R 13   U 725 

Beschreibung des adligen Rittergutes Murchin, das im Juli 1694 geometrisch vermessen wurde1 

1. Das Dorf Murchin liegt im Distrikt Wolgast und grenzt im Norden an Rubkow und Krenzow, im Osten an Zarrentin und Libnow, im Süden an Anklams Stadtfeld, im Westen an Relzow und Daugzin.
2. Murchin hat eine eigene Kirche, aber ihr Pastor ist wohnhaft in Pinnow.
3. Murchin ist ein altes Sanitzer Gut, der verstorbene Philip Rothlieb hat es vor 30 Jahren von dem Sanitzer Gläubiger gekauft und nun besitzen und bewohnen die Witwe des verstorbenen Rothliebs und ihre Kinder betreffendes Murchin.
4. Früher waren für ganz Murchin 44 oder 45 Hakenhufen berechnet worden und von diesen Hufen sind drei Hufen Kirchenland, eine Hakenhufe Pastorenland sowie sechs Landhufen und 26 Morgen Ritterland. Das übrige soll Bauernland und steuerpflichtiger Acker sein
5. In alten Zeiten haben hier sehr viele Leute gewohnt, aber jetzt wohnen hier nur folgende Personen:

1  Philip Rothliebs Witwe, die nun zusammen mit ihren Kindern Murchin besitzt und bewohnt.
2 . Christopher Bool, Pächter des Kirchen- und Pastorenlandes.

3 . Hans Gentz
4 : Casten Fryjs
5 . Adam Frys
Vollbauern und Untertänige, welche auf dem Adelshof Murchin vier Tage die Woche mit zwei Personen und einem Paar Ochsen oder Pferden dienen soviel wie nötig getan werden muss.

6 . David Frys
7 . Sander Risch
8 . Petter Frys
Kossaten2  und Untertänige, die auf dem selben Hof drei Tage der Woche mit zwei Personen oder auch in der Zeit des Pflügens mit einer Person sowie einem Paar Ochsen oder Pferden dienen.

9 . Hans Brynn, freier Mann, der Kossat ist und jährlich zehn Rthl Dientpfennig3  gibt.
Der Schmied gibt für seine Hofstelle sowie den Acker, den er bestellt / siehe im folgenden die Flächen / jährlich sechs Rthl.
10  Caspar Hintz, Hofschreiber.
11  Ulrik Barkman, Schmied.
12  Fridik Wegner, Schäfer.
13 . Hans Steffen, Kuhhirte.

 R 14   U 726 

Arealausrechnung von Murchin mit dazugehörigen Annotationen

Acker

Der Acker in Murchin wird in drei Schlägen bestellt, der Adels- und Bauernacker sind voneinander abgeteilt, und das wüste Feld ist AA, das in diesem Jahr Winterfeld war, von folgender Bodenart:

[AA1-AA3]   90M 75R
AA1  guter und lehmig-humoser Sandboden, der gut Saat trägt  52M 150R
AA2  Sandboden, etwas schwer, besonders in sehr trockenen Jahren  21M
AA3  drei Sandkämpe4 , die nur jedes dritte Jahr mit Roggen besät werden  16M 225R

AB Winterfeld der Bauern

[AB1, AB2]   78M 75R
AB1  mittelmäßig guter, sandig-humoser Acker, der Winter und Sommersaat tragen kann  53M
AB2  schwerer und magerer Sand, der nur mit Roggen besät wird, wie die Bauern sagen  25M 75R

[BB, BB1, BB2]   89M 95R
BB  ist das zweite Ritterfelt und war dieses Jahr mit Sommergerste besät, enthält folgende Bodenarten:
BB1  Sandboden, etwas lehmig-humos, findet man an zwei Stellen und kann ziemlich gut Saat tragen  48M 37 1/2 R
BB2  schwerer und magerer Sandboden, findet man an vier Stellen, der für Sommersaat zu schwer ist  41M 57 1/2 R

 R 15   U 727 

[BA, BA1, BA2]   69M 235R
BA  das Sommerfeld der Bauern ist von folgender Art:
BA1  lehmvermischter Sandboden, der gut Saat tragen kann  36M 85R
BA2  schwerer und magerer Sandboden  33M 150R

CC  ist das dritte Ritterfeld , das dieses Jahr Brache war und aus lehmig-humosen Sand besteht, der gut Saat tragen kann  96M
CB  das Brachfeld der Bauern, das ebenfalls aus lehmig-humosen Sand besteht und enthält:  46M

D  Koppeln oder Wördeland bei den Häusern, die jedes Jahr besät werden, und sowohl der Adel als auch Bauern und Kossaten haben darin ihren Anteil  9M 187 1/2 R

Sonst ist noch zu bemerken, dass der Kirchen- und Pastorenacker in das Ritterland miteingerechnet ist oder der Acker, der nun vom Adelshof bewirtschaftet wird. Um den Kirchen- und Pastorenacker ist hier im Dorf ein großer Streit. Der Pastor sagt, der größte Teil des selbigen Ackers gehöre dem Pastor, während die Adlige widerspricht und sagt, der geringste Teil des selbigen Ackers gehöre dem Pastor und der größte der Kirche.

 R 16   U 728 

E Über den wüsten Acker

bei Murchin ist viel wüster Acker und dieser ist von folgender Art:
[E]   615M 150R
E1  im und neben den aufgebrochenen Ackerfeldern ist wüster Acker, der zu einem Teil sehr schwer und sandig ist und der andere Acker ist etwas leichter  250M 150R
E2  südlich des Dorfes ist ein großes Gebiet, das früher Acker gewesen war, nämlich  365M
aber selbiges Gebiet besteht aus Bergen und Bodensenken, ist ziemlich sandig und als Acker wenig nützlich, nun ist auf selbigem Platz gutes Heidekrautland für Schafe und anderes Vieh.

F Über Wiese und Heuernte

[F1, F2, F3]  [Ertrag] 19 Heufuder  14M 185R
F1  Krentzow Wisch ist sumpfig, bültig und morastig, umfaßt  7M 225R
von dieser Wiese können jährlich acht Heu Fuder geerntet werden
F2  Haferkoppel wird jährlich abgeerntet, und von ihr können vier gute Fuder Heu geerntet werden, sie umfasst  3M 100R
F3  südlich des Dorfes ein Gehege oder eine Wiesenkoppel zu  3M 150R
und hiervon können auch vier Fuder Heu geerntet werden
F4  Nienkoppel wird nur in den Jahren abgemäht, wenn die Ackerfelder herum besät sind, selbige Koppel steht den Bauern zu  2M 60R und gibt 3 Heufuder

 R 17   U 729 

Obstgarten

G  bei Murchin ist ein guter Obstgarten mit verschiedenen Artentragender Bäumen, umfasst  288R

H Über Viehweideland und Wald

[H]   437M
H1  Seeholtz und Krentzholtz mit kleinen umliegenden Grashügeln, umfassen zusammen  111M
diese kleinen Gehölze sind mit Eichen, Espen und Kiefernwald bewachsen, in ihnen ist auch gutes Weideland.
H2  ein tiefer und sumpfiger Morast mit Birken und Weidenbüschen bewachsen, zu  214M
wenn nicht sehr nasse Jahre sind, kann das Vieh hier gutes Futter und Viehweide haben.
H3  Morast, Tümpel und Hügel in und neben den Ackerfeldern  101M
H4  Wege und Hofstellen  11M

Holz zum Bauen muss alles von anderen Dörfern gekauft werden, aber zum Brennen sind hier Büsche und Sträucher auf dem Feld, es wird jedoch auch etwas Brennholz gekauft.

K Über Fischgewässer

[K]   28M 112 1/2 R
K1  Im Dorf See sind verschiedene Arten Fisch, er umfasst  25M
K2  Triensee hat auch gute Fische, aber sie lassen sich nicht fangen, das Areal der betreffenden Seen ist:  3M 118 1/2 R

Summe

Acker: 479M 62 1/2 R
Wüster Acker: 615M 150R
Wiese: 16M 245R
Heufuder: 19 Heufuder
Obstgarten: 288R
Viehweideland und Wald: 437M
Fischgewässer: 28M 112 1/2 R

 R 18   U 730 

Annotationen zum Adelsgut Murchin

Über Aussaat

Auf dem Adelshof ist dieses Jahr ausgesät worden:
240 Sch Roggen, 132 Sch Gerste, 36 Sch Hafer, 18 Sch Erbsen, viereinhalb Sch Leinen, acht Sch Buchweizen.
Jeder Bauer meint dieses Jahr 28 Sch Roggen, zehn Sch Gerste, zehn Sch Hafer, drei Sch Erbsen, einen Sch Leinen und anderthalb Sch Buchweizen ausgesät zu haben. Das beträgt für alle drei Bauern:
84 Sch Roggen, 30 Sch Gerste, 30 Sch Hafer, neun Sch Erbsen, drei Sch Leinen, viereinhalb Sch Buchweizen.
Jeder Kossat kann die Hälfte von allen Arten gegenüber einem Bauern aussäen, und das beträgt für alle vier Kossaten:
56 Sch Roggen, 20 Sch Gerste, 20 Sch Hafer, viereinhalb Sch Erbsen, eineinhalb Sch Leinen, zweieinhalb Sch Buchweizen.
Der Kirchenpächter meint jährlich aussäen zu können:
24 Sch Roggen, 14 Sch Gerste, vier Sch Hafer, einen Sch Erbsen, einen Sch Leinen, dreiviertel Sch Buchweizen.
Aber dieser Mann hat hierin nicht die Wahrheit gesprochen, was auch jeder redliche Mann sehen kann, er soll insgesamt mit dem Pastoren- und Kirchenland vier Hakenhufe haben, die er in drei Schlägen bestellt und doch sät er so wenig aus. Der Schmied hat vom Ritterland einen Morgen Land in jedem Ackerfeld, und er meint jährlich aussäen zu können:
drei Sch Roggen, zwei Sch Gerste, einen Sch Hafer,
In einen Morgen des besten Ackers können drei Sch Roggen oder Gerste eingesät werden, wie die Einwohner sagen.

Über die Wiesen

Diese Einwohner, sowohl der Besitzer als auch die Untertänigen pachten jährlich Wiese von der Stadt Anklam, die sie selbst abernten.
Die gesamte Aussaat Murchins 407 Sch Roggen, 198 Sch Gerste, 91 Sch Hafer, 32 einhalb Sch Erbsen, neun einhalb Sch Leinen, 15einhalb Sch Buchweizen.

 R 19   U 731 

Über Arbeitsvieh und Ackerwerk

Auf dem Adelshof werden manchmal sechs manchmal acht Ochsen gehalten, und nur fünf Arbeitspferde. Der Kirchenpächter hält zwei Ochsen und Arbeitspferde, jeder Bauer benötigt vier Ochsen und vier Pferde, aber jeder Kossat behilft sich mit zwei Ochsen und zwei Pferden.
Der Schmied hat zwei Ochsen.
Bei Murchin kann im Sommer eine Schäferei zu 800 Schafen gehalten werden, im Winter können sie dagegen aber nicht durchgefüttert werden.
Für Bienen ist die Lage bei Murchin gut.

Gesinde

Auf dem Adelshof sind ein Knecht, ein Häker und zwei Arbeitsmägde. Der Kirchenpächter hat zwei Knechte und seine Söhne, mit denen er seine Arbeit fortführt. Jeder Bauer braucht notwendigerweise einen Knecht und eine Magd, aber die Kossaten behelfen sich ohne angemietete Arbeitskräfte, sie haben nur ihre Kinder, die bei der Arbeit helfen.

Über jährlich Ausgaben

1. Akzise ist dieses Jahr von ganz Murchin gegeben worden: 25 Rthl 34 ß.
2. Reitersteuer geben die Bauern und Kossaten aus Murchin jährlich zusammen: 15 Rthl 44 ß.
3. Magazinkorn ist vom gesamten Dorf dieses Jahr gegeben worden: neun Sch Roggen.
4. Von der Rothliebs Witwe hält zusammen mit Hackewitz5  auf Klein Ernsthof ein Lehnspferd6 . Sie besitzt zwei Anteile des Lehnpferden und Hackewitz den dritten Anteil.
5. Hufensteuer beträgt nicht immer gleich viel, manchmal wird mehr manchmal weniger von den Hufen gegeben. Und deshalb wissen die Bauern nicht, wieviel sie jährlich ausgeben. Aber jeder Bauer steuert für eine drittel reduzierte Hufe, und jeder Kossat wieder die Hälfte gegenüber einem Bauern.

 RRev 309   URev 448 

1704 ist das Dorf Murchin revidiert und wie folgt befunden worden.7 

Im Feld A

[A4, A5]   18M 270R
A4  zwei Stücke von viel magerem und losem Sand, die manchmal besät werden, beim Triensee gelegen, von E1 aufgepflügt  9M 270R
A5  ein Stück neu aufgepflügt, kiesiger Sandboden, südlich um A 4 gelegen, kann alle sechs bis neun Jahre mit Roggen oder Buchweizen besät werden, ist von E 2 aufgebrochen  9M
A6  ein Stück wie A 4 und wird jedes fünfte bis sechste Jahr mit Roggen oder Buchweizen besät, vor einem Jahr aufgepflügt, liegt bei der Grenze zu Daugzin und Relzow, von E1 aufgebrochen  7M 120R
[A7, A8]   6M 180R
A7  drei Stücke, von etwas magerem Sandboden, der nur mit Roggen besät wird, von E1 aufgebrochen  4M 150R
A8  zwei Stücke, von der Beschaffenheit wie der alte Acker Ab1, worin diese liegen, von E1 aufgebrochen  2M 30R

Im Feld B

[B3-B5]   8M 240R
B3  ein Stück Sandboden, etwas mager, von E1 aufgebrochen  1M 150R
B4  drei Stücke Sandboden und von der Beschaffenheit wie BA2, ist vom wüsten Acker E1 aufgebrochen  6M 120R
B5  ein Stück mittelmäßig guter Boden, etwas lehmvermischt, wird zusammen mit dem Feld besät, von E1 aufgebrochen  270R

 RRev 310   URev 448 

Im Feld C

[Cd, Ce]  36M 150R
Cd  zwei Stücke von etwas magerem Sandboden, vor zwei Jahren umgepflügt, und sollen laut Aussage, wenn sie einmal besät waren, innerhalb von sechs Jahren kein Korn tragen können, von E1 aufgebrochen  19M
Ce  drei Stücke wenig kiesiger und lehmvermischter Sandboden, der jedes dritte Jahr bestellt wird, von E 1 aufgebrochen  17M 150R

Arealausrechnung des Pastoren- und Kirchenackers hier im Dorf, der bei der Revision abgeteilt wurde.

1. Pastorenacker

Im Feld A

[Pa, Pb, Pc, Pd]   12M 165R
Pa  drei Stücke wie AA zu  17M 180R
Pb  ein Stück wie Aa 2 zu  1M 240R
Pc  ein Stück wie Aa zu  32M 180R
Pd  ein Stück neuer Acker wie A 4, von E1 aufgebrochen  165R
[Pe, Pf]   2M 15R
Pe  ein Stück wie Ab  1M 270R
Pf  neuer Acker wie A7, von E1 aufgebrochen  1M 45R

 URev 449 

Im Feld B

Pg  ein Stück ist 90 Ruten wie Bb1 und das übrige wie Bb2, zusammen  3M 150R

Im Feld C

Ph  drei Stücke, wie Cc1 und zwei Stücke neu aufgepflügter Acker von gleicher Beschaffenheit zu 210 Ruten  11M 150R

 RRev 311 

2. Kirchenacker

Im Feld A

Ka  ein Stück wie Aa1 zu  1M 120R

Im Feld C

[Kb, Kc]   3M 165R
Kb  ein Stück wie Cc zu  2M 150R
Kc  ein Stück wie Cc zu 1M 15R
Anmerkung: In Cb liegen zwei Tümpel von 180 Ruten sowie einer in Cc, ist 150 Ruten, die nicht bei der früheren Vermessung bemerkt sind.

Anmerkung: Der übrige wüste Acker hier im Dorf besteht überall aus sehr magerem Sandboden. Und das mit E2 bezeichnete Gebiet ist etwas kiesig und hoch liegend, hier und da etwas bergig. Schließlich könnte hier vom wüsten Acker etwas aufgebrochen werden, wenn hier mehr Bauern wären, aber nun können sie kaum den Acker in Ordnung halten, den sie unter dem Pflug haben. Und ein Teil, nämlich von A und B an der Grenze zu Daugzin, müsste drei bis vier Jahre liegen ehe er bestellt werden kann, denn der Dünger ist sehr knapp.

Summe

Neuer Acker: 78M 60R
Pastorenacker: 29M 75R
Kirchenacker: 4M 285R

Bestandssignaturen: anzeigen
Übersetzung: 2008, Verena Schmidtke M.A.
Namen der Landmesser:
Hauptvermessung: Peder (Petrus) Wising
Revision:
Anmerkungen:

1 Wurde laut Urschrift von Petro Wising vermessen.

2  Kossat, Kossät, Häusling (casati), Einlieger, Kätner. Kleinbauern, die nicht das zu einem eigentlichen Bauern gehörige Haus mit Land, sondern ein Häuschen, eine Kate, oder eine Hütte besitzen, zu dem Gärten und ein wenig Acker oder Weideland gehört. Abgaben, Dienste und Besitzverhältnisse oder andere „Gewohnheiten“ waren von Landstrich zu Landstrich verschieden.  Krünitz, Johann Georg: Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft, Bd 154, Berlin 1831, Sp. 89.

3  Dienstgeld: eine Geldabgabe, welche die Untertanen an ihre Herrschaft als Ersatz für den erlassenen Frondienst zahlen müssen. Krünitz, Johann Georg, Oeconomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats- Haus- und Landwirtschaft, Bd 9, Berlin 1776, Sp. 298.

4  Kamp, ein mit einem Zaum oder Graben eingefasstes Stück Feld von unbestimmter Größe.  Krünitz, Johann Georg: Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft, Bd 34, Berlin 1785, Sp. 1.

5  Vorpommersches evangelisches Adelsgeschlecht, dessen Stammreihe mit Franz Albrecht Hackewitz, herzoglich pommerscher Kammerjunker, beginnt, der 1622 mit drei Gütern bei Wolgast belehnt wurde (Klein Ernsthof, Kräselin und Gustebin). Hackewitz. In: Hueck, Walter: Adelslexikon. Bd. 4 (Genealogisches Handbuch des Adels Bd. 67) Limburg a.d. Lahn 1978. S. 365.

6  Ein Lehnspferd (auch Lehnpferd, Lehenspferd, oder Lehenpferd) ist dasjenige Pferd, welches ein Bauer zum Dienst des Herrn bereithält zum Reiten oder Fahren in Kriegs- und Friedenszeiten, ohne dass er es dem Herrn selbst zuführen muß.  Krünitz, D. Johann Georg: Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft, Bd 69. Berlin 1804. Sp. 679.

7 Arealausrechnung des Ackers, der in Murchin seit 1694 aufgepflügt wurde und bei der Revisionsvermessung 1704 besichtig wurde. (Überschrift der Revisionsurschrift).