Beschreibung des Adelsgutes Bassin1
Bassin gehört einem Schwerin, liegt im Kirchspiel Kirch Baggendorf und im Distrikt Grimmen. Es grenzt im Norden an Quitzin und Splietsdorf, im Westen an Kirch Baggendorf und Wendisch Baggendorf, im Süden an Leyerhof und im Süden an Grellenberg.
Namen der Einwohner
1 . Henning
Johanson
2 . Casten Hehst
3 . Hans Skade
4 . Fredrich Witt
5 . Hans Peter
6 . Hans Buckennorth
7 . Theus Hecht
8 . Balzar Möller
9 . Ihlenfelt
10 . Michel Hag
11 . Kuhhirt
12 . Peter Han
13 . Andreas Schuster
Arealausrechnung von Bassin
Der Acker liegt in vier Feldern
A. heißt Karken Schlag
[A]
129M 60R
Aa , Sandacker, mageres Land
67M 90R
Ab , guter, hoch liegender
Humusacker
32M 270R
Ac , sandhumushaltiger Boden
22M 210R
Ad , sandhaltiger Humusacker
6M 90R
B. Eichschlag
[B]
85M 180R
Ba , etwas sandhaltige
Humuserde
74M
Bb , Im Monchen , gute Humuserde
11M 180R
C. Österschlag
[C]
101M 240R
Ca , Humusacker, etwas hoch liegend
und sandvermischt
75M 30R
Cb , niedrigerer Sandhumus
20M 30R
Cd , gutes, etwas sandvermengtes
Humusland
6M 180R
D. Rigenschlag
[D]
90M 240R
Da , Humusacker, gut hoch liegend
und etwas sandvermischt
58M 120R
Db , niedrigerer
Sandhumusacker
21M 120R
Dc , neu aufgebrochener
Sandhumusacker
11M
Wüster Acker
[E]
180M 240R
Ea , hoher, mit Heide überwucherter
Berg, war in früheren Zeiten Acker
47M 60R
Eb , alter wüster Acker, der mit
kurzem Heidekraut bewachsen ist, kann durchaus zum größten Teil aufgebrochen werden
99M 120R
Ec , alter tief liegender wüster Acker
von kaltem Grund
6M 30R
Ed , alter, mit Heide bewachsener
wüster Acker, kann aufgebrochen werden
28M 30R
Wiese
[F]
58M 240R
Fa , vier sumpfige Wiesenflecken im
Acker
5M 90R
R 172 Fb , drei sumpfige, morastige Wiesen von grobem Grasbewuchs und an einigen Stellen mit Sträuchern bestanden
44M
Fc , Rügenwisch ist eine feste Wiese, die zum Wald hin etwas bewachsen ist
9M 150R
Heufuderzahl
Beläuft sich auf diesen Wiesen auf ein Fuder pro Morgen, ergibt also 58 Fuder.
Wald und Weideland
[G]
222M 240R
Ga , vier
Tümpel und Sölle
6M 30R
Gb , drei
Waldstreifen im Acker, ebenso zwei kleine
3M 30R
Gc , drei
Moraste im wüsten Acker und in der Weide
17M 30R
Gd , Eichenwald mit Haselbüschen vermengt bei der Grenze zu Grellenberg, sowie ein anderes Stück beim Mönken Camp
18M 90R
Gf , Heideland, hier und dort mit einigen Laubbüschen bewachsen, gute Viehweide
66M 60R
R 173 Gh , feste, flache und baumlose Weide
5M
Gi , Im Koppel , ein schöner Eichenwald, zwischen den Eichen mit Espen und
Haselbüschen bewachsen
56M 270R
Gk , sechs
Moräste, die mit Erlenbüschen und Weiden bewachsen sind
32M 120R
Gl , Up
den Hop , eine feste und unbewachsene Weide
17M 210R
Hofstellen
Ha , das Dorf mit den Wegen und den Gemüse- und anderen Gärtchen, sowie einem alten Friedhof 23M 180R
Fischgewässer
Ja , die
Trebel , die ein fischreicher Strom ist und hier vorbei fließt, hierher gehört
davon die Hälfte, die andere zu Quitzin, an Fläche
6M 240R
Summe
Acker: 407M 120R
Wüster Acker: 180M 240R
Wiese: 58M 240R
Heufuder: 58
Wald und Weideland: 222M 240R
Hofstellen: 23M 180R
Fischgewässer: 6M 240R
Arealausrechnung eines strittigen Streifen Lands, der von Leyerhof besessen und bewirtschaftet wird und bei der Landvermessung im Jahre 1696 vom Eigentümer Wendisch Baggendorfs, Oberstleutnant Mevius, beansprucht worden ist
Als die Landvermessung in Wendisch Baggendorf vorgenommen wurde, wurde mir von Oberstleutnant Mevius ein Krüger aus Kirch
Baggendorf mit Namen Hans Harder gesandt, der Auskunft über den strittigen Ort geben sollte, da ihm darüber von einem alten
Mann aus
Mecklenburg berichtet worden war, der hier vor einigen Jahren auf dem Gut gelebt hatte. Damals war er von seiner Herrschaft,
dem
Oberstleutnant, zu eben diesem Mann gesandt worden, um herauszubekommen, wie es sich mit den Grenzen dieses Dorfes recht verhalte.
Dieser Mann aus Mecklenburg erstellte für ihn eine Abhandlung, nach der die Grenze, wie im Folgenden angeführt wird, verläuft:
Zuerst zeigte mir der Krüger den Platz, wo der Streit seinen Ausgang nähme, der sich etwas nördlich der Grenze zwischen Wendisch
Baggendorf und Leyerhof auf ihrem Kirchweg befand, dort wo es auf der Karte mit α bezeichnet ist. Er sagte, von dort sei ein
eingefallener Graben im Moor, der Im Motel genannt worden wäre, die Grenze. R 175 Der Graben verlief von α zum Zeichen
im Morast vom einen
Ende, und von β bis zum Z auf dem ganzen Weg zum anderen Ende. Zwar war im Morast alles versunken, doch wurde die Grenze nach
diesen
Zeichen eingezeichnet, denn die Grenze durch den Morast wurde mit Ästen gekennzeichnet, wie in der Karte an den kleinen Nullen
zu
sehen ist. Vom Ort β verläuft die Grenze in einem Lauf zwischen den Ackerfeldern zuerst zu einem Stein bei γ , folgt dann
dem
gleichen Streifen bis zu einem Stein bei einem Dornenbusch, ganz in der Nähe beim Weg nach Bassin, bei δ . Dann folgt sie
dem
kleinen Graben der durch den Ackerstreifen läuft, bis zu einem ziemlich spitzen Stein, der umgefallen ist, und mit ε bezeichnet
ist.
Dann verläuft die Grenze mitten über den Acker, der Achter den Bullenstall heißt, erst wird
sie mit einem Stein bei Z kenntlich gemacht, dann mit einem bei H. Von dort führte er die Grenze über den wüsten Acker zu
einem Stab
bei der Grenze zu Kirch Baggendorf bei
, wo der wüste Acker auch etwas höher liegt, wie auch der Acker und die
Furchen sich von alten Zeiten her noch unterscheiden. Von dort verläuft die Grenze geradewegs zu dem Platz bei K, wo Kirch-
und
Wendisch Baggendorfs Grenzen R 176 von Westen herein kommen, sowie Bassin, und
man meint, sie würden mit denen von Leyerhof zusammenstoßen.
Schwerin, der diesen Ort strittig macht, wieder auf Leyerhof,
behauptet diesen strittigen Ort über 300 Jahre unbehelligt besessen zu haben, was er mit schriftlichem Beleg beweisen könne.
Auch
hatte er eine Menge alter Schriften, die er vor mir ausbreitetete, die den umstrittenen Ort Model betrafen. Er führte seine Grenze vom bezeichneten Ort α bei einem Wäldchen zu einem Graben beim Zeichen 1 und
dann bei dem Holzzaun um die Ackerkämpe Lb, die Up den Gillencamp heißt, zum Platz mit der
Zahl 2 in der Ecke zum Ackerstück Modelberg . Von dort führt die Grenze in den oben
genannten Kirchweg Leyerhofs, ein wenig davon entfernt, U 118 folgt er dann
diesem durch den Acker bis zu der Stelle, die mit 3 bezeichnet ist, überkreuzt dort wieder einen Weg und geht nach Norden
über das
Feld, dort wo vier Steine liegen, auf der Karte mit den Zeichen, 4, 5, 6 und 7. Vom letzten Stein führt die Grenze über das
Ende
eines Grabens schnurstracks hinunter zum Acker bei der 8 und von dort in einem stumpfen Winkel2 zum Graben bei 9. R 177 Von dort geht derselbe Graben gleich zur Ecke bei K, wo die drei oben genannten Dörfer als
Eigentümer nun zusammenstoßen. Das strittige Land ist folgendes, wird jedoch noch von den Eigentümern Bassins und Leyerhofs
besessen:
Acker
[Ka, La, Lb]
76M 60R
Ka , Achter dem Bullenstall , besteht aus Sandhumus, gehört den Einwohnern von Bassin und liegt in zwei Stücken,
hat an Fläche
41M 240R
La , heißt Modelberg und gehört zu Leyerhof, das ihn auch bewirtschaftet, er besteht aus hoch liegendem
Land, hat schwarzen Boden und ist gutes Ackerland
32M 270R
Lb , diese Kämpe heißt Up dem Gillande und gehört ebenfalls zu Leyerhof
1M 150R
Wüster Acker
Ma , dieser alte wüste Acker ist mit Heidekraut überwachsen und kann durchaus aufgebrochen werden, gehört zum Land von Bassin 67M 240R
Wiese
Na , diese Wiese heißt Im Bullenstall und wird von den Bewohnern Bassins bewirtschaftet, sie ist sehr bewachsen und von morastigem Boden, man kann drei Fuder Heu davon erhalten 4M 210R
Wald und Weide
[Ka, Pb, Pc]
30M
Pa , ist mit
Haseln und Eichen bewachsenes Land
3M 270R
Pb , dieser
Morast heißt Im Model , er ist mit hohem Gras bestanden
24M 210R
Pc , ist ein kleiner Hügel mit Eichenwald, auf dem es auch Haselbüsche gibt
1M 120R
Summe
Acker: 76M 60R
Wüster Acker: 67M 240R
Wiese: 4M 210R
Wald und Weide: 30M
Im Jahr 1704 wurde Bassin revidiert und wie folgt befunden
[A1, K2, L3, C4]
14M 240R
A1 , von Ea aufgebrochen und zu Feld
Ad geschlagen, das dieselbe Erde und Bebauung hat
4M
K2 , aufgebrochener Acker von Ma, zu
Feld Ka geschlagen, der dieselbe Erde und Bebauung hat
2M 30R
L3 , von Ma aufgebrochener
sandhumushaltiger Boden, wird nun mit Modelbergs La bebaut
6M 90R
C4 , von sandig humoser Erde, von Eb
in Cd aufgebrochen, von gleichem Gebrauch wie die anderen Schläge
2M 120R
Wüster Acker
Ea , nur Kiefernsandheide, die mit Heidekraut überzogen ist, hoch und niedrig liegend, ist insgesamt nicht besonders als Acker
noch als Weide zu nutzen
Ma , ist insgesamt von etwas besserer
Bodengüte, doch wird angebracht, es müsse für die Schäferei aufgespart werden.
Eb , das meist aus niedriger Ebene
besteht, wovon einiges als Acker aufgebrochen werden kann, wenn die Herrschaft es erlaubt und es nicht zur Schäferei gebraucht
wird.
Ec , kann durchaus zum Acker taugen,
wenn das Wasser abgeführt wird
Ed , besteht aus trockener Heide oder
"Mähle"3 oder roter Kiefernheide.
Summe
Neuer Acker: 14M 240R