R 322   U 266 

Arealausrechnung mit Annotationen vom wüsten Dorf Wentland, welches 1697 vermessen wurde

P  ebenes Heideland, alter wüster Acker, der wohl teilweise bewirtschaftet werden kann,  163M
Q  niedriges Heideland, das früher teilweise Acker war, aber meistens nur Weide,  130M
R  sumpfiges, morastiges Land, mit Erlen- und Weidebüschen,  22M 180R

Es liegt in Görmins Kirchspiel im Distrikt Loitz, grenzt an Klein Zastrow, Sestelin, Negentin, Göslow und Böken. Es hat so lange wüst gelegen, dass man nicht mehr sehen kann, wo die Häuser gestanden haben. Auch wissen die alten Bauern nichts darüber zu berichten. Es gehört Blixens und Wakenitz Erben, die es jetzt nur als Weide nutzen.

 RRev 464   URev 172 

Am 15. und 16. Juni 1705 wurde das Dorf Wentland revidiert und wie folgt befunden

Neuer Acker, seit der vorigen Vermessung bewirtschaftet

Pa , ein Stück von P, das vor drei bis vier Jahren aufgepflügt wurde, wurde aber nicht besät. Auch wurde dann diesen Bauern von Landrat Blixen untersagt, das wüste Feld aufzupflügen, bis es einen bestimmten Besitzer bekommt; besteht aus Sandboden, der sich wohl bestellen lässt; ist jetzt wieder zumeist mit Heidekraut bewachsen,  4M 240R

P  das Übrige von P besteht aus Sandboden, mittelmäßig hoch gelegen, hier und da etwas kiesig und mit großen Steinen dazwischen, könnte alles bewirtschaftet werden, wenn es einen bestimmten Besitzer hätte. Aber inzwischen wird es von den umliegend angrenzenden Dörfern als Weide genutzt, umfasst (wenn das unbrauchbare Land abgezogen wurde) dasjenige, das mit der Zeit bewirtschaftet werden kann,  145M 210R

 RRev 465   URev 173 

Q  war größtenteils in früheren Zeiten Acker gewesen, besteht aus Sandboden, hier und da mit schwarzem Humus vermischt, sind überall große Feldsteine darin; mit Heidekraut und Gras bewachsen, davon könnte ebenso etwas mit der Zeit bewirtschaftet werden, wenn Bauern eingesetzt würden; ist sonst gute Weide für Schafe und Großvieh.

Summe

wüster Acker: 145M 210R
neuer Acker: 4M 240R

Bestandssignaturen: anzeigen
Übersetzung: 2011, Anke Maiwald M.A.
Namen der Landmesser:
Hauptvermessung: Johan Gabriel Höök
Revision: L. Balck, Ab. Wulff
Anmerkungen: