R 165   U 113 

Beschreibung des Dorfes Leyerhof1 

Leyerhof ist ein Gut der Familie von Schwerin, es liegt im Kirchspiel Kirch Baggendorf und gehört zum Distrikt Grimmen. Der Ort grenzt im Süden an Strelow und Ölsdorf, im Westen an Wendisch Baggendorf, im Norden an Bassin und im Osten an Jessin und Borgstedt.

 R 166   U 113 

Arealausrechnung von Leyerhof.

Der Acker liegt nicht in bestimmten Feldern

[A ]   34M 270R
A1  ist sandvermischter Humusacker  7M 150R
A2  humoser Acker  2M 150R
A3  guter Humusacker, etwas sandvermischt  1M 270R
A4  guter Humusboden  20M 180R
A5  ein Ackerkamp, der im Wald liegt, besteht aus Humus  2M 120R

Wüster Acker

[B]   126M 240R
B1  alter, wüster Acker, mit kurzer Heide bewachsen, liegt an zwei Orten  18M 210R
B2  alter, wüster Acker, an einigen Stellen etwas tief liegend  10M 30R
B3  dieser Abschnitt hier war in alten Zeiten auch Acker, wie es die noch sichtbaren Furchen anzeigen. Jedoch scheint er wegen seines tief liegenden Grundes nicht mehr als Acker geeignet zu sein. Dennoch soll man an der Grenze zu Jessin einige Stücke finden, die dazu geeignet wären  98M

 R 167 

Wiese

[C]   12M 240R
C1  ist eine sehr bewachsene Wiese mit nassem Grund  10M
C2  ist eine gute und gerodete Wiese mit festem Grund  2M 240R

Heufuderanzahl

Von diesen Wiesen kann man wohl zwölf Fuder Heu bekommen: 12 Heufuder

Wald und Weideland

[D]   463M 180R
D1  Eichen- und Haselwald licht bewachsen  15M 60R
D2  junger Erlenwald auf etwas festem Land  4M 210R
 U 114 D3  eine Koppel  3M 180R
D4  sind vier Tümpel und Moraste  5M 30R
D5  lichter und ausgeschlagener Eichenwald, dennoch stehen einige große, starke Eichen darin mit Haselbüschen dazwischen  51M 210R
D6  festes, unbewachsenes Weideland  4M 60R
D7  dieser Waldabschnitt ist ganz mit großen Eichen bewachsen, dazwischen sind etwas Haselwald und Espen zu finden, es stehen auch einige Birken sowie  R 168  anderes Laubwaldgebüsch, dazwischen wächst anderer großer Wald heran  353M 120R
D8  ist ein Morast an der Grenze, der ganz mit Hasel-, Erlen- und anderem Laubwald zugewachsen ist  4M 270R
D9  dort ist ein großer mit Gras bewachsener Morast, gefüllt mit hohem Gras  20M 240R

Das Dorf

[E]   7M 150R
E1  das Dorf mit den Hofstellen und Wegen ergibt  2M 270R
E2  sind zwei große Obstgärten mit einem neu angelegten Hopfengarten  4M 180R

Summe

Acker: 34M 270R
Wüster Acker: 126M 240R
Wiese: 12M 240R
Heufuder: 12 Heufuder
Wald und Weideland: 463M 180R
Hofstellen: 7M 150R

 RRev 526   URev 233 

Am Jahr 1704 wurde das Dorf Leyerhof revidiert und wie folgt befunden

Hier befindet sich seither kein neu aufgenommenes Ackerland, außer A1 wurde nichts mehr zum wüsten Acker gelegt. Auf die Befragung derer, warum der frühere Acker wüst läge, gab jeder an, sie brauchen nicht mehr, als das was sie bewirtschaften, und sie müssten auch etwas für die Schäferei und das Vieh haben.

B1  Sandhumus, jedoch mager und niedrig gelegen, kann insgesamt als Acker genutzt werden, wenn es notwenig wäre.

B2  ist insgesamt, wegen seiner niedrigen Lage als Acker nicht geeignet.

B3  Heidesandboden und sandig-humoser Boden auf ebenem Untergrund, der nach der Beurteilung zumeist ganz als Acker aufgebrochen werden kann, wenn die Gräben geöffnet würden, damit das Wasser abfließen kann. B4  wird als ungeeignet ausgenommen. Umfassen 20 Morgen.

Obst- oder Hopfengärten, E2 , liegen wüst und sind mit Riedgras bewachsen, werden als unbrauchbar befunden und sie werden auch nicht für Zaunholz und Holz wertig gefunden, wird zum Weideland gerechnet.

Bestandssignaturen: anzeigen
Übersetzung: 2011, Verena Schmidtke M.A.
Namen der Landmesser:
Hauptvermessung: Oloff (Olaus) Spaak
Revision:
Anmerkungen:

1 Wurde laut Urschrift von Oloff Spaak vermessen.