Beschreibung des Dorfes Jessin, das zwischen dem 11. Juni und 14. Juni des Jahre 1697 geometrisch vermessen wurde1
Jessin ist ein Bauerndorf und liegt sowohl im Distrikt als auch im Kirchspiel Grimmen, eine halbe Meile von der Stadt Grimmen entfernt. Das Dorf grenzt an nachfolgende Dörfer: im Norden an Grellenberg, im Nordosten an Grimmen, im Osten an Vietlipp, im Süden an Dönnie und Borgstedt, im Westen an Leyerhof. Dieses Dorf gehört zu Grellenberg.
Namen der Einwohner
1 . Hans Möller,
Halbbauer.
2 . Jochom Suuk,
Pächter, er hat fünf Hufen gepachtet und gibt 110 Rthl.
3 . Claes Gebel, ein freier Mann, er hat eine Hufe gepachtet und gibt dafür 30 Rthl.
4 . Remer Henfelt, ein alter
Bauer.
5 . Petter Tevis
Bothier, er hat eine halbe Hufe gepachtet und gibt elf Rthl.
6 .
Asmus Nilson, Einlieger.
7 .
Kors Nilson, Einlieger.
8 .
Erman Kisow, Schulz.
9 . Frans Berg, Einlieger.
10 . Christian Folcher, Bauer.
11 .
Die Kate des Hirten.
Arealausrechnung von Jessin
Der Acker wird in vier Schläge geteilt:
A ausgewiesen als das Roggenfeld, es wird Achter Manhagen genannt, besteht aus lehmig-humosem, sandvermischtem, ebenem Land 56M 240R
B: Die Brache
besteht aus folgenden Bodenarten:
[B]
75M 150R
Ba
vier Stücke Sandhumus, lehmvermischt
43M 210R
Bb
schwerer Lehmboden
15M 30R
Bc
schwerer Lehmboden, kürzlich vom wüsten Acker aufgebrochen
16M 210R
[C1a-C1b]
52M 240R
C1a
Hogenfelt , Lehmhumus, etwas sandvermengt
30M 60R
C1b
zwei Stücke schwerer Lehmboden
22M 180R
[C2a-C2b]
40M 210R
C2a
Lehmhumus, sandvermengt, zu den Wiesen hin niedriges Land
28M 30R
C2b
drei Stücke schwerer Lehmboden
12M 180R
D vier Ackerstücke bei den Häusern 2M 105R
Wüster Acker
[E]
227M 30R
Ea
wüster Acker mit kurzem Heidegras bewachsen, von gleicher Güte wie R 237 der bewirtschaftete Acker, drei Stücke durchschnittlich gute Weide
95M 135R
Eb
etwas niedriger, wüster Acker
59M 240R
Ec
wüster Acker mit kurzer Heide und Gras bewachsen, vier Stücke gutes Weideland
71M 255R
Wiesen
[F]
[Ertrag] 64 Heufuder
43M 270R
Fa
zehn Stücke durchschnittlich gute Wiese 41 Heufuder
27M 180R
Fb
durchschnittlich gute, trockene, hoch liegende Wiese, an der Grenze etwas tief liegend 21
Heufuder
14M 210R
Fc
tief liegende, bewachsenen Wiese 2 Heufuder
1M 180R
Viehweide, Wald und Moraste
[Ga-Gf, H]
220M 90R
Ga
fester Boden mit Erlen, Hasel und Espen sowie einigen jungen Eichen bewachsen, ein Teil war
in früheren Zeiten Acker
75M 225R
Gb
drei Stücke niedriges Land mit Erlenbüschen bewachsen
24M 60R
Gc
fünf Grastümpel
7M
R 238 Gd
sumpfiges Land mit jungem Eichen-, Erlen und Haselwald bewachsen
36M 30R
Ge
zwei sumpfige Brüche mit allerhand Laubwald bewachsen
66M 165R
Gf
morastiges Land mit Erlen und Hasel bewachsen
9M
H
ein Tümpel
1M 210R
[J, ö, K ergeben zusammen]
25M 210R
J
das Dorf mit den Grundstücken, auf denen Häuser gebaut sind
ö
wüste Hofstellen
K
Gemüsegärten. Insgesamt
25M 210R
Summe
Acker: 228M 45R
Wüster Acker: 227M 30R
Wiese: 43M 270R
Heufuder: 64 Heufuder
Wald und Weideland: 220M 90R
Hofstellen: 25M 210R
Am 9. Oktober des Jahres 1704 wurde das Dorf Jessin revidiert und wie folgt befunden
Neuer Acker seit der vorigen Vermessung
Ba von Ea aufgebrochen, besteht aus schwarzer, sandvermengter Erde, das übrige hiervon liegt wüst und ist mit Heidekraut bewachsen 1M 240R
Eb liegt noch ganz wüst, besteht aus sandvermischtem Grund und ist zur Kultur nicht geeignet.
Ec liegt ebenfalls noch ganz wüst, besteht aus lehmvermischtem Boden und ist überall bewachsen, zur Kultur nicht geeignet.
Summe
Neuer Acker: 1M 240R
1 Wurde laut Urschrift von Arvid Carlmark vermessen.