Beschreibung des Dorfes Leyerhof1
Leyerhof ist ein Gut der Familie von Schwerin, es liegt im Kirchspiel Kirch Baggendorf und gehört zum Distrikt Grimmen. Der Ort grenzt im Süden an Strelow und Ölsdorf, im Westen an Wendisch Baggendorf, im Norden an Bassin und im Osten an Jessin und Borgstedt.
R 166 U 113Arealausrechnung von Leyerhof.
Der Acker liegt nicht in bestimmten Feldern
[A ]
34M 270R
A1
ist sandvermischter Humusacker
7M 150R
A2
humoser Acker
2M 150R
A3
guter Humusacker, etwas sandvermischt
1M 270R
A4
guter Humusboden
20M 180R
A5
ein Ackerkamp, der im Wald liegt, besteht aus Humus
2M 120R
Wüster Acker
[B]
126M 240R
B1
alter, wüster Acker, mit kurzer Heide bewachsen, liegt an zwei Orten
18M 210R
B2
alter, wüster Acker, an einigen Stellen etwas tief liegend
10M 30R
B3
dieser Abschnitt hier war in alten Zeiten auch Acker, wie es die noch sichtbaren Furchen
anzeigen. Jedoch scheint er wegen seines tief liegenden Grundes nicht mehr als Acker geeignet zu sein. Dennoch soll man an
der
Grenze zu Jessin einige Stücke finden, die dazu geeignet wären
98M
Wiese
[C]
12M 240R
C1
ist eine sehr bewachsene Wiese mit nassem Grund
10M
C2
ist eine gute und gerodete Wiese mit festem Grund
2M 240R
Heufuderanzahl
Von diesen Wiesen kann man wohl zwölf Fuder Heu bekommen: 12 Heufuder
Wald und Weideland
[D]
463M 180R
D1
Eichen- und Haselwald licht bewachsen
15M 60R
D2
junger Erlenwald auf etwas festem Land
4M 210R
U 114 D3
eine Koppel
3M 180R
D4
sind vier Tümpel und Moraste
5M 30R
D5
lichter und ausgeschlagener Eichenwald, dennoch stehen einige große, starke Eichen darin
mit Haselbüschen dazwischen
51M 210R
D6
festes, unbewachsenes Weideland
4M 60R
D7
dieser Waldabschnitt ist ganz mit großen Eichen bewachsen, dazwischen sind etwas Haselwald
und Espen zu finden, es stehen auch einige Birken sowie R 168 anderes
Laubwaldgebüsch, dazwischen wächst anderer großer Wald heran
353M 120R
D8
ist ein Morast an der Grenze, der ganz mit Hasel-, Erlen- und anderem Laubwald zugewachsen
ist
4M 270R
D9
dort ist ein großer mit Gras bewachsener Morast, gefüllt mit hohem Gras
20M 240R
Das Dorf
[E]
7M 150R
E1
das Dorf mit den Hofstellen und Wegen ergibt
2M 270R
E2
sind zwei große Obstgärten mit einem neu angelegten Hopfengarten
4M 180R
Summe
Acker: 34M 270R
Wüster Acker: 126M 240R
Wiese: 12M 240R
Heufuder: 12 Heufuder
Wald und Weideland: 463M 180R
Hofstellen: 7M 150R
Am Jahr 1704 wurde das Dorf Leyerhof revidiert und wie folgt befunden
Hier befindet sich seither kein neu aufgenommenes Ackerland, außer A1 wurde nichts mehr zum wüsten Acker gelegt. Auf die Befragung derer, warum der frühere Acker wüst läge, gab jeder an, sie brauchen nicht mehr, als das was sie bewirtschaften, und sie müssten auch etwas für die Schäferei und das Vieh haben.
B1 Sandhumus, jedoch mager und niedrig gelegen, kann insgesamt als Acker genutzt werden, wenn es notwenig wäre.
B2 ist insgesamt, wegen seiner niedrigen Lage als Acker nicht geeignet.
B3 Heidesandboden und sandig-humoser Boden auf ebenem Untergrund, der nach der Beurteilung zumeist ganz als Acker aufgebrochen werden kann, wenn die Gräben geöffnet würden, damit das Wasser abfließen kann. B4 wird als ungeeignet ausgenommen. Umfassen 20 Morgen.
Obst- oder Hopfengärten, E2 , liegen wüst und sind mit Riedgras bewachsen, werden als unbrauchbar befunden und sie werden auch nicht für Zaunholz und Holz wertig gefunden, wird zum Weideland gerechnet.
1 Wurde laut Urschrift von Oloff Spaak vermessen.