Beschreibung des Adelsgutes Schlatkow, das im Wolgaster Distrikt liegt und im Juli des Jahres 1694 geometrisch vermessen wurde1
Namen der Einwohner
1 . Daniel
Hausschildt war ein Leutnant, der in Schlatkow den größten Teil besitzt, der sich laut Kirchenmatrikel auf 32 Hakenhufen beläuft,
unter denen achteinhalb Ritterhufen sein sollen, für die ein Lehnpferd2 gehalten wird.
2 . David Netzows Witwe hat neun Hakenhufen oder viereinhalb Landhufen Land hier im Dorf.
3 . Christopher Schurtz, besitzt den halben Teil der neun Hakenhufen David Netzows, die er als Mitgift seiner Frau bekommen hat.
4 . David Neuschwager ist ein Radmacher,
der hier im Dorf vier Hakenhufen gepachtet hat, die der Witwe des Kanzlers Wulfrath gehören. Diese vier Hufen sind steuerpflichtiges Land und durch einen von Schwaben gekauft, an Pacht machen sie 20
Rtlr im Jahr.
5 . Antonius Bahlmann, Pastor.
6 . Clas Barth, Krüger, gehört zu Nr. 1
und besitzt so viel Land wie ein Kossat.
| 7 . Johann
Uthesch 8 . Carl 9 . Christian Steenfort 10 . Hans Kruus |
Diese vier Kossaten gehören Hausschildt und sind alle Freileute. Jeder besitzt sechs Morgen Acker in jedem Feld, das heißt, in allen drei Feldern besitzt jeder 18 Morgen. Sie leisten keine Abgaben, sondern ihre Herrschaft rechnet sie ihnen auf. |
R 832 11 . David Meier, gehört zu Netzow und ist Untertan und ein Kossat, er hat eine halbe Hakenhufe
an Land, die er bewirtschaftet.
12 . Christian Kysel ist Schmied, er
bebaut einen Teil des Kirchenackers und wohnt in einem Haus, das der Kirche gehört. Er gibt der Kirche an Miete für das Haus
und den Acker jährlich vier Rtlr.
U 581 13 . Christian Jamik, ist ein Leinweber und bewirtschaftet Land der Kirche. Diese hat auch das Haus gebaut, das er
bewohnt. Es steht auf Land der Kirche. Er gibt der Kirche jährlich zwei Rtlr Grundpacht.
14 . Fredrik Heed, Viehhirt
| 15 . Jochom
Scheppler 16 . Hans Klynner |
sind Schäfer und wohnen zusammen auf einem Hof, den Claus Horn besitzt. |
17 . Daniel, Küster, hat eine
Wurte3 Land von elf Scheffeln Aussaat, die der Küsterei in alten Zeiten zugelegt wurde..
Schlatkow ist ein
Adelsgut und liegt im Wolgaster Distrikt. Vier Herrschaften oder Besitzer gibt es hier, den Leutnant Daniel Hausschildt, die
Witwe
von David Netzow, Christopher Schurtz und die Frau Kanzlerin Wulfrath. Was sie im einzelnen besitzen, siehe bei ihrem Namen.
Diese
Hufen waren früher R 833 ein altes Lehen der Horns, nämlich der Teil mit 32 Hakenhufen, den Leutnant Hausschildt besitzt. Diesen hat ein von der Lancken von einem Horn durch Mitgift erhalten. Dieser von der Lancken verkaufte es an einen Rudolph Ellfer, von diesem kaufte
Hausschildts Vater die 32 Hufen, die nach der reduzierten Hufenberechnung4 zum Teil steuerpflichtig sind. Sie werden für dreieinhalb Hufen besteuert, und die, die darunter Ritterhufen sind, werden
für achteinhalb berechnet. Unter den neun Hufen, die Netzows Witwe und Schurtz gemeinschaftlich besitzen, sind drei Hakenhufen
steuerpflichtig und sechs Ritterland. Diese neun Hufen waren von alters her ebenfalls ein Lehen der Horns.
Herr Horn von Ranzin
hat auch zwei Kossatenstellen in Schlatkow, wie er mir selbst berichtete. Dieses Land, das in allen drei Schlägen viereinhalb
Morgen
hat, bebaut ein Schmied in Schlatkow.
U 582 Nach Aussage des Schmiedes können alles in allem sechs Scheffel Roggen und sechs
Scheffel Gerste in das betreffende Land gesät werden. Der Schmied leistet Horn für das Land viereinhalb Rtlr Pacht im Jahr.
R 834 Von den Höfen, die die Kanzlersche Wulfrath in Schlatkow besitzt, ist
der eine ein Bauernhof und der andere ein Kossatenhof.
Hier im Dorf sind auch zwei Hufen Pastorenacker, wie die Kirchenmatrikel
es verzeichnet, die der Pastor selber bewirtschaftet. Auf den Feldern von Schlatkow befinden sich sieben Morgen Kirchenacker,
wie
die Kirchenmatrikel ausweist. Sie liegen teilweise wüst. An der Grenze zu Quilow liegen drei Ackerbuckel, die wüst liegen,
sie
befinden sich neben einer Sölle. Bei der Grenze zu Bünzow liegen zwei Ackerbuckel, die ebenfalls wüst liegen. Auch ein weiterer
Ort
auf der Karte, der mit Di bezeichnet ist, soll nach Angaben des Pastors seit alters her der Kirche zustehen. Ebenso verhält
es mich
dem Ort, der Berg Babbine genannt wird und zwei weiteren Stellen, die der Kirche gehören.
Die Kirche von Schlatkow hat auch zwei Hofstellen im Dorf besessen, die noch Kirchenkaten genannt werden. Davon soll es früher,
so
der Pastor, fünf gegeben haben, zu denen aber kein Land gehört haben soll. Auf drei der Kirchenkaten steht nun ein Haus, in
einem
wohnt ein Schmied in einem anderen ein Leinweber, auf dem dritten Grundstück hat der Pastor ein ein neues Haus errichten lassen,
das
noch nicht ganz fertig ist. Die anderen beiden Stellen liegen öde. R 835 Die
alte Hufenzahl in Schlatkow soll nach Angaben des Pastors und nach der Kirchenmatrikel 47 Hufen sein, bei denen die zwei
Pastorenhufen zugeschlagen sind. Ob es sich bei den 47 Hufen um Haken- oder Landhufen handelte, darüber findet sich keine
Information.
Mit seinen Grenzen stößt Schlatkow im Süden an Groß Polzin und Quilow, westlich an Schmatzin, nördlich an Ranzin
und Oldenburg, östlich an Jasedow und Klein Bünzow. Im Dorf gibt es eine Kirche mit einem Turm.
Arealausrechnung von Schlatkow
Acker
Feld A war Brache
[A]
200M 210R
Aa , gutes Humusland
181M
Ab , kaltgrundige Humuserde
5M 60R
Ac , ein Ackerstückchen, das dem
Küster gehört
4M
Ad , Wurten5 , oder Ackerstückchen bei den Häusern
2M 240R
Af , etwas sandhaltiges Humusland
17M 210R
Das Sommerfeld B
[B]
239M 240R
Ba , gutes ebenes Humusland
149M 210R
Bb , guter Sandhumus
9M 150R
Bc , sandhaltiges Humusland, an
einigen Stellen von kaltem Grund
64M 120R
Bd , ein Humusstück von
2M 240R
Bf , Wurten oder Ackerstückchen, die
aus Humusboden bestehen
13M 120R
Winterfeld C
[C]
227M 120R
Ca , Gutes ebenes Humusland von einer
bestimmten Lehmart an den Seiten, die an das Dorf stoßen
107M 90R
Cb , ein Humuskamp oder Wurte
3M
Cd , Sandland
3M 240R
Cf , Sandhumus
1M 150R
Cg , sandhaltiges Humusland
111M 240R
Wüster Acker
[D]
536M 210R
Da , Alter wüster Acker, bültig und
mit Heide bewachsen, zum Aufbrechen tauglich
17M 180R
Db , sehr altes Ödland, mit Heide
bewachsen, dessen Grund teils sandig, teils humos ist
182M 60R
Dc , wüster Acker in den Feldern
7M 150R
Dd , altes wüstes Land, mit Gras und
Heide bewachsen, teils hügelig, teils tief liegend, eine Stelle davon, Die Babbine ,
gehört der Kirche
42M 240R
Df , altes wüstes Land mit Heide
bewachsen, besteht aus Sandhumusboden und ist als Acker nutzbar 62M 120R Dg, ebenfalls mit Heide bewachsen, flaches und sehr
altes Ödland, teils aus Humuserde, teils etwas sandhaltig, kann als Acker genutzt werden
182M 210R
U 644 Dh , 100 Jahre altes Ödland, etwas niedrig und von kaltem Grund, mit Heide bewachsen
4M 150R
Di , ein wüster Kamp beim Dorf, der
der Kirche zusteht
1M
Wiesen
[E]
39M 90R
Ea , Morastige Wiese von "drallem"
Heu, wie die Bauern es nennen, durchschnittlich ertragreich, geht zwischen den Ackerfeldern und wüsten Äckern runter zur
Grenze mit Vitense
37M 210R
Eb , ein sumpfiger Wiesenfleck im Feld
A
180R
Ec , ein bewachsener, sumpfiger
Wiesenfleck bei der Grenze zu Ranzin, der dem Kuhhirten gehört
1M
Heufuderzahl
Beläuft sich nach den Angaben der Eigentümer auf 27 große Fuder.
Weideland
[F]
312M
Fa , Tümpel
und Moraste hier und dort, die in den bebauten und wüsten Ackern liegen
19M 240R
Fb , festes
Land, mit Heide und Gras überwuchert, gute Viehweide
112M 210R
U 645 Fc , Morast mit Erlenbüschen und anderen Büschen bestanden
131M 150R
Fd , Weideland zur Grenze nach Quilow,
das teils hügelig mit Laubbüschen aus Eichen und Haseln bewachsen, teils festes unbewachsenes Heideland ist, teils wieder
sumpfig und morastig
41M 180R
Fg , Eichenhügel sowie sumpfiges Land beim Dorf
6M 120R
[G]
41M 90R
Ga , Der Umfang des Dorfes mit
Koppeln, wüsten Stellen, Wegen, Gemüse- und Obstgärten besteht aus
33M 190R
Gb , die große
Landstraße, die durch die Ackerfelder führt, beinhaltet
8M 210R
Summe
Acker: 667M 270R
Wüster Acker: 536M 210R
Wiese: 39M 90R
Heufuder: 27
Weide: 312M
Hofstellen: 41M 90R
Annotationen über Schlatkow
Vom Acker
Das Ackerland in Schlatkow wird in drei Schläge oder Felder geteilt, die zumeist von gleicher Beschaffenheit sind, mit Ausnahme der Brache, die für das schlechteste gehalten wird. Was die Bodengüte angeht, so ist es guter Acker von "gelindem" Grund, wie sie es nennen, oder Humusland, das sowohl für Roggen- als auch für Gerstensaat geeignet ist. Doch wächst hier meist gute Roggensaat, die Hälfte in durchschnittlich feuchten Jahren, doch die Gerstensaat wächst üppig in nassen Jahren. Körnersaat von Gerste kann drei bis vier Mal nacheinander in frisches gutes Land gesät werden, länger geht es allerdings nicht ohne Dünger. Der Acker gibt in guten Jahren das sechste Korn zurück, in durchschnittlichen das fünfte oder vierte. In einen Morgen können drei, an einigen Stellen auch vier Scheffel eingesät werden.
Von der Aussaat
Nr. 1 hat nach eigener Aussaat an Wintersaat zweieinhalb Fuder oder 20 Drömt Wintersaat, an Sommersaat von Gerste oder Hafer
zweieinhalb Fuder oder 20 Drömt Sommersaat,ergibt in Scheffeln 480.
Die Aussaat an Wintersaat von Nr. 2 beträgt viereinhalb Drömt, die Sommersaat ebenfalls viereinhalb Drömt. Nr. 3 der die
gleiche Hufenzahl besitzt, sät an Wintersaat und Sommersaat je viereinhalb Drömt, ergibt für Nr. 2 und Nr. 3 zusammen 216
Scheffel, Nr. 1, Nr. 2 und Nr. 3 haben eine gemeinsame Aussaat von 696 Scheffeln. R 840 Die Aussaat von Nr. 4 beträgt an Winter- und Sommersaat je zweieinhalb Drömt, ergibt zusammen 60 Scheffel. U 584 Nr. 5 hat an Winter- und Sommersaat je drei Drömt. Nr. 6 bis Nr. 10 säen jeder 18 Scheffel Winter- und 18 Scheffel Sommersaat.
Nr. 12 und Nr. 13 säen jeder jeweils zwei Scheffel Winter- und Sommersaat, ergibt zusammen acht Scheffel. Die Aussaat an Wintersaat
von Nr. 11 beläuft sich auf 16 Scheffel, er sät ebenso viel Somersaat, ergibt 16 Scheffel. Die Aussaat auf dem Kamp des Küsters
beläut sich auf 11 Scheffel, zusammen ergibt dies 310 Scheffel. Die Summe an Aussaat für das gesamte Dorf beläuft sich auf
1066 Scheffel.
Von Wiesen
Der Heuschlag, der zu Schlatkow gehört, liegt zwischen den Äckern und Vitense. Er ist von Natur aus morastig, nicht sonderlich ertragreich, Nr. 1 kann zwölf gute Fuder daraus ernten. R 841 Alle seine Kossaten können nach seinen Worten zehn Fuder zusammen bringen. Nr. 2 und Nr. 3 können nach den Angaben von Nr. 3 von ihren Wiesen jeder zwei Fuder erhalten, Nr. 11 ein Fuder. Der Pastor kann höchstens vier Fuder von seinem Teil erhalten.
Vom Wald
Auf Schlatkows Feldern ist reichlich Brennholz zu bekommen, in den Morasten Strauch oder Buschwerk, das auch als Dünger dient. Doch Bauholz kaufen sie von anderen aus der Umgebung, die dafür ausreichend Wald haben.
U 585Von Weiden
An Weideland herrscht in diesem Dorf kein Mangel, so etwa auf den wüsten Äckern, die mit Heide bewachsen sind oder in den Morästen.
Vom Arbeitsvieh
Nr. 1 hat zwölf gute Pferde und Ochsen nötig, um seine Äcker bestellen zu können. Über den Winter kann er 20 Kühe durchfüttern, die Schäferei kann 600 Schafe über den Winter bringen. Nr. 4 hält ein Paar Ochsen, drei Pferde und sechs Schafe, für die er Nebenmodus entrichtet.
Von Herrenhofdiensten
Das Dienstvolk, über das Nr. 1 verfügt, ist nicht untertänig, doch dienen sie drei Tage in der Woche mit dem Pflug oder mit dem Haken und einen Tag zu Fuß. Der Untertan Nr. 11 gehört Netzow, verrichtet seinen Dienst aber bei Nr. 1, was aus alten Schuldforderungen herrührt, die Nr. 1 an Netzow hat.
Von Krügen
Einen Krug gibt es hier im Dorf, der sein eigenes Bier braut. Er entrichtet jährlich zwei Rtlr in die Kruglade. Der Besitzer der Krugstätte ist Nr. 1, der auch das Recht zum Bierbrauen innehat. Der Krüger zahlt dem Eigentümer für den Acker, den er an dem Krug hat, in dem er wohnt, 25 Rtlr jährlich.
RRev 240 URev 358Im Jahr 1704 ist das Dorf Schlatkow revidiert und wie folgt befunden worden
Im Feld A
[A]
11M 150R
Ag , ein Stück, vom wüsten Acker D
aufgebrochen, ist tief liegendes und kaltgrundiges Sandland, wird aber zumeist in drei Schlägen besät und beinhaltet
3M 60R
Ah , vier Stücke, ebenso, etwas höher
liegend und von strengerem Boden, ist nun das erste Mal besät worden, es wird wohl nicht öfter als jedes vierte oder fünfte
Jahr besät werden können, ist vom wüsten Acker Db aufgebrochen
8M 90R
Das Feld B
[B]
17M 240R
Bg , acht Stücke, vom wüsten Acker Db
aufgebrochen, magere Sanderde, teils kalt, wird wie das Feld besät, wenn man Zeit findet, es zu düngen, sonst muß es länger
liegen bleiben
14M 180R
Bh , zwei Stücke, etwas höher liegend,
von Dc aufgebrochen, durchschnittliches Sandland, das mit dem Feld besät werden kann
3M 60R
Das Feld C
[C]
15M 180R
Ch , sieben Stücke, vom wüsten Acker
Df aufgebrochen, etwas hoch liegend
RRev 241
URev 359 und von magerem Sandboden, müssen ziemlich gedüngt werden, wenn sie jedes
vierte Jahr tragen sollen
10M
Ci , drei Stücke, von Dg aufgebrochen,
tiefer liegend und kaltgrundig, wird doch meist als Feld bebaut
5M 180R
Den wüsten Acker betreffend
Da , Dc , sind tief liegend und kalt, von denen nicht mehr
aufgebrochen werden kann, wenn es die Mühe lohnen soll.
Db , kann nicht als Weide entbehrt
werden, ist wegen seines elenden Bodens auch nicht wert, um aufgebrochen zu werden, auch so weit vom Dorf abgelegen, dass
es
nicht gedüngt werden kann.
Dd , tief liegend und voll mit Tümpeln
und unbrauchbaren Stellen, kann nicht aufgebrochen werden, wird nun auch als Weide genutzt
Df , aus Df ist das beste ausgesucht
und aufgebrochen, das übrige ist nicht nutzbar, wird als Weide gebraucht
Dg , tief liegendes Sandland, hier und
dort etwas kalt, kann gut zu einem Teil aufgebrochen werden, besonders an der Grenze zu Jasedow. Doch wegen Düngermangels
blieb es liegen.
Dh , ist von selber Beschaffenheit,
beinahe noch tiefer liegend und kaltgründiger.
Summe
Neuer Acker: 44M 270R
RRev 242 URev 360Arealausrechnung des Pastorenackers in Schlatkow, der bei der Revision verteilt wurde
Im Feld A
[Pa,Pb]
11M 210R
Pa , zwei Stücke, wie Aa
9M 120R
Pb , ein Stück, von gleicher Güte
wie Af
2M 90R
Das Feld B
[Pc-Pf]
13M 90R
Pc , zwei Stücke, wie Ba
8M 180R
Pd , zwei Stücke, ebenso, neu
aufgebrochen von der Güte wie der neue Acker Bg
1M 60R
Pe , zwei Stücke, wie Be
2M 120R
Pf , ein Stück, nicht aufgebrochen,
ebenfalls von gleicher Güte wie der neue Acker Bh
1M 30R
Das Feld C
[Pg-Pl]
17M 165R
Pg , ein Stück, wie Ca
5M 30R
Ph , neu, von gleicher Güte wie
Ci
1M 150R
Pi , zwei Stücke, wie Cg
7M 240R
Pk , neu, auch wie Ci
105R
Pl , drei Stücke, Ackerstreifen bei
den Häusern wie Ad
2M 240R
In allen drei Feldern liegt noch wüster Acker für die Stücke des
Pastors von 3M 180R
Der Geistliche fordert noch ein Stück Acker von vier Scheffeln Aussaat, das die Matrikel ausweist, doch
findet sich niemand, der weiß, wo das lag oder ausgewiesen werden könnte.
Summe
Pastorenacker: 3M 90R
RRev 243 URev 361Arealausrechnung des Kirchenackers in Schlatkow, der bei der Revision verteilt wurde
Im Feld A
Ka , ein Stück, von der Güte wie Aa 2M 270R
Das Feld B
Kb , zwei Stücke, von der Güte wie Bd, das eine neulich von Dd aufgebrochen mit 1M 30R, das alte Stück 270R, ergibt zusammen 2M
Das Feld C
[Kc-Ke]
5M 70R
Kc , ein Stück, neu aufgepflügtes
Land von Df, ist von gleicher Güte wie Ch
1M 120R
Kd , ein Stück, wie Cg
1M 120R
Ke , Ackerstreifen bei den Häusern,
der eine wie Bf mit 1M 240R, der andere wie Ca mit 190R, macht zusammen
2M 130R
Noch liegen Stücke der Kirche wüst, an Größe 1M 120R, darüber
hinaus hat sie mehr im wüsten Acker Db, dessen Stücke nicht ausgewiesen werden konnten.
Der Küsteracker ist bei der letzten
Messung unter AC aufgeführt.
Summe
Kirchenacker: 10M 40R
1 Laut Urkarte vermessen von Olof Spaak.
2 Ein Lehnspferd (auch Lehnpferd, Lehenspferd, oder Lehenpferd) ist dasjenige Pferd, welches ein Bauer zum Dienst des Herrn bereithält zum Reiten oder Fahren in Kriegs- und Friedenszeiten, ohne dass er es dem Herrn selbst zuführen muß. Krünitz, D. Johann Georg: Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft, Bd 69. Berlin 1804. Sp. 679.
3 Worte, Wurte, Wortland In Pommern ein kleines zu einem Haus oder einem Katen gelegenes Stück Land, das von dem übrigen Dorfacker abgesondert ist. Busch, Michael: Krieg-Krise-Absolutismus. Die Entstehung königlicher Alleinherrschaft in Dänemark und Schweden. Ein Vergleich. In: Wegner, Bernd (Hg.): Wie Kriege enden. Wege zum Frieden von der Antike bis zur Gegenwart, Paderborn, München, Wien, Zürich 2000, S. 93-120, hier S. 106-109.
4 Die übliche Steuerform in Vorpommern war die Besteuerung des ländlichen Grund- und des städtischen Hausbesitzes, der so genannte Hufen- und Häusermodus. Da die Landschaft nur die überholte Kahldensche Matrikel aus dem Jahre 1631 besaß und da die Arbeit an einer neuen Hufenmatrikel mehrfach gescheitert war, einigten sich die Stände 1658 in Anklam auf eine Übergangsregelung, nach der die Steuern bis auf weiteres verteilt werden sollten. Sie legten einen fiktiven Bestand von 10 000 Hufen (reduzierte Hufen) zugrunde, von dem die Ritterschaft und die Ämter im Verhältnis 5:2 die eine Hälfte und die Städte die andere Hälfte übernahmen. Eine Steuereinheit der reduzierten Hufe entsprach für die Ämter 3 Landhufen, für die Städte 2 1/2 Landhufen. Dähnert, Johann Carl: Platt-Deutsches Wörter-Buch nach der alten und neuen Pommerschen und Rügischen Mundart, Stralsund 1781, S. 459.
5 Worte, Wurte, Wortland In Pommern ein kleines zu einem Haus oder einem Katen gelegenes Stück Land, das von dem übrigen Dorfacker abgesondert ist. Busch, Michael: Krieg-Krise-Absolutismus. Die Entstehung königlicher Alleinherrschaft in Dänemark und Schweden. Ein Vergleich. In: Wegner, Bernd (Hg.): Wie Kriege enden. Wege zum Frieden von der Antike bis zur Gegenwart, Paderborn, München, Wien, Zürich 2000, S. 93-120, hier S. 106-109.