R 292   U 205 

Beschreibung von Groß Wendorf sowie des wüsten Anwesens Klein Wendorf1 

Dieses Dorf liegt im Kirchspiel Horst und gehört unter die Horster Vogtei. Beide Anwesen hat der Pächter Peter Bolik für 120 Rtlr gepachtet, er wird für anderthalb reduzierte Hufe2  und sechs Morgen versteuert. Im Norden grenzt das Dorf an Jeeser, im Osten an Jager, im Süden an Gerdeswalde und im Westen an Segebadenhau.

Namen der Einwohner

1 . Petter Bolik
2 . Ertmann Kröger, Häker und Jürgen Appelmann, Kuhhirt. Sie geben wie andere Kopfsteuer3  und besitzen kein Vieh, nur der Häker hat lediglich zwei Pferde.

 R 293   U 206 

Annotationen über Groß Wendorf

Vom Acker

Der Acker in Groß Wendorf ist in drei Schläge aufgeteilt, und wird in drei Schlägen bewirtschaftet. Davon sind die beiden Felder Das Schlag mit Namen Jager oder das Hinrichshagener Feld die besten, sie bestehen aus durchschnittlich guter Bodenart. Das dritte Feld, das an drei Stellen verteilt liegt, die Trumbarg , Kampfeld und Die Wordt heißen, wird nicht immer überall besät, sondern wegen des sandigen Bodens zum Teil so bewirtschaftet, dass sie nach einem Jahr der Saat zwei Jahre ruhen müssen, bevor sie tragen können, weiteres darüber steht in der Ausrechnung. In Klein Wendorf ist der Acker sehr schlecht und besteht aus Sand.

Von Aussaat

In Das Schlag mit Namen Jager können sieben Drömt Roggen an den Enden, die kaltgründig liegen, gesät werden. Wenn es Gerstenschlag ist, säen sie  R 294  vier Drömt Gerste und drei Drömt Hafer, dann wird das Feld überall besät. Das andere, nämlich das Hinrichshagener Feld wird auf dieselbe Weise besät und mit ebenso viel Saat.
Im dritten Feld, das das schlechteste ist, werden sechseinhalb Drömt Roggen gesät, wenn es Sommerfeld ist, drei Drömt Gerste und vier Drömt Hafer. Erbsen säen sie bisweilen einen oder ein paar Scheffel, bisweilen gar nicht, außerdem werden die Felder brach liegen gelassen.

Die Aussaat in Klein Wendorf

Hier gibt es keine besonderen Schläge, sondern der beste Acker wird besät, und der schlechteste zwei bis drei Jahre liegen gelassen. Dort wird darüberhinaus zumeist jährlich bis zu einem Drömt Roggen und einem Drömt Hafer gesät. Dieser Acker ist wirklich sehr schlecht und wird auch nicht gedüngt, da er so weit abgelegen ist.

 U 207 

Von Wiesen

In Groß Wendorf gibt es eine Wiese, die Bäkwisch heißt, die die beste ist.  R 295  Sie wird jedes Jahr eingezäunt, ebenso Rattwisch , die aber so sumpfig ist, dass das Vieh nicht darauf geht, sie trägt aber gut, allerdings Riedgras. Die anderen Wiesen, die in der Umgebung bei den Feldern liegen, werden nicht öfter gemäht als die Felder besät werden. Hier können die Bewohner nach eigenen Angaben 20 Fuder Heu erhalten, doch wie mir scheint, kann schon allein Bäkwisch so viel einbringen.
In Klein Wendorf finden sich keine besonderen Wiesen, nur hier und dort in den Sträuchern. Werden sie gemäht, geben sie bis zu sechs Fuder, manchmal weniger.
Anmerkung: Hier ist anzumerken, dass hier in Groß Wendorf vier fremde Wiesen liegen, eine gehört Mannhagen, von der gut acht Fuder zu erhalten sind, eine weitere gehört der Horster Kirche, die etwa vier bis fünf Fuder abwirft. Der Schmied in Horst besitzt ebenfalls eine, sie ist sehr schlecht und man bekommt von ihr nicht mehr als zwei Fuder. Die vierte Wiese gehört Engelswacht, ist nicht besonders und außerdem mit Sträuchern bestanden. Von ihr kann man nach dem Bericht des dortigen Verwalters zwei oder drei Fuder bekommen.
 R 296   U 208  Die Wiese, die zu Mannhagen gehört, wird von Herrn Güntrak bewirtschaftet. Es wird erzählt, dass sie von Wendorf weggekommen ist, indem vor vielen Jahren, als hier noch Bauern lebten, einer seine Tochter verheiratet und die Wiese seinem Schwiegersohn geschenkt habe. Seitdem ist sie immer so bewirtschaftet worden. Auf ähnliche Weise werden die anderen Wiesen auch von hier fort gekommen sein. Die, die nun der Kirche gehört, soll auch einst ein Bauer, der sich etwas zu Schulden kommen lassen hatte, als Strafe an die Kirche abgetreten haben, sowie ein tief liegendes kleines Ackerstückchen von drei Scheffeln Aussaat.
Auf der Feldmark Klein Wendorfs liegt auch eine Wiese, die zu Mannhagen gehört, von etwa drei Fudern, die mit Strauchwerk bestanden ist. Sie wird von Herrn Normann bewirtschaftet. Wie sie von Wendorf abgetreten wurde, ist dem Verwalter nicht bekannt.

Von Weideland

Die Weide ist hier eigentlich gut genug, doch ist anzumerken, dass ein recht großes Stück seit alters her gemeinsam mit dem Kirchdorf Horst genutzt wurde, die Fuhlwisch heißt. Doch wie die Bauern in Horst die Grenzen darüber ausweisen,  R 297  soll ein großer Teil des wüsten Ackers gemeinsam genutzt worden sein, was so nicht zu gewesen sein scheint. Sie geben auch zu, die Westgrenze zwischen der Allmende und Groß Wendorf nicht zu kennen, sondern sie nach eigenem Ermessen festgelegt zu haben, so dass sie den größten Nutzen davon haben.

Von Vieh

Der Pächter muß zehn Pferde und 30 Tiere Großvieh halten, zusammen mit den 250 Schafen. Einst waren es 300, aber 50 sind gestorben. Brennholz gibt es hier genug zum Hausbedarf, doch nichts von besonderem Wuchs außer Sträuchern und Gebüsch.

 U 209 

Von Abgaben

Der Verwalter leistet im Jahr insgesamt 40 Rtlr Hufensteuer4 , die er von der Pacht kürzt, an Nebenmodus5  gibt er zwölf Rtlr. Doch kann ich diese Angaben nicht anhand der Scheine überprüfen, denn die Quittungen hat er dem Sekretär Hermanni in Greifswald gegeben,  R 298  der sie einfordert.

Vom Gesinde

Nr. 1 muß einen Schäferknecht oder Schäfer halten, zwei Mägde und einen Arbeitsknecht, sowie den Häker.

 R 299   U 210 

Arealausrechnung von Wendorf und dem wüsten Hof Klein Wendorf; diese wurden zusammen berechnet, da niemand die Grenze dazwischen kennt

Der Acker A

war in diesem Jahr Winterfeld und besteht aus folgenden Bodenarten

Das Schlag mit Namen Jager

[Ab, Ac]   38M 90R
Aa , eben liegender Lehmhumus, recht gut  21M 240R
Ab , niedrig liegender Lehmhumus  16M 150R

B. War dieses Jahr Sommerfeld, heißt Hinrichshagener Feld besteht aus folgenden Bodenarten

[B]   23M 180R
Ba , durchschnittlich guter Lehmhumus, hoch liegend  10M 150R
Bb , noch ein Stück von gleicher Bodenart  5M 150R
Bd , zwei Stücke niedrig liegender Lehmhumus  3M 210R
Be , sandhaltiger Lehmhumus  3M 270R

C. war dieses Jahr Brache, besteht aus folgenden Bodenarten

[C]   39M 90R
Ca , sandhaltiger Lehmhumus  19M
Cb , magerer Sandhumus, der nicht jedes Jahr besät wird  3M 60R
 R 300 Cc , Trumbarg , besteht aus sandhaltigem Lehmhumus  13M 180R
Cd , niedrig liegender Lehmhumus, Die Wordt genannt, mit einem kleinen Kamp oder einer Wurt6  dabei  3M 150R

[Da, Db]   3M 75R
Da , ein Ackerkamp aus Sandhumus bei der Grenze zu Segebadenhau, gehört dem Müller in Horst  2M 150R
Db , ein Stück ebenso tief liegender Acker, gehört zur Kirche in Horst, wird manchmal als Acker, manchmal als Wiese genutzt  225M

Wüster Acker

[Dc, Dd]   9M 195R
Dc , alter wüster Acker mit Heide bewachsen, bei der Horster Drift  4M 195R
Dd , zwei Stücke wüster Acker von guter Graswiese, niedrig liegend, kann in trockenen Jahren recht gut bewirtschaftet werden, denn es scheint, er ist nicht so alt wie die anderen  5M

 R 301   U 211 

Wiese

[E]  [Heuertrag] 40 Fuder  46M 265R
Ea , Bäkwisch , eine sumpfige Wiese, gut und ertragreich, die jedes Jahr gemäht wird  16M
Eb , festere Wiese, die an zwei Stellen nicht so ertragreich ist  6M 60R
Ec , durchschnittliche Wiese, teils etwas sumpfig  3M 135R
Ed , niedrige Wiese, nicht besonders ertragreich  3M 270R
Ee , eine Wiese, die früher niedriger Acker war, kein besonderer Graswuchs  8M
Eh , zwei kleine Grasflecken bei den Feldern Ac und Ca  1M
Ef , eine Wiese beim Feld Turmbarg , die nur gemäht wird, wenn das Feld besät wird  5M 240R
Eg , sumpfige Wiese, kann durchaus jedes Jahr gemäht werden, heißt Rattwisch  2M 160R

Wüstes Anwesen Klein Wendorf

Acker

[Acker gesamt]   26M 80R
F , magerer Sandhumus  21M 30R
 R 302 Ga , zwei Stücke sehr magerer Sand, nahezu unbrauchbar  5M 150R
H , wüster Acker, an drei Stellen mit Heide bewachsen, teils auch mit Kiefern  31M 150R

Wiese

[J, Ja]  [Heuertrag] 10 Fuder  48M 135R
J , drei buschige Wiesen, die lediglich hier und dort zwischen den Sträuchern gemäht werden  46R 225R
Ja , vier schlechte Wiesenstreifen beim Acker  1M 210R

Jb , eine buschige Wiese bei der Grenze zu Mannhagen, die zu Mannhagen gehört  4M 135R

Fremde Wiesen in Groß Wendorf

[K]   21M 255R
Ka , Horster Kirchwisch , buschige Riedgraswiese,  2M 240R
Kb , eine Wiese von gleicher Güte, gehört zu Engelswacht, beinhaltet  1M 195R
Kc , Horster Schmiedewisch von gleicher Art, macht  2M 150R
Kd , Mannhäger Wisch , auch von dieser Art  6M 270R
Ke , zwei kleine Wiesen, die dem Müller in Horst gehören und bei seinem Ackerkamp liegen  1M 195R
Anmerkung: Sie ergeben 20 Fuder Heuertrag.7 

 R 303   U 212 

[L, M]   237M 30R

L Wald und Weideland

La , hohe Hügel, die mit Heide bewachsen sind, könnte alter wüster Acker sein, doch konnte mir keiner darüber Auskunft geben, beinhaltet  19M 45R
Lb , niedrigeres schlechtes Heideland, das, so scheint es mir, in älteren Zeiten Acker gewesen ist, doch kann man nicht sehen, wie weit er ging. Daher ist es hier bei der Weide mitaufgeführt. Zu bemerken ist außerdem, dass es an einigen Stellen noch als Acker zu nutzen wäre, wo es von sandigerem Grund ist  109M 225R
Lc , sumpfiges, schlechtes, morastiges Weideland, heißt Koowisch  22M 165R
Ld , sind zwei Moraste, der eine heißt Trummoor , der andere Horster Moor , beinhalten  22M 75R
 R 304 Ln , eine Weidekoppel bei den Häusern  4M 30R
p , sind sieben Grastümpel im Heideland, sowie drei niedrige Flecken bei der Grenze zu Jager und einer bei der allgemeinen Weide, macht  5M 165R

M Wald

Ma , Kampholz , kleiner dicht bewachsener Erlenwald bei der Grenze zu Gerdeswalde  5M 135R
Mb , zwei Erlen- und Birkenbrüche mit einigen jungen Eichen hier und dort, der eine liegt zwischen dem Kampfeld und dem Bach, der andere unten bei Klein Wendorf  27M 285R
Mc , drei feste Plätze, die mit Sträuchern bewachsen sind, der eine bei der Grenze zu Jager, der andere bei der Wiese Jd, beinhalten mit dem im Kampfeld  4M 180R
[Mc]  Noch ein Stück in Rattwisch mit der gleichen Bezeichnung,  1M 120R
 R 305 Md , Erlenbüsche auf niedrigem Land, gute Weide, ergibt an vier Stellen  12M 210R
Mc , einige Kiefern auf der Weide bei der Grenze zu Jeeser  1M 195R

 U 213 

Allgemeine Weide von Horst und Groß Wendorf nach der Angabe der Einwohner von Horst

[N]   117M 105R
Na , ein hoher Hügel, der mit Heide bewachsen ist, beinhaltet  8M 255R
Nb , zwei Stücke eben liegendes Heideland, das früher zum Teil Acker gewesen zu sein scheint  26M 45R
Nc , Fuhlwisch , sumpfiges Weideland bei der Heide, wo das Zeichen Symbol 36  steht, befinden sich Erlenbüsche darauf  55M 15R
Nd , eine Trift8 , Horster Drift genannt, wo die Bewohner von Horst ihr Vieh auf die Weide treiben, macht  6M 210R
 R 306 Ne , ein Erlenbruch bei der Grenze zu Segebadenhau, den die Bewohner Wendorfs nicht für sich beanspruchen, und die Segebadenhauer haben ihre Grenze ebenfalls auf der anderen Seite angegeben. Er liegt also zwischen beiden Orten und ich bekam keine Auskunft darüber, wem er nun gehöre, beinhaltet an zwei Stellen  20M 180R
Die Hälfte der gesamten Summe von 117M 105R wird hier aufgeführt, ergibt 58M 77 1/2 R

Hofstellen

[Hofstellen zusammen]   4M 240R
Symbol 29  Hofstellen
T , zwei Obstgärten, bestehen zumeist aus unfruchtbaren Bäumen
Symbol 87 , der Weg durch das Dorf

O , Blenck See , ein kleiner See im Horster Moor , beinhaltet  1M 15R

Summe

Acker: 173M 180R
Wüster Acker: 41M 45R
Wiese: 95M 135R
Heufuder: 50
Wald und Weideland: 295M 107 1/2R
Hofstellen, Obst- und Gemüsegärten: 4M 240R
Seen und Fischgewässer: 1M 15R

 RRev 307   URev 321 

Am 25. Mai 1704 sind Groß und Klein Wendorf revidiert und wie folgt befunden worden

Neuer Acker, der seit der letzten Vermessung aufgebrochen wurde

[Da, Db, Ll, N2]   25M 270R
Da , war lange Acker, gehört dem Müller in Horst
Db , ebenso, gehört der Horster Kirche
Dd , zwei Stücke, ganz und gar aufgebrochen, bestehen aus etwas tief liegender Sanderde, wird in drei Schlägen bewirtschaftet bei Feld B  5M
Ll , drei Stücke von Lb aufgebrochen, besteht aus magerem Sand, kann lediglich jedes dritte bis fünfte Jahr besät werden  14M 120R
N2 , zwei Stücke von Nb aufgebrochen, von gleicher Beschaffenheit und Bewirtschaftung wie Ll, an Fläche  6M 150R
Die Kirche in Horst besitzt auf den Feldern ein Ackerstückchen, das mit Db, und eine Wiese, die mit Ka bezeichnet ist, die bei der vorherigen Vermessung berechnet und ausgeteilt wurden.

 RRev 308   URev 322 

Beschreibung des übrigen wüsten Ackers

Dc , liegt nun wie früher wüst, besteht aus etwas tief liegendem roten Sand, mit Heide und Wacholderbüschen bewachsen, könnte zur Not aufgebrochen werden.
Lb , zwei Stück von Lb, mit N3 bezeichnet, bestehen aus ebener magerer Sanderde, mit Heide bewachsen, könnten wohl aufgebrochen werden, doch nicht öfter als jedes dritte bis fünfte Jahr besät werden  21M 120R
Nb , ein Stück von Nb mit N4 bezeichnet, hat dieselbe Beschaffenheit wie 3, doch der Verwalter gibt an, dass er es nicht als Schafweide entbehren kann.  12M 60R

In Klein Wendorf ist seit der letzten Vermessung nichts aufgebrochen worden

Beschreibung des wüsten Ackers

Jl , liegt nun wie früher auch wüst und besteht aus magerem, losem Sand, der einige Kuhlen und einige tiefe Flecken aufweist, ist mit kurzer Heide bewachsen, scheint größtenteils nicht als Acker nutzbar zu sein  33M 180R

Summe

Neuer Acker: 20M 270R

Bestandssignaturen: anzeigen
Übersetzung: 2011, Dr. Michael Busch
Namen der Landmesser:
Hauptvermessung: Abraham Hesselgreen
Revision:
Anmerkungen:

1 Über den Vermesser findet sich keine Angabe. Höchst wahrscheinlich aber wurde Wendorf von Abraham Hesselgreen vermessen, da es zusammen mit Mesekenhagen aufgenommen wurde, das Hesselgreen nachweislich vermessen hat.

2  Die übliche Steuerform in Vorpommern war die Besteuerung des ländlichen Grund- und des städtischen Hausbesitzes, der so genannte Hufen- und Häusermodus. Da die Landschaft nur die überholte Kahldensche Matrikel aus dem Jahre 1631 besaß und da die Arbeit an einer neuen Hufenmatrikel mehrfach gescheitert war, einigten sich die Stände 1658 in Anklam auf eine Übergangsregelung, nach der die Steuern bis auf weiteres verteilt werden sollten. Sie legten einen fiktiven Bestand von 10 000 Hufen (reduzierte Hufen) zugrunde, von dem die Ritterschaft und die Ämter im Verhältnis 5:2 die eine Hälfte und die Städte die andere Hälfte übernahmen. Eine Steuereinheit der reduzierten Hufe entsprach für die Ämter 3 Landhufen, für die Städte 2 1/2 Landhufen. Dähnert, Johann Carl: Platt-Deutsches Wörter-Buch nach der alten und neuen Pommerschen und Rügischen Mundart, Stralsund 1781, S. 459.

3  Das Kopfgeld ist eine Personensteuer, eine Abgabe an die Obrigkeit, die jeder Einwohner zu entrichten hatte, wobei die Höhe der Abgabe sich nach dem jeweiligen Stand der Person richtete.  Krünitz, Johann Georg: Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft, Bd 44. Berlin 1788. Sp. 34ff.

4  Hufensteuer bezeichnet die Steuer, die von den Feldern nach Hufen gerechnet gezahlt wird. Krünitz, D. Johann Georg: Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft, Bd 25. Berlin 1782. Sp. 602 ff.

5  Nebenmodus: eine besondere Kopfsteuer (Personen- und Viehsteuer), die 1681 von der pommerschen Regierung zur Finanzierung der Landesverteidigung erhoben wurde. Sie betraf alle nicht possessionierten Leute, die im Bereich der städtischen und adligen Güter ansässig waren.  Olesen, Jens: Auswirkungen der dänischen Herrschaft auf Verständnis und Praxis der Tribunatstätigkeit, in: Alvermann, Dirk und Regge, Jürgen (Hg.): Justitia in Pommern, Berlin 2004, S. 124 -126.

6  Worte, Wurte, Wortland In Pommern ein kleines zu einem Haus oder einem Katen gelegenes Stück Land, das von dem übrigen Dorfacker abgesondert ist.  Busch, Michael: Krieg-Krise-Absolutismus. Die Entstehung königlicher Alleinherrschaft in Dänemark und Schweden. Ein Vergleich. In: Wegner, Bernd (Hg.): Wie Kriege enden. Wege zum Frieden von der Antike bis zur Gegenwart, Paderborn, München, Wien, Zürich 2000, S. 93-120, hier S. 106-109.

7 Die Anmerkung bezieht sich auf die Wiesen Jb bis Ke.

8  In der Landwirtschaft ein breiter, gemeiniglich eingeschlossener Weg, auf welchem das Vieh von der Weide getrieben wird, in welcher Bedeutung es im Hochdeutschen am gewöhnlichsten ist: Die Viehtrift, der Viehweg, Treibeweg. 2) Der Ort, auf welchen das Vieh zur Weide getrieben wird. In weiterer Bedeutung führt jeder Ort dieser Art den Namen Trift, in engerer aber nur das Brachfeld, in so fern es dem Vieh zur Weide dient, zum Unterschied von der Weide.  Wehrmann, Martin: Geschichte der Stadt Stettin, Stettin 1911, ND Frankfurt a. M. 1979, S. 276ff.