt auch Haselbüsche in
Düwelshörn. Es können hierunter auch einbezogen werden vier alte Fischteiche,
welche Neuenkirchen früher oben im Wald gehabt hat, die jetzt zu Morast geworden und mit Weidebüschen bewachsen sind,
16M 150R
Hk
Tannkenberg Heidekrautland, etwas hoch liegend mit
mittelgroßem Kiefernwald bewachen und mit kleinen Eichen und Hasel vermischt. Hier hinzugelegt worden ist auch ein kleiner
Kiefernwald beim Acker Aa mit kleinen Eichenbüschen dazwischen,
95M
Hl
Kiefernwald mit kleinen Eichen- und Haselbüschen vermengt, auf Sandland gewachsen, das an
einigen Stellen alte Furchen aufweist,
120M 210R
R 409 U 280 Hm
baumloses und ebenes Weideland, zumeist mit kleinem Heidekraut bewachsen, jedoch ein
kleiner Teil beim Acker ist Grasland und ein Teil etwas niedrig,
77M 150R
Hn
zwei Koppeln von niedrigem Land, die eine kürzlich gerodet,
12M 270R
Ho
zwei Flecken Weide daneben,
1M 255R
ein kleiner Morast mit kleinem Kiefernbusch darin und eine Menge Tümpel auf der Feldmark,
17 Stücke,
8M
Das Dorf mit seinem Zubehör
[Dorf gesamt]
25M 180R
a
der Lustgarten des Schlosses mit vielerlei schöner Bäume und fruchtbarer Plätze, der in 20
Quadrate mit Umgängen geteilt ist. Hierzu wird auch ein Platz einbezogen zwischen ihm und dem See, ganz mit fruchtbaren Bäumen
bedeckt,
3M 60R
b
ein Obstgarten daneben, sowie eine Bleichwiese beim See und ein kleiner Obstgarten östlich
vom Schloss, die alle licht mit fruchtbaren Bäumen besetzt sind,
4M 240R
c
alle Gemüsegärten, die man hier findet,
1M 75R
T
alle anderen kleinen Obstgärtchen im Dorf,
2M 15R
1
das Schloss mit seinem Platz und Gräben,
1M 90R
alle Häuser, Höfe und der Kirchhof mit * bezeichnet,
2M
die Straße, der Schlossweg und die übrigen Plätze zwischen den Höfen,
4M 240R
18
die Müller und der Mühlenhof mit dem einen und anderen, das dort zu finden ist,
1M 60R
Alle Wege und Triften5 außerhalb des Dorfes auf der Feldmark, 5M
Summe
Acker: 255M 45R
wüstes Land: 59M 150R
Wiesen: 29M 180R
Fischgewässer: 27M
Wald und Weideland: 556M 195R
Dorf mit
Zubehör: 25M 180R
Heufuder: 43
Annotationen von Wrangelsburg
1. Über die Beschaffenheit des Ackers und die Aussaat
1.) Der hier vorhandene Acker ist größtenteils ziemlich mager und sehr sandig, so dass er diesem Ort keinen Vorteil bringt. Jedoch ist von den drei Feldern das Myllenfelt das Beste, das aus mittelmäßig gutem Boden besteht und Wintersaat und Sommergerste tragen kann. Danach kommt das Feld B, das auch Gerste tragen kann, aber der größere Teil dient für Hafer. Und das schlechteste ist das Feld A, das größtenteils aus Sandland besteht und zu einem geringen Teil mit Gerste besät werden kann. Die Roggensaat ist hier also die vorherrschende, die überall gesät wird und keinen schweren Boden erfordert.
2.) Kossatenacker besteht zumeist aus Sandland, den sie beim Greifswalder Weg Richtung Gladrow haben, der zu einem Teil kürzlich gerodet wurde und hier wird nur Roggen und wenig Hafer gesät. Sonst haben sie Gilland beim Dorf, das sie jedes Jahr besäen, welches auch allerhand Saat tragen kann.
3.) Was die Aussaat betrifft, so sollen hier in Wrangelsburg jährlich 2 Last Roggen ausgesät werden können, 1 Last Gerste und 1 Last Hafer oder 2 Last Sommersaat, denn es soll nicht immer gleichmäßig von jeder Sorte zu bekommen sein. Hierunter soll auch die Aussaat der anderen Einwohner einbezogen sein.
2. Über das wüste Land
Das kahle wüste Land, das nur unter diesem Namen in der Ausrechnung aufgeführt R 411 ist, besteht aus Sand und Heidekrautland, sonst war auch früher Acker hier und da oben im Wald, wovon es noch Anzeichen gibt, der auch aus Sandboden besteht. Es soll wohl mit der Zeit etwas von dem alten wüsten Land bewirtschaftet werden, da dieses doch für Roggensaat nützlich sein kann.
U 2823. Wiesen
Die Wiesen Grosse und Lütke Radewisch werden nur für das Schloss gemäht und sind von mittelmäßigem Graswuchs, können auch mit der Zeit weiter gerodet und erweitert werden, wenn Arbeit und Kosten dafür verwendet werden. Denn früher war auch ein großer Teil vom Bruch Wiese gewesen. Hiervon soll man jährlich 30 bis 40 Fuder Heu werben können, die vier Pferde ziehen. Die anderen Einwohner haben wenig Wiese, jedoch werden Fb und Fd zumeist von ihnen genutzt, müssen deshalb ihr Heu zumeist anderswo kaufen.
4. Der Wald
1.) Wald hat dieser Herrensitz für den notwendigen Bedarf, der aus Eichen- und Kiefernwald besteht, ebenso einige Erlen-, Weiden- und Birkenbrüche. Vom Eichenwald sagt man, dass er selten Früchte trägt, jedoch wenn etwas wächst, können wohl 60 bis 80 Schweine davon ihre Nahrung haben und die ist jährlich zu 10 Rthl Pacht veranschlagt. Sonst pachtet auch der Major den Kronwald Prägel in den Jahren, wenn er etwas Mast oder Frucht trägt, so dass die Schweine R 412 folglich frei durch den ganzen Wald gehen können, der zusammen liegt. Er pflegt dafür jährlich 10 bis 15 Rthl zu geben, wenn Mast ist.
2.) Vom Wald wird sehr wenig verkauft und dann nur bisweilen wenig vom Kiefernwald zum Bauen, aber nichts vom Eichenwald. Brennholz wird hier nicht verkauft, denn der kleine Laubwald, der dazu dient, ist nicht viel und würde deshalb mit der Zeit schnell vernichtet werden. Die Kossaten scheinen wohl dann und wann eine Fuhre Brennholz zu ihrer Hilfe zu verkaufen, das sie holen, wo sie es am Besten können, welches ihnen jedoch nicht geschenkt wird.
3.) Wild befindet sich bisweilen hier im Wald und so gibt es hier Jagd, die jedoch jetzt nicht gepflegt zu werden scheint.
U 2835. Weideland
Gute und reichliche Viehweide findet man hier auf der Feldmark zwischen dem Wald. Weil sonst auch Dörfer hierin liegen, die hier dazugehören, hat auch die Schafherde ihre Weide auf deren Feldmark.
6. Vieh
Hornvieh kann für das Schloss bis zu 50 Stück von Größerem und Kleinerem gehalten werden. Auch kann hier eine Schafherde von 600 Stück über Winter durchgefüttert werden, wovon jedoch R 413 100 dem Schäfer und 100 seinen beiden Knechten gehören. Jeder Kossat hat 2 Ochsen, 2 Pferde und 2 bis 3 Kühe. Der Krüger hält 2 Pferde, der Schäfer und der Schmied jeder 3 Pferde und diese drei jeder 4 bis 5 Stück Hornvieh. Der Müller hat 3 Pferde und 2 Kühe.
7. Fischerei
Fischerei betreibt man im Schloss See nur etwas für den Hausbedarf und bringt außerdem sonst nichts ein. Dort werden verschiedene Arten Fisch gefangen, wie sie in der Ausrechnung angegeben sind.
8. Die Windmühle
Eine Windmühle ist hier vorhanden, die an Moeckows Grenze an einer dafür gut passenden Stelle steht. Sie scheint von ziemlicher Bedeutung zu sein, weil hier nahe des Weges in der Gegend keine Mühle zu finden ist. Sie wirft jährlich 1 Last und 12 Scheffel Roggen ab.
U 2849. Der Garten
Ungeachtet dessen, dass der Garten kostbar ist und fruchtbar von verschiedenen Sorten schöner Bäume, so soll er doch nicht soviel einbringen können, wie er an Aufwand kostet, um ihn zu unterhalten und um den Gärtner zu entlohnen. Deshalb ist er auch nicht veranschlagt worden. Hierin tut ein Kossat von Gladrow Dienst.
R 41410. Hofdienst
1.) Hier im Dorf sind nur vier Kossaten, die dienen, 2 Tage mit Ochsen und 2 Tage in der Woche zu Fuß. Sonst leisten hier vier Einwohner von Brüssow und zwei von Boltenhagen Dienst, was bei den erwähnten Dörfern in den Annotationen zu ersehen ist. Früher haben auch Einwohner von Lodmannshagen hier Dienst geleistet, jetzt aber seit einiger Zeit Dienstgeld gegeben, wie man über betreffendes Dorf angemerkt findet.
2.) An Dienstleuten hat der Major 2 Knechte und 2 Mägde und der Schäfer 2 Knechte. Die anderen Einwohner haben kein Gesinde.
11. Krug und Schmiede
Der Krüger und der Schmied hier im Dorf haben jeder einen Morgen Acker und geben jeder jährlich 10 Rthl Pacht, welche unter Pacht einberechnet sind.
12. Abgaben
1.) Messkorn6 bekommt der Pastor in Zarnekow jährlich von Wrangelsburg 20 Scheffel Roggen, wovon die Kossaten 4 Scheffel geben und der Küster bekommt 10 Scheffel Hafer.
2.) Was die verschiedenen Arten Steuern und Abgaben betrifft, konnte ich darüber keine genaue Auskunft erhalten, weil derartige Abgaben unbestimmt sind und sich jährlich nach der königlichen Regierungsverordnung richten. Nach der Beschreibung des Majors waren alle damaligen Güter von Fräulein Wittenbergs R 415 Gut zu 38 steuerpflichtigen Hufen und 5 Morgen und 10 Ritterhufen und 28 Morgen veranschlagt, worauf verteilt wird, wenn irgendeine Steuer bekannt gegeben wird.
U 28513. Monumente
1.)
, südlich von der Grosse Radewisch oben im Eichenwald beim Acker
gibt es einen schönen Brunnen mit kaltem, sprudelnden Wasser von dem in alten Zeiten ein Springbrunnen zum Schloss hinauf
ging.
Jetzt aber ist alles verfallen, wovon jedoch noch Spuren beim Ausgang zu sehen sind. Es heißt auch, dass in jenen Zeiten ein
Kupferteich auf dem Schlossdach gewesen sei.
2.)
, oben auf dem Berg, nordöstlich bei der Mühle, ist ein tiefer, gemauerter Eiskeller zu sehen, der früher
benutzt wurde, um darin Eis den Sommer über zu konservieren und ist noch in seinen Mauern erhalten, außer dem Dach, das eingefallen
ist, worüber jedoch jetzt etwas Baumwerk aufgestellt wurde.
3.)
, westlich von der Mühle an der Grenze liegt ein kleiner runder Hügel, der Wynberg genannt wird, welcher, wie der Name besagt, in früheren Zeiten dafür genutzt wurde.
4.)
, nördlich bei Kuhleborn und Dywelshörn an der Grenze, wo ein Bach in einem Tal zu finden ist, hat Neuenkirchen früher vorgehabt eine Wassermühle
zu bauen, wofür der Damm angelegt und alles Baumwerk fortgebracht wurde. Darin wollte er soviel Wasser aus dem Schloss See
R 416 durch Gräben leiten, wie man auf der Karte sehen kann. Aber sein
Vorhaben war ohne Erfolg. Dieser Wasserlauf ging durch einige Fischteiche
, die er daneben anlegen ließ, die
jetzt bewachsen und zu Morast geworden sind. Ein Teil von diesen Teichen hatte jedoch zu Wrangels Zeit Bedeutung und er hat
ohne
Zweifel den einen aufwerfen lassen.
5.) Der Feldherr Wrangel hatte zu seiner Zeit einen Weg zum Schloss auf der Ostseite vom See, der seither verkommen und wieder bewachsen ist.
6.) Hd, auf der Westseite vom See findet man einen Abschnitt von einem Graben und einer Steinmauer umgeben, jetzt mit verschiedenen Arten Bäumen bewachsen, der, wie gesagt wird, früher als ein kleiner Tiergarten vorgesehen war.
U 285 links14. Die Beschaffenheit der Grenzen
Mit Moeckow, Brüssow und Kuhleborn oder Karbower Heide sind Wrangelsburgs Grenzen richtig. Aber mit Krebsow und Gladrow ist die Grenze nicht überall mit sicherer Gewissheit ausgewiesen. Auch war den Einwohnern solche nicht so genau bekannt, wonach in langer Zeit nicht das Geringste gefragt wurde, weil alles zusammen ein Herrengut war. Ein kleines Ackerstück wollen die Einwohner Gladrows durch ihre Grenze abtrennen, das diese bewirtschaftet haben. R 417 Sonst war auch die Grenzscheide mit dem Kronwald Prägel zum Teil ganz ungewiss, worüber auch der Heidereiter7 nicht ganz sicher Auskunft erteilen konnte, weil zu Wrangels Zeit die Grenze hier zwischen nicht so genau beachtet worden sein soll. Jedoch habe ich sie nach den Angaben des Wrangelsburger Heidereiters vermessen, außer bei Steinfurth, wo er meinte, die Grenze verläuft auf der Ostseite, die ich selbst auf den Horst zulaufen ließ, weil beide Heidreiter hier nicht einer Meinung waren. Jedoch obgleich es so ist, soll nun alles zusammen der Krone zugehörig sein und folglich kann hier kein Streit verursacht werden.
Hier folgt beigefügt eine Designation vom Major, die er auf mein Memorial gegeben hat, auf das sich vorangehende Annotationen zumeist stützen.
Ohngefährliche Designation von deß hoch gräfl. Fräulein Wittenbergen antheil hießiger pommerschen gühter, in Specie Wrangelsburgs beschaffenheiten.
1.) An Ritter, vndt steurbahren huffen beij samptlichen Ackerwercken vnd dorffschaften, sein in allen Ritterhuffen 10 huffen 28 Morgen, an bauerhuffen 38. huf: reducirte: 5. Morg. vnd in allem 49. huffen 2 Morgen:
2.) An Außsaht, kan in allem 4 last all[e]rleij korns außgeseet werden: zu Wrangelsburg:
3.) An schafen konnen 600 mit deß schäf[fe]rs vnd knechtuieh gehalten werden:
4.) An Rindtvieh, konnen 50. stück, groß v[n]d kleine etwa gehalten werden:
5.) Eine Windtmühle, gibet 1 last 12 sch: roggen jahrlich.
6.) An Hew, können 30 à 40. fühder geworb[e]n werden.
7.) Es sein nicht mehr an dienstleuten alß 4 Cossaten, haben jeder nur zu etwan 2. Drömbt außsaht an allerleij korn: dienen 2 tage mit oxen vnd 2 zu fuß
8.) Ein krug, vnd schmiede, vnd haben jeder 1 Morgen Acker geben ieder jährlich 10: vndt beijde 20. rd.r vnd gehöret solches in die Arende von 600 rd.r.
9.) Holtzung, garten, vnd fischereij, ist in keinen anschlag zu bringen, außer die Mast ist jahrlich à 10 rd.r in anschlag g[e]bracht, garten vnd fischereij, kostet der garten, vnd gartner, doppelt mehr, als er einbringet, fischereij importiret gahr nichts.
R 41910.) An Meßkorn bekombt der prister ja[h]rlich 20. Scheffel roggen, vnd der küster, halb so viel an haber,
11.) Die jährliche Arende von Wrangelsburg vnd dehnen dazu belegennen Dorffschaften; Brissow Boltenhagen Lodmeshagen 600. rd.r jahrlich.
12.) Die 4 cossaten hießen mit nahmen 14. Anders Jon, 5. Borchard Lüders 9. Michel Derhaw Hans Steinbring.
13.) Die jahrlichen steuren sein vngewiße außgaben, vnd reguliren sich nach der königl. Reg: Verordnung:
U 286 links14.) Die übrigen dem hoch gräfl. fräulein Wittenbergen zustehende Acker wer= ke, vnd dazu gehörige bauer dorffer sein: Daß Ackerwerck Cribtzow: hin zu sein an bauerdörffern, vndt baure[n] so dahin dinen: in Cassin 3 bauren Gla= derow 2 halbbauren, Giskenhagen 1 bauer, in Kühlenhagen 2 voll vnd ein halbbauer inn Spiegelsdorff 2 vollbauren.
15.) Daß ackerwerck Pritzier, dahin gehören auß Hohendorf 4 baurleute, 6 Cos= saten, Nezebandt 4 baurleute, Cotzow 2 voll, vndt 2 halbbauren: in Pritzier ein Vollbauer vnd 2 Cossaten.
16.) Zu dem ackerwerck Zarnitz, sein nur 1 Vollbauer, vnd 1 Cossate.
R 42017.) Daß Ackerwerck Spanderhagen, dazu sein belegen, 2 dorffer, Virow vnd Freeste vnd wohnen in dem ersten, 4 Vollbauren vnd in dem andern 2 Halbbauren.
18.) Zu Wrangelsburg soll in allem an acker belegen sein 5 lanthuffen 5 Morgen worunter 3 huffen 5 Morgen, an ritterhuffen, annach 2 huffen so davonn Cultuiret sein sollen.
19.) Die nahmen samptl. Einwohnern in Wrangelsburg an handtwerckern, als Einliegern Sein.
1. der krüger. Johan Vlf.
2. der
schmit Johom Tessenow.
3. der brauer Hans Spörke.
4. der vogt. Kort Krüger
5. schäffer Jochom Ribolt.
6. höker Hinrick
Albrecht
7. hirte Michel Steinbring
8. schneider Hinrick Hesse.
9. leinwebersche Iensche.
10. Einlieger Hans
Kruse
11. gartener Hans Francke.
12. Einlieger Vahle:
Hans Mÿller möllnare.
1704 ist das Dorf Wrangelsburg revidiert und wie folgt befunden worden.
Ch
zwei Stücke, vom wüsten Acker und dem symbol Eb, ist Sandboden, der jedes 5. Jahr einmal
besät werden kann,
3M 75R
Ak
zwei Stücke, von der Weide und dem symbol Hl, ist reiner Sand, der jedes 7. oder 8. Jahr
einmal besät werden kann,
5M 120R
Al
zwei Stücke, von der Weide und dem symbol Hl, ist Sandhumus, der jedes 3. Jahr besät werden
kann,
1M 270R
Anmerkung
Eb1
ist als Acker unbrauchbar, denn das ist grober Sand, ist auch mit sehr großen Steinen sowie
großen Gruben hier und da, woraus man Mauersand zum Schlossbau genommen hat, beträgt an Größe
7M 120R.
Ed2
ist auch ein Stück von dem die Einwohner sagen, dass es auch nicht als Acker bestellt
werden kann, weil es so tiefliegend ist, was wohl auch so zu sein scheint, denn es ist so sehr kaltgründig, beträgt auch
1M 240R.
An
Gladrows Grenze sind zwei Stücke, mit dem symbol Hl 4 , gerodet und von solcher Beschaffenheit wie der neue Acker Ak, den die Bauern zu
bewirtschaften gedenken, beträgt
1M 60R.
Summe
Neuer Acker: 10M 165R
RRev 162 URev 252 linksDer ganze andere wüste Acker kann wohl bewirtschaftet werden, aber ist so ziemlich ebenerdig und die Bauern meinen, davon die Aussaat nicht wiederzubekommen und dass er nicht als Weide entbehrt werden könne.
1 Feldmarschall Hermann Wrangel (1567-1643) bestritt eine erfolgreiche militärische Laufbahn in schwedischen Kriegsdiensten unter Gustav II. Adolf. 1630 wurde er zum schwedischen Reichsrat ernannt. Nach dem Tod Gustav II. Adolfs beendete er seine militärische Laufbahn und wendete sich der Politik zu. Als Gouverneur von Preußen und schwedischer Abgesandter war er an den Waffenstillstandvertrag-Verhandlungen zwisch Polen-Litauen und Schweden von Stuhmsdorf 1635 beteiligt. 1643 wurde er zum Generalgouverneur von Livland ernannt. Wrangel, Hermann. In: Hofberg, Herman: Svenskt biografiskt handlexikon. Del II. Stockholm 21906 S. 745.
2 Königin Christina verlieh 1643 das Gut Vorwerk mit seinen Ackerhöfen Groß Ernsthof und Spandowerhagen 1643 dem Herman Wrangel, dem Generalgouverneur von Livland für seine Dienste. Nach seinem Tode im selben Jahr erhielten es seine unmündigen Kinder aus dritter Ehe als Erbe. Seit 1649 verwalte Carl Gustav Wrangel die Güter und tauschte sie 1653 gegen seine Besitzungen in Livland ein. Um dem Gut Vorwerk einen repräsentativeren Charakter zu verleihen, benannte er es in Wrangelsburg um. Das Gut Nonnendorf u.a. mit dem Dorf Vierow war schon 1652 von dem Generalgouverneur gekauft worden. Asmus, Ivo: Die pommerschen Besitzungen Carl Gustav Wrangels. In: Wernicke, Horst und Werlich, Ralf Gunnar (Hg.): (Pommern. Geschichte-Kultur-Wissenschaft. 3. Kolloquium zur pommerschen Geschichte. 13. und 14. Oktober 1993), Greifswald 1996, S. 131-133. Derselbe: Das Testament des Grafen-Die pommerschen Besitzungen Carl Gustav Wrangels nach Tod, förmyndarräfst und Reduktion. In: Asmus, Ivo, Droste Heiko (Hg.): Gemeinsame Bekannte: Schweden und Deutschland in der frühen Neuzeit, Berlin, Hamburg, Münster 2005, S. 204-f.
3 Gräfin Wittenberg: Mariana Wittenberg geb. 16? – gest. 9. August 1720. Sie ist eine Enkeltochter Carl Gustav Wrangels. Ihre Eltern waren Leonhard Johan Wittenberg und Polidora Christina Wrangel. Da es keine männlichen Nachkommen in der Familie gibt, erbt Mariana Wittenberg 1679 Wrangelsburg von ihrem Vater (der es von seinem Schwiegervater bekommen hatte). 1698 heiratet Mariana in Stockholm Christian Ludwig von Ascheberg, Graf zu Sövdborg und Ågrup, der als Oberst beim Leibregiment der Königinwitwe diente. Im Jahr 1700 schlossen die schwedisch-pommersche Regierung und Christian Ludwig von Ascheberg im Namen seiner Ehefrau einen Pachtvertrag über das Gut Wrangelsburg mit seinen Besitzungen. Nach dem Tod der Eheleute fiel ein Großteil des Besitzes zurück an die Krone, da die Ehe kinderlos geblieben war. Wrangelsburg und Krebzow mit Kessin verblieben bei der Familie Brahe. Asmus Ivo, Das Testament des Grafen – Die pommerschen Besitzungen Carl Gustav Wrangels nach Tod, förmyndarräfst und Reduktion, in: Asmus, Ivo, Droste Heiko (Hg.): Gemeinsame Bekannte: Schweden und Deutschland in der frühen Neuzeit, Berlin, Hamburg, Münster 2005, S. 197-223.
4 Major von Peterswald lebte auf Gut Divitz bei Barth, zu seinen Besitzungen gehörte Gahlkow. Im Jahr 1691 wird er als der Hauptmann von Wrangelsburg vermerkt. Asmus, Ivo, Das Testament des Grafen. Die pommerschen Besitzungen Carl Gustav Wrangels nach Tod, förmyndarräfst und Reduktion. Asmus, Ivo; Droste, Heiko; Olesen Jens: (Hg.) Gemeinsame Bekannte. Schweden und Deutschland in der Frühen Neuzeit, Berlin 2003, S. 217; 219.
5 In der Landwirtschaft ein breiter, gemeiniglich eingeschlossener Weg, auf welchem das Vieh von der Weide getrieben wird, in welcher Bedeutung es im Hochdeutschen am gewöhnlichsten ist: Die Viehtrift, der Viehweg, Treibeweg. 2) Der Ort, auf welchen das Vieh zur Weide getrieben wird. In weiterer Bedeutung führt jeder Ort dieser Art den Namen Trift, in engerer aber nur das Brachfeld, in so fern es dem Vieh zur Weide dient, zum Unterschied von der Weide. Wehrmann, Martin: Geschichte der Stadt Stettin, Stettin 1911, ND Frankfurt a. M. 1979, S. 276ff.
6 Kirchenkorn oder Priesterkorn
7 Heidereiter: ein Förster zu Pferde mit der Aufgabe, die Heide zu bereiten. Darüber hinaus hatte er ebenfalls die Aufsicht über den Wald. Krünitz, Johannes Georg: Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft, Bd. 22, Berlin,1789, Sp. 739; LAGreifswald Rep6a Band 4, Beschreibung von Karbow, Fol. 421.