Beschreibung des Adelsgutes Wendisch Baggendorf, das im September 1696 geometrisch abgefasst wurde1
Namen der Einwohner
1 . Niclas
Bring
2 . Johann Cornell
3 . Hans Schult
4 . Jochim Tijdböhd
Diese vier
sind kleine Pächter, die zusammen 21 Landhufen zum Bewirtschaften haben sollen. Jeder von ihnen besitzt davon den gleichen
Anteil
und leistet 45 Rtlr Pacht. Das Land gehört Oberstleutnant Mevius, der es gepachtet hat. Sie versteuern jeder eine Hufe, doch wissen sie nicht, ob Ritterland2 darunter ist.
5 . Henrich Dubbertin, ist auch ein
Pächter, der zu Schwerin3 auf Leyerhof gehört. Er hat drei Hufen Land gepachtet und zahlt seiner Herrschaft 35 Rtlr Pacht. Er bebaut lauter
Ritteracker.
6 . Christian Wulff, ist ein
Kuhhirt
R 107 Wendisch Baggendorf ist ein Adelsgut, dass im Distrikt Grimmen und im Kirchspiel Kirch
Baggendorf liegt. Es wird von zwei Eigentümern besessen, deren Namen und Anteil angegeben sind. Seine Grenzen stoßen im Westen
mit
Kirch Baggendorf zusammen, im Norden mit Bassin, im Osten mit Leyerhof und im Süden mit Turow und Brönkow.
Hier liegen zwei
Morgen Acker, die der Kirche in Baggendorf gehören, von denen der eine an der Grenze zu Kirch Baggendorf liegt und bewirtschaftet
wird, und der andere beim Eichenwald Im Gohl ein wüster Acker ist.
Arealausrechnung von Wendisch Baggendorf
Der Acker liegt in vier Feldern
Das Feld A heißt Nach dem Baggendorfer Kirchweg
[A]
91M
A1 , hoch liegendes Humusland, etwas
sandhaltig und an den Grenzen tiefer liegend
72M 180R
A2 , niedriges Humusland, an einigen
Stellen schwarzhügelig
18M 120R
Das Feld B Up dem Mühlenweg
[B]
79M 90R
B1 , beim Weg hoch liegend, doch
zum wüsten Acker hin tief liegender Sandhumusacker
75M 30R
B2 , Sandhumusland, hoch liegender
Acker, neu aufgebrochen
4M 60
Das Feld C Am Strelowweg
[C]
65M 120R
C1 , Humusacker, an der Brönkow
zugewandten Seite etwas sandhaltig
61M 120R
C2 , vor zwei Jahren aufgebrochenes
Land, Humusland, das etwas sandhaltig ist
4M
D Nach dem Hohenholz
[D]
113M 90R
D1 , Humusacker, zur Wiese hin
etwas niedrig
35M 90R
D2 , Humusacker, zum Wald hin etwas
tief liegend und sandvermengt
33M 90R
D3 , schwarzer Humusacker, etwas
sandvermengt
27M 210R
D4 , guter, doch tief liegender
Humusacker
17M
Wüster Acker
[E]
186M 90R
E1 , mit Heide bewachsener alter
wüster Acker, liegt an drei Stellen
5M 270R
E2 , an vier Stellen gelegen, sehr
alter wüster Acker, der mit Gras bewachsen und tief liegend ist
84M 60R
E3 , bergiger und hoch liegender
wüster Acker an vier Stellen, der mit Heide bewachsen ist
32M
R 110 E4 , sehr alter und bültiger, mit Heide bewachsener wüster Acker
12M 180R
Kann nicht mehr als Acker genutzt werden.
E5 , sehr alter wüster Acker, der mit
kurzer Heide und Gras bewachsen ist, kann aufgebrochen werden
40M 180R
E6 , etwas niedriger und sehr alter
wüster Acker, kann aufgebrochen werden
11M 30R
Wiese
[F]
25M 180R
F1 , drei Wiesen, die im Acker liegen,
sumpfig und etwas bewachsen
9M 60R
F2 , drei unbewachsene, sumpfige
Wiesenflecken, die auch im Acker liegen
13M 270R
R 111 F3 , In Diep Wisch , eine morastige Wiese, die im Wald
liegt
2M 150R
Heufuderzahl
In ertragreichen Jahren können sie nach eigenen Angaben 30 Fuder erhalten
Wald und Weideland
[G]
157M 150R
G1 , zwei
sumpfige Stellen oder Tümpel, ein Streifen mit Buschwerk und außerdem eine Stück flaches und sumpfiges Land
4M
G2 , ein hoher Heideberg
3M 270R
G3 , niedriges Heideland
2M 270R
R 112 G4 , großer Eichen- und Birkenwald, mit Birken und Haselbüschen
zugewachsen
48M 270R
G5 , morastiges Land, beim Graben, der die Grenze ist, mit hohem Gras, Weiden und anderen Laubbüschen bestanden
4M 180R
G6 , bültige, feste, unbewachsene
Viehweide
11M 30R
G7 , Im Göhl , ein Eichenwald, der mit Haselbüschen bestanden ist, macht an Fläche
zusammen mit einem Eichenwaldhügel, der beim Dorf liegt
52M 270R
G8 , es gibt
zwei Weidenkoppeln beim Dorf
18M 30R
G9 , dieses Stück ist sumpfiges
Grasland, gute Viehweide, könnte gemäht werden, wenn es eingzäunt würde
11M 30R
R 113
Das Dorf
Ha , beinhaltet auch Koppeln und alte verwilderte Obstgärten, in denen es auch einige gute Apfelbäume gibt 25M 210R
Summe
Acker: 349M 270R
Wüster Acker: 186M 90R
Wiese: 25M 180R
Heufuder: 30
Wald und Weideland: 157M 150R
Hofstellen: 25M 210R
Annotationen über Wendisch Baggendorf
Der Acker
Der Acker liegt in vier Feldern und das Feld A ist das beste, dann folgt das Feld D, das an Güte besser als die anderen ist. Die anderen beiden haben die gleiche Qualität, hier wächst die Gerste am besten. Nach eigener Aussage erhalten sie in guten Jahren überall das fünfte Korn.
Die Aussaat
Die vier Bewohner, die zu Oberstleutnant Mevius gehören, säen jeder drei Drömt und einige Scheffel Roggen, dreineinhalb Drömt
Gerste, zwei Drömt Hafer und fünf Scheffel Erbsen.
Nr. 5 sät 18 Scheffel Roggen, drei Drömt Gerste, sieben Scheffel Hafer und
drei Scheffel Erbsen.
Wiesen
Von den schönen Wiesen, die es hier gibt, können sie in durchschnittlichen Jahren jeder vier kleine Fuder Heu bekommen, doch in guten Jahren bekommen sie ein oder zwei Fuder mehr.
R 115Weideland
Gibt es nicht so viel, da der wüste Acker von den benachbarten Schafherden aufgebraucht wird, dennoch haben sie ihr Vieh den Sommer über auf den wüsten Äckern, wo auch die Schafe laufen.
Wald
Eichenwald gibt es hier genug, der auch an einigen Stellen zum Schiffbau genutzt werden kann. Sie kaufen ihr Brennholz in den umliegenden Dörfern, die betreffenden Wald haben.
Vieh
Jeder kann 24 Stück großes und kleines Vieh über den Winter bringen, sowie sechs Pferde. Nr. 5 besitzt 16 Stück Vieh und vier Pferde. Jeder von ihnen besitzt zehn Schafe.
Bienenstöcke
Nr. 1 besitzt drei Stöcke, Nr. 2 zehn, Nr. 3 zwei und Nr. 5 hat einen Stock.
R 116Gesinde
Jeder muss einen Jungen, einen Knecht und eine Magd halten.
U 76Von Obstgärten
Hier sind einige alte Obstgärten; die von Nr. 2 und Nr. 3 sind die besten. Von denen können sie durchaus zehn Tonnen Früchte ernten, es sind auch viele süße Früchte darunter. Die Gärten der anderen sind nicht von großer Bedeutung.
Von Abgaben
Jeder hat dieses Jahr an zwei Terminen Kopfgeld4 in Höhe von acht Mark entrichtet, und acht Schilling haben sie für jedes Stück Vieh gegeben. Sie zahlen jedes Quartal 42
Lübschilling Akzise5 , macht dreieinhalb Rtlr im Jahr.
Nr. 5 gibt jährlich zwei Rtlr 36 Lübschilling Tribunalsteuer6 , die anderen geben keine Tribunalsteuer. Reitersteuer7 geben sie nicht. Jeder soll dieses Jahr fünf Scheffel Magazinkorn8 geben, Hundekorn9 gibt jeder der Leute des Oberstleutnants an das Amt Tribsees zwölf Scheffel Hafer, vier Scheffel Roggen und Gerste und dazu
noch zwei Pfennige.
Im November 1704 ist das Dorf Wendisch Baggendorf revidiert und wie folgt befunden worden
Im Feld A
A3 , ein Stück vom wüsten Acker E1 aufgebrochen, besteht zumeist aus Sand, der mit Humus vermengt ist und wird mit dem Feld A bewirtschaftet 2M 30R
Im Feld B
[B]
10M 90R
B3 , zwei Stücke, die vom wüsten Acker
E2 aufgebrochen sind, zumeist reiner Sand, werden mit Feld B bewirtschaftet
3M 150R
B4 , ein Stück vom wüsten Acker E3
aufgebrochen, wird mit Feld B bebaut, zumeist reiner Sand
6M 240R
Im Feld C
C3 , fünf Stücke vom wüsten Acker E2 aufgebrochen, besteht zumeist aus reinem Sand, der mit Humus vermengt ist und wird mit dem Feld C bewirtschaftet 20M 120R
Im Feld D
[D]
17M 210R
D5 , fünf Stücke, die vom wüsten Acker
E5 aufgebrochen wurden und beim Feld D bebaut werden, humusvermengte Sanderde
11M 270R
D6 , ein Stück, das vom wüsten Acker
E6 aufgebrochen wurde, zumeist reiner Sand
4M 240R
D , ein Stück ebenfalls vor dem Dorf,
guter Sandhumus, wird mit dem Feld D4 bewirtschaftet, ist vom wüsten Acker E1 aufgebrochen
1M
Beschreibung des übrigen wüsten Ackers
Was den wüsten Acker
E1
betrifft, der im Wald G7 bei der Grenze zu Bassin liegt, so ist dieser mit hohem
Heidekraut bewachsen. Er könnte wohl aufgebrochen werden, doch ist er etwas abgelegen und von humushaltiger Sanderde
2M 240R
Das, was mit dem Symbol
bezeichnet und von E2 ist, kann durchaus aufgebrchen werden, es ist mit kurzem Gras und
Heide bewachsen und von humushaltiger Sanderde. Es sind zwei Stücke, das erste liegt im Feld A bei der Baggendorfschen Grenze
und das zweite beim Feld C
25M 270R
Der wüste Acker
E2 , der mit dem Zeichen
auf der Karte
gekennzeichnet ist, ist recht niedrig, mit kurzem Gras bewachsen und durchaus zu kultivieren, kann als Weide aber nicht
entbehrt werden. Die vier Stücke haben eine Fläche von
32M 255R
Der wüste Acker, der mit dem Zeichen
gekennzeichnet ist, besteht aus zwei
Stücken, die zur Not aufgebrochenn werden könnten. Doch bestehen sie aus reinem Sand und sind mit Heide bewachsen
16M 90R
Drei Sandhügel gehören zum wüsten Acker
E3 , sie sind mit Heide bewachsen
und dienen nicht als Acker
8M 60R
E4
ist reiner Sand und sehr uneben, wird ebenfalls nicht als Acker genutzt und ist mit Heide
bewachsen
12M 180R
Doch E5
kann insgesamt durchaus aufgebrochen werden, es ist aus humusvermengter Sanderde,
allerdings wird gesagt, man wolle nicht auf das Feld als Weide verzichten.
Der wüste Acker
E6
könnte durchaus aufgebrochen werden, doch besteht er meist aus Sand und ist mit Heide
bewachsen.
Summe
Neuer Acker: 50M 150R
URev 322Geometrische Ausrechnung über den Rosenbergschen Anteil in Wendisch Baggendorf
Kultivierter Acker
Der Kirchschlag
R1a , neun
Stücke von der Qualität wie A1, an Fläche
43M 125R
R2a , sechs Stücke von der Qualität
wie A2, an Fläche
9M 190R
R3a , ein Stück von der Qualität
wie A3, von E1 aufgepflügt, an Fläche
1M 135R
Der Mühlenschlag
R1b , 13
Stücke von der Qualität wie B1, an Fläche
42M 60R
R2b , zwei Stücke von der Qualität
wie B2, an Fläche
2M 60R
R3b , ein Stück von der Qualität
wie B3, an Fläche
2M
R4b , zwei Stücke von der Qualität
wie B4, an Fläche
4M
Der Schlag am Strelower Weg
R1c , sieben Stücke von der Qualität wie C1, an Fläche
33M
R2c , drei Stücke von der Qualität
wie C2, an Fläche
2M
R3c , neun Stücke von der Qualität
wie C3, an Fläche
12M 60R
Der Schlag am Hohen Holz
R1d , sieben Stücke von der Qualität wie D1, an Fläche
19M 210R
R2d , fünf Stücke von der Qualität
wie D2, an Fläche
21M 250R
R3d , fünf Stücke von der Qualität
wie D3, an Fläche
11M 60R
R4d , drei Stücke von der Qualität
wie D4, an Fläche
9M 290R
R5d , fünf Stücke von der Qualität
wie D5, an Fläche
5M 60R
R6d , drei Stücke von der Qualität
wie D6, an Fläche
1M 270R
Wüster Acker
R , 23
Stücke von der Qualität wie E2, an Fläche
33M 260R
R , elf Stücke von der Qualität wie
E3, an Fläche
12M 120R
R , fünf Stücke von der Qualität wie
E5, an Fläche
8M 240R
R , drei Stücke von der Qualität wie
E6, an Fläche
4M 60R
Wiese
R , sechs
Stücke von der Qualität wie F1, an Fläche
5M 160R
R , vier Stücke von der Qualität wie
F2, an Fläche
8M 240R
R , ein Stück von der Qualität wie F3,
an Fläche
2M 60R
Weide und Wald
R , ein Stück von der Qualität wie G1, an Fläche
3M 165R
R , acht Stücke von der Qualität wie
G4, an Fläche
17M 240R
R , vier Stücke von der Qualität wie
G5, an Fläche
1M 150R
R , vier Stücke von der Qualität wie
G7, an Fläche
14M 210R
Summe
Kultivierter Acker: 221M 225R
Wüster Acker: 59M 80R
Wiese: 16M 165R
Weide und Wald: 37M 165R
Geometrische Ausrechnung über den Tribseeschen Anteil in Wendisch Baggendorf
Kultivierter Acker
Der Kirchplatz
F1a , sechs
Stücke von der Qualität wie A1, an Fläche
19M 75R
F2a , fünf Stücke von der Qualität
wie A2, an Fläche
4M 70R
F3a , ein Stück von der Qualität
wie A3, an Fläche
150R
Der Mühlenschlag
F1b , acht
Stücke von der Qualität wie B1, an Fläche
21M
F2b , zwei Stücke von der Qualität
wie B2, an Fläche
2M
F3b , ein Stück von der Qualität
wie B3, an Fläche
150R
F4b , zwei Stücke von der Qualität
wie B4, an Fläche
1M 270R
Der Schlag am Strelower Weg
F1c , acht
Stücke von der Qualität wie C1, an Fläche
19M 120R
F2c , drei Stücke von der Qualität
wie C3, an Fläche
4M 90R
Der Schlag am Hohen Holz
F1d , sechs
Stücke von der Qualität wie D1, an Fläche
10M 295R
F2d , vier Stücke von der Qualität
wie D2, an Fläche
6M 120R
F3d , zwei Stücke von der Qualität
wie D3, an Fläche
4M 150R
F4d , ein Stück von der Qualität
wie D4, an Fläche
1M 150R
F5d , vier Stücke von der Qualität
wie D5, an Fläche
4M 240R
F6d , ein Stück von der Qualität
wie D6, an Fläche
210R
Wüster Acker
T , 15
Stücke von der Qualität wie E2, an Fläche
15M 90R
T , fünf Stücke von der Qualität wie
E3, an Fläche
6M 55R
T , fünf Stücke von der Qualität wie
E5, an Fläche
5M 90R
T , zwei Stücke von der Qualität wie
E6, an Fläche
150R
Wiese
T , drei
Stücke von der Qualität wie F1, an Fläche
1M 150R
T , fünf Stücke von der Qualität wie
F2, an Fläche
3M 245R
T , zwei Stücke von der Qualität wie
F3, an Fläche
90R
Weide und Wald
T , ein Stück von der Qualität wie G1, an Fläche
135R
T , sieben Stücke von der Qualität
wie G4, an Fläche
8M 120R
T , acht Stücke von der Qualität wie
G5, an Fläche
270R
T , drei Stücke von der Qualität wie
G7, an Fläche
4M 60R
ÖT , ein Stück von der Qualität wie
G7, ist strittig zwischen Schwerin, an Fläche
180R
Summe
Kultivierter Acker: 101M 200R
Wüster Acker: 27M 85R
Wiese: 5M 185R
Weide und Wald: 14M 165R
Geometrische Ausrechnung über den Anteil des Herrn Kaptän Schwerin in Wendisch Baggendorf
Kultivierter Acker
Der Kirchschlag
S1a , fünf Stücke von der Qualität wie A1, an Fläche
9M 160R
S2a , fünf Stücke von der
Qualität wie A2, an Fläche
3M 280R
ÖS 2a , ein Stück von der
Qualität wie A3, an Fläche
180R
ist streitig zwischen Schwerin und Tribsees
Der Mühlenschlag
S1b , sechs Stücke von der Qualität wie B1, an Fläche
11M 220R
S3b , ein Stück von der Qualität
wie B3, an Fläche
180R
F4b , ein Stück von der Qualität
wie B4, an Fläche
240R
Der Schlag am Strelower Weg
S1c , vier Stücke von der Qualität wie C1, an Fläche
9M
S2c , ein Stück von der Qualität
wie C2, an Fläche
1M 150R
S3c , drei Stücke von der
Qualität wie C3, an Fläche
1M 30R
ÖS 3c , ein Stück von der
Qualität wie C3, an Fläche
1M
ist streitig zwischen Schwerin und Tribsees
Der Schlag am Hohen Holz
S1d , drei Stücke von der Qualität wie D1, an Fläche
4M 225R
S2d , drei Stücke von der
Qualität wie D2, an Fläche
5M 20R
S3d , ein Stück von der Qualität
wie D3, an Fläche
6M 180R
S4d , drei Stück von der Qualität
wie D4, an Fläche
4M 10R
S5d , drei Stücke von der
Qualität wie D5, an Fläche
150R
S6d , ein Stück von der Qualität
wie D6, an Fläche
1M
Wüster Acker
S , 13 Stücke von der Qualität wie E2, an Fläche
8M 120R
S , fünf Stücke von der Qualität wie
E3, an Fläche
6M 270R
S , zwei Stücke von der Qualität wie
E5, an Fläche
2M 90R
S , ein Stück von der Qualität wie
E6, an Fläche
240R
ÖS , ein Stück von der Qualität wie
E5, an Fläche
1M 270R
Wiese
S , vier
Stücke von der Qualität wie F1, an Fläche
2M 45R
S , drei Stück von der Qualität wie
F2, an Fläche
1M 95R
Weide und Wald
S , fünf Stücke von der Qualität wie G4, an Fläche
3M 150R
S
vier Stücke von der Qualität wie G5, an Fläche
151R
S , drei Stücke von der Qualität wie
G7, an Fläche
5M 30R
S , ein Stück von der Qualität wie
G7, an Fläche
1M 180R
ist strittig zwischen Schwerin und Tribsees
Summe
Kultivierter Acker: 62M 5R
Wüster Acker: 19M 240R
Wiese: 3M 140R
Weide und Wald: 10M 210R
Die Kirche zu Kirch Baggendorf hat in KBdK ein Stück Weide von der Qualität wie G7, an Fläche 1M 110R
Summe
Weide und Wald: 1M 110R
URev 326Geometrische Ausrechnung über die Gemeinschaften des Dorfes Wendisch Baggendorf
Gemeinschaften hat dieses Dorf in den Gill Ländern 11#annot250
Gilland , ein Stück von der Qualität wie D3, an Fläche
5M 120R
Gilland , ein Stück von der Qualität
wie D4, an Fläche
1M 150R
Gilland , zwei Stücke von der
Qualität wie D6, an Fläche
1M 240R
Wüster Acker des Gilllandes
Gilland , ein Stück von der Qualität wie E2, an Fläche
2M 180R
Gilland , ein Stück von der Qualität
wie E6, an Fläche
60R
Gemeinschaften des Dorfes in wüsten Äckern
Gm1 , ein Stück von der Qualität wie E1, an Fläche
3M 45R
Gm4 , ein Stück von der Qualität wie
E4, an Fläche
12M 150R
Gm5 , ein Stück von der Qualität wie
E5, an Fläche
12M 90R
Gm6 , ein Stück von der Qualität wie
G2, an Fläche
3M 270R
Gm7 , ein Stück, von der Qualität
wie G3, an Fläche
2M 270R
Gm8 , ein Stück von der Qualität wie
G4, an Fläche
9M 60R
Gm9 , ein Stück von der Qualität wie
G5, an Fläche
2M
Gm10 , ein Stück von der Qualität
wie G6, an Fläche
11M 30R
Gm11 , zwei Stücke von der Qualität
wie G7, an Fläche
25M 270R
Gm12 , zwei Stücke von der Qualität
wie G8, an Fläche
18M 30R
Gm13 , zwei Stücke von der Qualität
wie G9, an Fläche
11M 30R
Summe
Kultivierter Acker: 8M 210R
Wüster Acker: 32M 25R
Weide und Wald: 84M 60R
Bei dieser Abtretung sind anwesend gewesen und haben angewiesen:
Der Verwalter von Zarrentin, Schubbe
die Verwalter von
Wendisch Baggendorf, für den Oberst Mevius Casten Branst. Brandenborg, und für den Herrrn Kapitän Schwerin, der Verwalter
Klug.
Anmerkung: Zwischen den Rosenbergschen und Tribseeschen Anteilen sind keine Grenzen oder Wegscheiden zu finden gewesen, da
sie für
lange Zeit von einem Besitzer bewirtschaftet worden sind. Es wurde aber am Tage vorher auf Anweisung des Herrn Oberst Mevius
mit
kleinen Pfählen kenntlich gemacht, wie weit der Rosenbergsche Anteil, den er verkaufen, und der Tribseesche Anteil, den er
behalten
möchte, gehe.
1 Laut Urkarte vermessen von Olof Spaak.
2 Der Besitzer von Ritterland war zu Lehnspflichten seinem Lehnsherrn gegenüber verpflichtet aber sonst von Steuer- und Abgabenlasten befreit. Ritter Gut. In: Krünitz, D. Johann Georg: Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft, Bd 125. Berlin 1818. Sp. 300. Im Hauptkommissionsrezess von 1663 wurde die Steuerfreiheit für die pommerschen Ritterhufen bestätigt. Jedoch galt dies nur für dasjenige Ritterland, welches auch in früheren Zeiten als steuerfreies Land gerechnet worden war. Den Nachweis dafür hatte der Rittergutsbesitzer zu führen. Der Haupt-Commißions-Receß, vom 5. Sept. 1663. In: Dähnert, Johann Carl (Hg.): Sammlung gemeiner und besonderer Pommerscher und Rügischer Landesurkunden. Gesetze, Privilegien, Verträge, Constitutionen und Ordnungen. Erster Band. Stralsund 1765; No. 4, Seite 373 ff.
3 Generalleutnant Nils Alexander Ungern-Sternberg: Die livländische Familie Ungern-Sternberg hat ihren Ursprung in einem böhmischen Adelsgeschlecht. Im Jahr 1653 wurden drei Mitglieder dieser Familie in den Freiherrenstand erhoben, einer davon war Volmar von Ungern-Sternberg. Er und die Freiherrin Kristina Beatrix Palbitsky sind die Eltern des genannten Generalleutnants. Hofberg, Herman: Svenkt biografiskt handlexikon,Bd. II, Stockholm 1906, 661; 662.
4 Das Kopfgeld ist eine Personensteuer, eine Abgabe an die Obrigkeit, die jeder Einwohner zu entrichten hatte, wobei die Höhe der Abgabe sich nach dem jeweiligen Stand der Person richtete. Krünitz, Johann Georg: Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft, Bd 44. Berlin 1788. Sp. 34ff.
5 Akzise, auch Verbrauchssteuer, war eine Steuer oder Abgabe, die dem Landesherren von allen ein- und ausgehenden Waren, die dem Unterhalt dienten, entrichtet werden musste. Zedler, Johann Heinrich: Grosses vollständiges Universal Lexicon aller Wissenschaften und Künste, Bd. 1 Leipzig 1732. Sp. 276f.
6 Für die im Westfälischen Frieden zugesprochenen norddeutschen Provinzen erhielt Schweden das privilegium de non appellando. Damit verbunden war die Verpflichtung, ein eigenes Oberappellationsgericht als Substitut des Reichskammergerichts einzurichten. Dieses 'Tribunal' wurde nach 1648 in Wismar errichtet; die Etablierungsphase endete allerdings erst 1664 mit der vollständigen Besetzung der Richterstellen. Die Finanzierung sollte durch die deutschen Provinzen Schwedens geleistet werden. Diese Tribunalsteuer lag in Pommern im Verantwortungsbereich des ständischen Landkasteneinnehmers, der sich direkt an jede Ortsobrigkeit wenden sollte. Aufgrund der starken Kriegsschäden in Pommern verzögerten sich in den ersten Jahrzehnten nach Gründung die Zahlungen allerdings häufig oder gingen nur unregelmäßig ein, erst zum Ende des 17. Jahrhunderts begannen die Zahlungen regelmäßig zu fließen. Dähnert, Johann Carl: Platt-deutsches Wörter-Buch nach der alten und neuen Pommerschen und Rügischen Mundart, Stralsund 1782, S. 228.
7 Reitergeld, auch Tonnengeld genannt, ist in einigen Gegenden, diejenige Abgabe, welche den Strandreitern für die Bergung gestrandeter Güter gezahlt wird. Reitergeld. In: Grimm (Hg.): Deutsches Wörterbuch, Bd 14, Leipzig 1893. Sp. 783.
8 Roggen der als Magazinkorn eingelagert wurde. Das Magazinkorn war eine Abgabe in Form von Getreide, Mehl oder ähnlichen Agrarprodukten, die in einigen Ländern in das obrigkeitliche Kornmagazin geliefert werden musste. Im Magazin wurde das Getreide gelagert, als Vorrat für schlechte Zeiten, wie Missernten, Teuerungen oder Belagerungen für die Versorgung der Einwohner und der Besatzung. Krünitz, Johann Georg: Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft, Bd 45, Berlin 1789, Sp. 441ff.
9 Hundekorn: Der Begriff Hundekorn war in Vorpommern seit der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts bekannt. Noch im 17. Jahrhundert war diese Abgabe gebräulich, die in Roggen, Hafer und Gerste zu entrichten war. Wiggers, F. Gutachten über das Hundekorn. In: Baltische Studien, Band 29, (1878), S. 14; 38.