Beschreibung von Groß Wendorf sowie des wüsten Anwesens Klein Wendorf1
Dieses Dorf liegt im Kirchspiel Horst und gehört unter die Horster Vogtei. Beide Anwesen hat der Pächter Peter Bolik für 120 Rtlr gepachtet, er wird für anderthalb reduzierte Hufe2 und sechs Morgen versteuert. Im Norden grenzt das Dorf an Jeeser, im Osten an Jager, im Süden an Gerdeswalde und im Westen an Segebadenhau.
Namen der Einwohner
1 . Petter
Bolik
2 . Ertmann Kröger, Häker und Jürgen
Appelmann, Kuhhirt. Sie geben wie andere Kopfsteuer3 und besitzen kein Vieh, nur der Häker hat lediglich zwei Pferde.
Annotationen über Groß Wendorf
Vom Acker
Der Acker in Groß Wendorf ist in drei Schläge aufgeteilt, und wird in drei Schlägen bewirtschaftet. Davon sind die beiden Felder Das Schlag mit Namen Jager oder das Hinrichshagener Feld die besten, sie bestehen aus durchschnittlich guter Bodenart. Das dritte Feld, das an drei Stellen verteilt liegt, die Trumbarg , Kampfeld und Die Wordt heißen, wird nicht immer überall besät, sondern wegen des sandigen Bodens zum Teil so bewirtschaftet, dass sie nach einem Jahr der Saat zwei Jahre ruhen müssen, bevor sie tragen können, weiteres darüber steht in der Ausrechnung. In Klein Wendorf ist der Acker sehr schlecht und besteht aus Sand.
Von Aussaat
In Das Schlag mit Namen Jager können sieben Drömt Roggen an den Enden, die kaltgründig liegen, gesät werden. Wenn es Gerstenschlag ist, säen sie R 294 vier Drömt Gerste und drei Drömt Hafer, dann wird das Feld überall besät. Das andere, nämlich das Hinrichshagener Feld wird auf dieselbe Weise besät und mit ebenso viel Saat.
Im dritten Feld, das das schlechteste ist, werden sechseinhalb Drömt Roggen gesät, wenn es Sommerfeld ist, drei Drömt Gerste
und vier Drömt Hafer. Erbsen säen sie bisweilen einen oder ein paar Scheffel, bisweilen gar nicht, außerdem werden die Felder
brach liegen gelassen.
Die Aussaat in Klein Wendorf
Hier gibt es keine besonderen Schläge, sondern der beste Acker wird besät, und der schlechteste zwei bis drei Jahre liegen gelassen. Dort wird darüberhinaus zumeist jährlich bis zu einem Drömt Roggen und einem Drömt Hafer gesät. Dieser Acker ist wirklich sehr schlecht und wird auch nicht gedüngt, da er so weit abgelegen ist.
U 207Von Wiesen
In Groß Wendorf gibt es eine Wiese, die Bäkwisch heißt, die die beste ist. R 295 Sie wird jedes Jahr eingezäunt, ebenso Rattwisch , die aber so sumpfig ist, dass das Vieh nicht darauf geht, sie trägt aber gut, allerdings Riedgras. Die anderen Wiesen,
die in der Umgebung bei den Feldern liegen, werden nicht öfter gemäht als die Felder besät werden. Hier können die Bewohner
nach eigenen Angaben 20 Fuder Heu erhalten, doch wie mir scheint, kann schon allein Bäkwisch so viel einbringen.
In Klein Wendorf finden sich keine besonderen Wiesen, nur hier und dort in den Sträuchern. Werden sie gemäht, geben sie bis
zu sechs Fuder, manchmal weniger.
Anmerkung: Hier ist anzumerken, dass hier in Groß Wendorf vier fremde Wiesen liegen, eine gehört Mannhagen, von der gut acht
Fuder zu erhalten sind, eine weitere gehört der Horster Kirche, die etwa vier bis fünf Fuder abwirft. Der Schmied in Horst
besitzt ebenfalls eine, sie ist sehr schlecht und man bekommt von ihr nicht mehr als zwei Fuder. Die vierte Wiese gehört Engelswacht,
ist nicht besonders und außerdem mit Sträuchern bestanden. Von ihr kann man nach dem Bericht des dortigen Verwalters zwei
oder drei Fuder bekommen.
R 296
U 208 Die Wiese, die zu Mannhagen gehört, wird von Herrn Güntrak bewirtschaftet. Es wird erzählt, dass sie von Wendorf weggekommen
ist, indem vor vielen Jahren, als hier noch Bauern lebten, einer seine Tochter verheiratet und die Wiese seinem Schwiegersohn
geschenkt habe. Seitdem ist sie immer so bewirtschaftet worden. Auf ähnliche Weise werden die anderen Wiesen auch von hier
fort gekommen sein. Die, die nun der Kirche gehört, soll auch einst ein Bauer, der sich etwas zu Schulden kommen lassen hatte,
als Strafe an die Kirche abgetreten haben, sowie ein tief liegendes kleines Ackerstückchen von drei Scheffeln Aussaat.
Auf der Feldmark Klein Wendorfs liegt auch eine Wiese, die zu Mannhagen gehört, von etwa drei Fudern, die mit Strauchwerk
bestanden ist. Sie wird von Herrn Normann bewirtschaftet. Wie sie von Wendorf abgetreten wurde, ist dem Verwalter nicht bekannt.
Von Weideland
Die Weide ist hier eigentlich gut genug, doch ist anzumerken, dass ein recht großes Stück seit alters her gemeinsam mit dem Kirchdorf Horst genutzt wurde, die Fuhlwisch heißt. Doch wie die Bauern in Horst die Grenzen darüber ausweisen, R 297 soll ein großer Teil des wüsten Ackers gemeinsam genutzt worden sein, was so nicht zu gewesen sein scheint. Sie geben auch zu, die Westgrenze zwischen der Allmende und Groß Wendorf nicht zu kennen, sondern sie nach eigenem Ermessen festgelegt zu haben, so dass sie den größten Nutzen davon haben.
Von Vieh
Der Pächter muß zehn Pferde und 30 Tiere Großvieh halten, zusammen mit den 250 Schafen. Einst waren es 300, aber 50 sind gestorben. Brennholz gibt es hier genug zum Hausbedarf, doch nichts von besonderem Wuchs außer Sträuchern und Gebüsch.
U 209Von Abgaben
Der Verwalter leistet im Jahr insgesamt 40 Rtlr Hufensteuer4 , die er von der Pacht kürzt, an Nebenmodus5 gibt er zwölf Rtlr. Doch kann ich diese Angaben nicht anhand der Scheine überprüfen, denn die Quittungen hat er dem Sekretär Hermanni in Greifswald gegeben, R 298 der sie einfordert.
Vom Gesinde
Nr. 1 muß einen Schäferknecht oder Schäfer halten, zwei Mägde und einen Arbeitsknecht, sowie den Häker.
R 299 U 210Arealausrechnung von Wendorf und dem wüsten Hof Klein Wendorf; diese wurden zusammen berechnet, da niemand die Grenze dazwischen kennt
Der Acker A
war in diesem Jahr Winterfeld und besteht aus folgenden Bodenarten
Das Schlag mit Namen Jager
[Ab, Ac]
38M 90R
Aa , eben liegender Lehmhumus, recht
gut
21M 240R
Ab , niedrig liegender Lehmhumus
16M 150R
B. War dieses Jahr Sommerfeld, heißt Hinrichshagener Feld besteht aus folgenden Bodenarten
[B]
23M 180R
Ba , durchschnittlich guter
Lehmhumus, hoch liegend
10M 150R
Bb , noch ein Stück von gleicher
Bodenart
5M 150R
Bd , zwei Stücke niedrig liegender
Lehmhumus
3M 210R
Be , sandhaltiger Lehmhumus
3M 270R
C. war dieses Jahr Brache, besteht aus folgenden Bodenarten
[C]
39M 90R
Ca , sandhaltiger Lehmhumus
19M
Cb , magerer Sandhumus, der nicht
jedes Jahr besät wird
3M 60R
R 300 Cc , Trumbarg , besteht aus sandhaltigem
Lehmhumus
13M 180R
Cd , niedrig liegender Lehmhumus,
Die Wordt genannt, mit einem kleinen Kamp oder einer Wurt6 dabei
3M 150R
[Da, Db]
3M 75R
Da , ein Ackerkamp aus Sandhumus
bei der Grenze zu Segebadenhau, gehört dem Müller in Horst
2M 150R
Db , ein Stück ebenso tief
liegender Acker, gehört zur Kirche in Horst, wird manchmal als Acker, manchmal als Wiese genutzt
225M
Wüster Acker
[Dc, Dd]
9M 195R
Dc , alter wüster Acker mit Heide
bewachsen, bei der Horster Drift
4M 195R
Dd , zwei Stücke wüster Acker von
guter Graswiese, niedrig liegend, kann in trockenen Jahren recht gut bewirtschaftet werden, denn es scheint, er ist nicht
so
alt wie die anderen
5M
Wiese
[E]
[Heuertrag] 40 Fuder
46M 265R
Ea , Bäkwisch , eine sumpfige Wiese, gut und ertragreich, die jedes Jahr gemäht wird
16M
Eb , festere Wiese, die an zwei
Stellen nicht so ertragreich ist
6M 60R
Ec , durchschnittliche Wiese, teils
etwas sumpfig
3M 135R
Ed , niedrige Wiese, nicht besonders
ertragreich
3M 270R
Ee , eine Wiese, die früher niedriger
Acker war, kein besonderer Graswuchs
8M
Eh , zwei kleine Grasflecken bei den
Feldern Ac und Ca
1M
Ef , eine Wiese beim Feld Turmbarg , die nur gemäht wird, wenn das Feld besät wird
5M 240R
Eg , sumpfige Wiese, kann durchaus
jedes Jahr gemäht werden, heißt Rattwisch
2M 160R
Wüstes Anwesen Klein Wendorf
Acker
[Acker gesamt]
26M 80R
F , magerer Sandhumus
21M 30R
R 302 Ga , zwei Stücke sehr magerer Sand, nahezu unbrauchbar
5M 150R
H , wüster Acker, an drei Stellen
mit Heide bewachsen, teils auch mit Kiefern
31M 150R
Wiese
[J, Ja]
[Heuertrag] 10 Fuder
48M 135R
J , drei buschige Wiesen, die
lediglich hier und dort zwischen den Sträuchern gemäht werden
46R 225R
Ja , vier schlechte Wiesenstreifen
beim Acker
1M 210R
Jb , eine buschige Wiese bei der Grenze zu Mannhagen, die zu Mannhagen gehört 4M 135R
Fremde Wiesen in Groß Wendorf
[K]
21M 255R
Ka , Horster Kirchwisch , buschige Riedgraswiese,
2M 240R
Kb , eine Wiese von gleicher Güte,
gehört zu Engelswacht, beinhaltet
1M 195R
Kc , Horster Schmiedewisch von gleicher Art, macht
2M 150R
Kd , Mannhäger Wisch , auch von dieser Art
6M 270R
Ke , zwei kleine Wiesen, die dem
Müller in Horst gehören und bei seinem Ackerkamp liegen
1M 195R
Anmerkung: Sie ergeben 20 Fuder Heuertrag.7
[L, M] 237M 30R
L Wald und Weideland
La , hohe Hügel, die mit Heide
bewachsen sind, könnte alter wüster Acker sein, doch konnte mir keiner darüber Auskunft geben, beinhaltet
19M 45R
Lb , niedrigeres schlechtes
Heideland, das, so scheint es mir, in älteren Zeiten Acker gewesen ist, doch kann man nicht sehen, wie weit er ging. Daher
ist es hier bei der Weide mitaufgeführt. Zu bemerken ist außerdem, dass es an einigen Stellen noch als Acker zu nutzen
wäre, wo es von sandigerem Grund ist
109M 225R
Lc , sumpfiges, schlechtes,
morastiges Weideland, heißt Koowisch
22M 165R
Ld , sind zwei Moraste, der eine
heißt Trummoor , der andere Horster Moor
, beinhalten
22M 75R
R 304 Ln , eine Weidekoppel bei den Häusern
4M 30R
p , sind
sieben Grastümpel im Heideland, sowie drei niedrige Flecken bei der Grenze zu Jager und einer bei der allgemeinen Weide,
macht
5M 165R
M Wald
Ma , Kampholz , kleiner dicht bewachsener Erlenwald bei der Grenze zu
Gerdeswalde
5M 135R
Mb , zwei Erlen- und Birkenbrüche
mit einigen jungen Eichen hier und dort, der eine liegt zwischen dem Kampfeld und
dem Bach, der andere unten bei Klein Wendorf
27M 285R
Mc , drei feste Plätze, die mit
Sträuchern bewachsen sind, der eine bei der Grenze zu Jager, der andere bei der Wiese Jd, beinhalten mit dem im Kampfeld
4M 180R
[Mc]
Noch ein Stück in Rattwisch mit der gleichen
Bezeichnung,
1M 120R
R 305 Md , Erlenbüsche auf niedrigem Land, gute Weide, ergibt an vier Stellen
12M 210R
Mc , einige Kiefern auf der Weide
bei der Grenze zu Jeeser
1M 195R
Allgemeine Weide von Horst und Groß Wendorf nach der Angabe der Einwohner von Horst
[N]
117M 105R
Na , ein
hoher Hügel, der mit Heide bewachsen ist, beinhaltet
8M 255R
Nb , zwei Stücke eben liegendes
Heideland, das früher zum Teil Acker gewesen zu sein scheint
26M 45R
Nc , Fuhlwisch , sumpfiges Weideland bei der Heide, wo das Zeichen
steht, befinden sich
Erlenbüsche darauf
55M 15R
Nd , eine Trift8 , Horster Drift genannt, wo die Bewohner von Horst ihr Vieh auf die Weide
treiben, macht
6M 210R
R 306 Ne , ein Erlenbruch bei der Grenze zu Segebadenhau, den die
Bewohner Wendorfs nicht für sich beanspruchen, und die Segebadenhauer haben ihre Grenze ebenfalls auf der anderen Seite
angegeben. Er liegt also zwischen beiden Orten und ich bekam keine Auskunft darüber, wem er nun gehöre, beinhaltet an zwei
Stellen
20M 180R
Die Hälfte der gesamten Summe von 117M 105R wird hier aufgeführt,
ergibt 58M 77 1/2 R
Hofstellen
[Hofstellen zusammen]
4M 240R
Hofstellen
T , zwei Obstgärten, bestehen zumeist aus unfruchtbaren Bäumen
, der Weg durch das Dorf
O , Blenck See , ein kleiner See im Horster Moor , beinhaltet 1M 15R
Summe
Acker: 173M 180R
Wüster Acker: 41M 45R
Wiese: 95M 135R
Heufuder: 50
Wald und Weideland: 295M 107 1/2R
Hofstellen, Obst- und Gemüsegärten: 4M 240R
Seen und Fischgewässer: 1M 15R
Am 25. Mai 1704 sind Groß und Klein Wendorf revidiert und wie folgt befunden worden
Neuer Acker, der seit der letzten Vermessung aufgebrochen wurde
[Da, Db, Ll, N2]
25M 270R
Da , war lange Acker, gehört dem
Müller in Horst
Db , ebenso, gehört der Horster
Kirche
Dd , zwei Stücke, ganz und gar
aufgebrochen, bestehen aus etwas tief liegender Sanderde, wird in drei Schlägen bewirtschaftet bei Feld B
5M
Ll , drei Stücke von Lb aufgebrochen,
besteht aus magerem Sand, kann lediglich jedes dritte bis fünfte Jahr besät werden
14M 120R
N2 , zwei Stücke von Nb aufgebrochen,
von gleicher Beschaffenheit und Bewirtschaftung wie Ll, an Fläche
6M 150R
Die Kirche in Horst besitzt auf den Feldern ein Ackerstückchen, das mit Db, und eine Wiese, die mit Ka bezeichnet ist,
die bei der vorherigen Vermessung berechnet und ausgeteilt wurden.
Beschreibung des übrigen wüsten Ackers
Dc , liegt nun wie früher wüst, besteht aus etwas tief liegendem roten Sand, mit Heide und Wacholderbüschen bewachsen, könnte zur
Not aufgebrochen werden.
Lb , zwei Stück von Lb, mit N3
bezeichnet, bestehen aus ebener magerer Sanderde, mit Heide bewachsen, könnten wohl aufgebrochen werden, doch nicht öfter
als
jedes dritte bis fünfte Jahr besät werden
21M 120R
Nb , ein Stück von Nb mit N4
bezeichnet, hat dieselbe Beschaffenheit wie 3, doch der Verwalter gibt an, dass er es nicht als Schafweide entbehren
kann.
12M 60R
In Klein Wendorf ist seit der letzten Vermessung nichts aufgebrochen worden
Beschreibung des wüsten Ackers
Jl , liegt nun wie früher auch wüst und besteht aus magerem, losem Sand, der einige Kuhlen und einige tiefe Flecken aufweist, ist mit kurzer Heide bewachsen, scheint größtenteils nicht als Acker nutzbar zu sein 33M 180R
Summe
Neuer Acker: 20M 270R
1 Über den Vermesser findet sich keine Angabe. Höchst wahrscheinlich aber wurde Wendorf von Abraham Hesselgreen vermessen, da es zusammen mit Mesekenhagen aufgenommen wurde, das Hesselgreen nachweislich vermessen hat.
2 Die übliche Steuerform in Vorpommern war die Besteuerung des ländlichen Grund- und des städtischen Hausbesitzes, der so genannte Hufen- und Häusermodus. Da die Landschaft nur die überholte Kahldensche Matrikel aus dem Jahre 1631 besaß und da die Arbeit an einer neuen Hufenmatrikel mehrfach gescheitert war, einigten sich die Stände 1658 in Anklam auf eine Übergangsregelung, nach der die Steuern bis auf weiteres verteilt werden sollten. Sie legten einen fiktiven Bestand von 10 000 Hufen (reduzierte Hufen) zugrunde, von dem die Ritterschaft und die Ämter im Verhältnis 5:2 die eine Hälfte und die Städte die andere Hälfte übernahmen. Eine Steuereinheit der reduzierten Hufe entsprach für die Ämter 3 Landhufen, für die Städte 2 1/2 Landhufen. Dähnert, Johann Carl: Platt-Deutsches Wörter-Buch nach der alten und neuen Pommerschen und Rügischen Mundart, Stralsund 1781, S. 459.
3 Das Kopfgeld ist eine Personensteuer, eine Abgabe an die Obrigkeit, die jeder Einwohner zu entrichten hatte, wobei die Höhe der Abgabe sich nach dem jeweiligen Stand der Person richtete. Krünitz, Johann Georg: Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft, Bd 44. Berlin 1788. Sp. 34ff.
4 Hufensteuer bezeichnet die Steuer, die von den Feldern nach Hufen gerechnet gezahlt wird. Krünitz, D. Johann Georg: Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft, Bd 25. Berlin 1782. Sp. 602 ff.
5 Nebenmodus: eine besondere Kopfsteuer (Personen- und Viehsteuer), die 1681 von der pommerschen Regierung zur Finanzierung der Landesverteidigung erhoben wurde. Sie betraf alle nicht possessionierten Leute, die im Bereich der städtischen und adligen Güter ansässig waren. Olesen, Jens: Auswirkungen der dänischen Herrschaft auf Verständnis und Praxis der Tribunatstätigkeit, in: Alvermann, Dirk und Regge, Jürgen (Hg.): Justitia in Pommern, Berlin 2004, S. 124 -126.
6 Worte, Wurte, Wortland In Pommern ein kleines zu einem Haus oder einem Katen gelegenes Stück Land, das von dem übrigen Dorfacker abgesondert ist. Busch, Michael: Krieg-Krise-Absolutismus. Die Entstehung königlicher Alleinherrschaft in Dänemark und Schweden. Ein Vergleich. In: Wegner, Bernd (Hg.): Wie Kriege enden. Wege zum Frieden von der Antike bis zur Gegenwart, Paderborn, München, Wien, Zürich 2000, S. 93-120, hier S. 106-109.
7 Die Anmerkung bezieht sich auf die Wiesen Jb bis Ke.
8 In der Landwirtschaft ein breiter, gemeiniglich eingeschlossener Weg, auf welchem das Vieh von der Weide getrieben wird, in welcher Bedeutung es im Hochdeutschen am gewöhnlichsten ist: Die Viehtrift, der Viehweg, Treibeweg. 2) Der Ort, auf welchen das Vieh zur Weide getrieben wird. In weiterer Bedeutung führt jeder Ort dieser Art den Namen Trift, in engerer aber nur das Brachfeld, in so fern es dem Vieh zur Weide dient, zum Unterschied von der Weide. Wehrmann, Martin: Geschichte der Stadt Stettin, Stettin 1911, ND Frankfurt a. M. 1979, S. 276ff.