R 880   U 666 

Beschreibung des Adelsgutes Pinnow, das im Distrikt Wolgast liegt und und im August 1694 geometrisch vermessen wurde.1 

Namen der Einwohner

1 . Hendrik Baltazer Schäfer, ist der Pastor.

2 . Michel Kagman.
3 . Hans Roloff.
4 . Michel Hopp.
5 . Gorig Kagman.
6 . Jochom Kagman.
Diese fünf sind Kossaten2  und haben jeder zehn Morgen, die sie nach ihrer Aussaat ausgleichen

7 . Hans Michel, ist der Küster.
8 . Pröjer, ist Einlieger.
9 . Daniel Wranick, ist Schäfer.
10 . Alte Pastorsche oder die Pastorenwitwe.
11 . Das Hirtenhaus.

Pinnow ist das Gut eines Adligen und liegt im Distrikt Wolgast, es gehört dem Besitzer von Lentschow. Das Land ist seiner Natur nach teils Ritteracker, teils steuerbar. Aber darüber, wieviele Hufen im einzelnen dort gelegen sind, weiß der Besitzer nicht Bescheid. Was allen seinen Gütern im allgemeinen auferlegt ist, die  R 881  insgesamt neun Stück Ritterhufen und zweieinhalb Morgen reduzierte Hufen betragen. Das sind zusammen mit Libnow, Lentschow und Pinnow zwei Hufen und insgesamt 22 einhalb Morgen.
Über die alte Hufenzahl dieser drei Dörfer hat der Besitzer, einem Bericht nach, einen Brief eines Kanzlers Nicolaus von Ahnen3  datiert auf 1629. Als für die drei Dörfer sowohl Ritter- als auch Bauernacker versteuert worden waren und der belief sich zusammen auf 18 Landhufen. Wie die Kirchenmatrikel angibt, haben 16 Landhufen in alten Zeiten zu Pinnow gehört, davon waren zwei Papenhufen oder Priesterhufen, die der Pastor dort vor Ort noch nutzt und bestellt.  U 667  Von anderem Land ist dort nichts vorhanden.
Mit seinen Grenzen verläuft Pinnow im Süden zusammen mit dem Peenestrom , im Osten mit Klotzow, im Norden mit Lentschow und im Westen mit Libnow. Die Kirche mit einem Turm ist im Dorf. Den größten Teil des Ackers bei Pinnow bestellt der Pastor selbst.

 R 882   U 686 

Arealausrechnung für Pinnow4 

Der Acker

Wird in drei Felder aufgeteilt, A war bei der Messung mit Sommersaat besät.

[A]   104M 90R
Aa  Sandhumus  34M 90R
Ab  Sandboden  9M 180R
Ac  Humusland, das auf den Bergen etwas sandvermischt ist  40M 210R
Ad  Lehmland, etwas sandvermischt  4M 60R
Af  reiner Sand, der jedes vierte Jahr besät wird  15M 150R

Das Feld B, Sommerfeld5 

[B]   202M 90R
Ba  Humusland  24M 240R
Bb  gutes Sandhumusland  38M 90R
Bc  mageres Sandhumusland  44M 180R
Bd  reines Sandland, das nur jedes vierte und sechste Jahr besät werden kann  94M 180R

Das Feld C, die Brache

[C]   158M 90R
Ca  Lehmland  17M 120R
 U 687 Cb  Sandboden  49M 90R
Cd  Humusland, sandvermischt  25M
Cf  Sandlehm  15M 30R
 R 883 Cg  reines Sandland, das voll kleiner Kiessteine ist und nur jedes vierte und sechste Jahr besät wird  51M 150R

Wüster Acker

[D]   200M 180R
Da  alter sandiger, wüster Acker mit Heide darauf  21M
Db  ebenso, sehr altes, wüstes Land, das sowohl in dem bestellten Acker liegt, als auch an den Seiten  20M 210R
Dc  sehr altes und mit Heide bewachsenes, hoch gelegenes und sandiges wüstes Land, welches als Sandacker brauchbar ist, wenn es aufgebrochen wird  116M 30R
Df  alter wüster Acker mit Heide und Kiefern bewachsen, von Sandgrund  42M 210R

Wiesen

[E]   350M 60R
 U 688 Ea  Wiesenflecken, die hier und da in den Ackerfeldern zu finden sind  5M 30R
Eb  eine große flache und sumpfige Wiese, die sehr großes und grobes Gras trägt, welches sehr dicht ist. Sie liegt am Peenestrom und gehört dem Besitzer von Lentschow  121M 270R
 R 684 Ec  bei derselben liegt auch eine große und flache Wiese von gleicher Natur wie die vorherige Eb, an diesem Gebiet ist der Besitzer von Vorwerk zur Hälfte mit dem Besitzer von Lentschow beteiligt. Jeder hat seine Teile gleich groß darin, die durcheinander liegen. Diese Wiese umfasst an Areal mit einer kürzlich gerodeten und morastigen Wiese, die innerhalb eines Erlenbruches liegt / die nur19 Morgen und 210 Ruten an Areal ist  223M 60R
Die Summe davon beträgt folglich für jeden Besitzer auf 111 Morgen und 180 Ruten, die sie besitzen

Die Heufuderanzahl

[Ertrag] 157 Heufuder.
Von diesen Wiesen zusammen, berichtet der Besitzer, bekommt er von seinem Teil 60 Fuder mit vier Pferden davor gespannt. Und die Bauern in Pinnow bekommen von dem Teil, der vom  U 689  Besitzer zugeschlagen ist, nach ihrer Aussage, 25 gute Fuder.
Der Pastor bekommt zwölf bis 14 Fuder Heu.
Die Bauern aus Libnow haben auch hier ihre Heuernte von derselben Wiese und bekommen  R 885  nach ihrer Aussage zusammen bis zu 60 Fuder.
Die Summe wird also nach gemachten Angaben bis zu 157 Fuder sein.
Aber nach geometrischer Kalkulation sollte eine größere Menge folgen, wenn man nur ein gutes Fuder aus jedem Morgen bekäme, wenn nicht doppelt soviel in fruchtbaren Jahren.
So sollte also die Menge der Heufuderzahl, nach dem geringsten Verhältnis auf den Teil, der dem Besitzer von Lentschow gehört, 240 Fuder betragen, und auf den Teil der zu Vorwerk gehört gute 111 Fuder.

Wald und Weide

[F]   1169M 150R
Fa  Tümpel und Morast mit Hügeln, die man im Feld A findet, ergeben  10M
Fb  im Feld B sind Moraste mit buschigem Land und Sandhügel  18M 210R
Fc  Tümpel und Morast, die im Feld C zu finden sind, mit einem Eichenwald zwischen dem Acker und einer Koppel  5M 270R
Fd  morastige Stellen, die man im wüsten Acker findet  39M 150R
 U 690  Fg  festes Land, mit Kiefern und Heide bewachsen, das an der Grenze zu Wangelkow liegt  44M 150R
 R 886  Fh  die mit jungen Kiefern bewachsene Heide an der Grenze zu Lentschow ergibt mit dem Morast, der mit Erlen und hohem Gras zugewachsen ist, der dort dicht bei liegt  94M 30R
Fi  der Erlenbruch, der zwischen dem wüsten Acker zwischen dem Mühlenbach bei der Grenze zu Libnow und dem wüsten Acker liegt. Ergibt an Areal mit dem unbewachsenen, morastigen Land, das bei der Holländerei6  liegt  74M 60R
Fk  Die Werdberg ist ein prächtiger Schlag mit großen Eichen und Buchen bewachsen, dazwischen findet man Hasel und andere Laubbäume, umfasst in sich mit einem bewachsenen morastigen Land, das an der Grenze zu Klotzow liegt  192M 180R
Fl  Das Bruckholtz ist ein Erlenbruch, worin an einigen Stellen einige Espen- und Birkenbüsche zu finden sind  397M 180R
Fm  ein Teil des selbigen Erlenbruchs, der oberhalb der Wiesen ist, die die Besitzer von Lentschow und Vorwerk gemeinsam  U 691  haben, ist auch von gleicher Beschaffenheit, so dass jeder Teil gleich daran beteiligt ist. Der Teil ergibt an Areal  292M 120R
 R 887  Also beträgt sie Summe von jedem Beteiligten am genannten Erlenbruch 146 Morgen und 60 Ruten

Ga  das Dorf in seinem Gebiet mit Gärtchen und Koppeln umfasst  11M 180R

Fischgewässer

[H]   82M 270R
Ha  Pinnows Straßensee ist ein tiefer See, in dem nur Karauschen sind  3M 180R
Hb  Wessels See , ein sehr tiefer und fischreicher See, aus dem man wegen seiner Tiefe nicht fischen kann  1M
Hc  Scheide See ist ein tiefer, fischreicher See, aus dem man wegen seiner Tiefe nicht fischen kann  1M 240R
Hd  Die Großer See ist ein fischreicher See mit allerhand Sorten Fisch und besteht aus sandigem Grund. Darin lässt der Besitzer mit allerlei Art Fischereigerätschaften fischen. Dieser See gehört zur einen Hälfte zu Pinnow und zur anderen Hälfte zu Klotzow, weil die Grenze hindurch geht, beträgt sein Areal für Pinnows Anteil  68M 30R
Hf  Der Heide See ist ein tiefer See, aus dem nicht gefischt wird  8M 120R

Summe

Acker: 464M 270R
Wüster Acker: 200M 180R
Wiese: 350M 60R
Heufuder: 157 Heufuder
Wald und Weide7 : 1169M 150R
Grundstücke: 11M 180R
Fischgewässer: 82M 270R

 R 889   U 668 

Annotationen zu Pinnow8 

Über den Acker

Der Acker, der zu Pinnow gehört, ist etwas bergig und sandig. Das Feld A ist das beste unter den drei Feldern, in die es eingeteilt wird. Das Feld C, nächst dem Feld A, wird seiner Güte wegen für besser gehalten als das Feld B. Dieser Acker trägt besser Roggensaat als Gerste, jedoch ist etwas Gerstenboden im Feld A. Das Sandland unten beim Dorf muss, wenn es einmal besät ist, jedes fünfte und sechste Jahr liegen bis es wieder besät werden kann. An den Stellen, wo der Acker Dünger verlangt, kann er nur dreimal ungedüngt bestellt und mit Körnersaat besät werden. Nach Aussage des Besitzers, gibt dieser Acker allgemein an den Stellen wo er gut ist in mittelmäßig fruchtbaren Jahren das vierte Korn wieder. In einen Morgen können drei Scheffel eingesät werden.

Über die Aussaat

Die Aussaat von Roggen beträgt auf dem Ritterland eineinhalb Last
Aussaat des Sommerkorns beträgt zehn bis elf Drömt
Die Aussaat der Kossaten beträgt für jeden zehn Sch Wintersaat.
An Sommersaat sieben Sch
Die Aussaat des Pastors ist 28 bis 30 Sch Roggen
Die Sommersaat an 30 Sch Roggen
Die Summe beläuft sich nach erwähntem Bericht in den Feldern, die jährlich besät werden auf 451 Sch

 R 890   U 669 

Über Wiesen

Von den Wiesen, die Lentschow am Peenestrom hat, ist auch den Kossaten ein Stück Wiese zugeteilt. Davon bekommt jeder fünf Fuder, ergeben zusammen 25 Fuder.
Die Wiese des Pastors kann zwölf bis 14 kleine Heufuder geben.

Über Weide

Reichlich Weideland gehört wohl zu Pinnows Grund für Großvieh und Schäferei, aber es ist zum Teil unten bei den Brüchen sehr morastig.

Über Wald

Der Wald, den man auf Pinnows Grund findet, besteht aus lauter Sahl-Holz, wie sie sagen, oder Laubwald, der aus Eichen, Hasel und Birken auf dem festen Grund besteht, sowie aus Erlen zusammen mit einigen Birkenbüschen und Weiden auf dem morastigen Grund. Über den Erlenbruch bei Fm ist zu bemerken, dass selbiger Teil Bruchwerk zur Hälfte zu Vorwerk gehört, worüber weiteres der Arealausrechnung zu entnehmen ist.

Über Arbeitsvieh

Jeder Kossate hat zwei Ochsen mit denen sie ihren Dienst verrichten.

Über Schäferei

Der Besitzer von Steding hat hier in Pinnow auch eine Schäferei eingerichtet,  R 891  die aus 500 Schafen besteht, welche den Winter über gefüttert werden können.

 U 670 

Über Fischgewässer

Großer See , der zwischen den Grenzen von Wangelkow und Pinnow liegt, ist ein fischreiches Gewässer mit allerlei Arten Fisch. Zur Hälfte gehört er zu Pinnow und zur Hälfte zu Klotzow. Aus diesem See lässt der Besitzer mit allerhand Fischereigerätschaft fischen. Pinnows Straßensee Ha hat einen schlammigen Grund, die Bauern fangen daraus nur Schleie. Der Heide See , der auf der Grenze zwischen Klotzow und Pinnow liegt, wird wegen des schlammigen Bodens nicht befischt. Der gesamte See gehört zu Pinnow. Wesselsee und Scheidesee sind ebenfalls so tief, dass daraus nicht gefischt werden kann.

Über Dienst

Die Kossaten aus Pinnow dienen vier Tage in der Woche mit zwei Personen zu Fuß, und einen Tag mit einer Person auf dem Hof.

 RRev 312   URev 451 

Das Dorf Pinnow ist 1704 revidiert und wie folgt befunden worden.9 

Im Feld A

Ag  ein Stück, hoch gelegener Sandboden, wird zusammen mit Feld A bewirtschaftet, von Db aufgepflügt  75R

Im Feld B.

[B]   50M 30R
Be  fünf Stücke etwas hoch gelegener und grober Sandboden, wird zwischen jedem sechsten und siebenten Jahr besät, von Da und Fg etwas aufgepflügt  7M 210R
Bf  ein Stück wie Bc, von Da und Fg vor einigen Jahren aufgepflügt  2M 120R
Bg  sechs Stücke etwas magerer Sandboden wird zwischen dem bestimmten Acker bestellt, von Da aufgepflügt  5M 180R
Bh  zwei Stücke etwas hoch liegender, magerer und gröberer Sandboden, wird jedes vierte, fünfte und sechste Jahr mit Roggen oder Buchweizen besät; von Di aufgepflügt, worauf noch einige kleine Eichen und Birkenbüsche bei der Holländerei und dem Morast zwischen hier und Libnow stehen  34M 120R

Im Feld C

Ch  drei Stücke Sandböden, werden jedes dritte, vierte Jahr bis sechste Jahr besät, von Df aufgepflügt  6M 45R

Arealausrechnung des Pastoren-, Kirchen- und Küsterackers, der bei der Revision abgeteilt ist

Pastorenacker

[PA-Pl]   17M 240R
Pa  ein Stück wie Aa  1M 75R
Pb ,zwei Stücke wie Ab  1M 45R
 RRev 313  URev 452  Pc  drei Stücke wie Ac  4M 180R
Pd  zwei Stücke wie Af  2M 150R
Pe  ein Ackerstück dicht am Pastorenhaus und Obstgarten, von gleicher Güte wie Aa  1M 150R
Pf  ein Stück neuer Acker im selben Feld  2M

Im Feld B

Pg  zwei Stücke von gleicher Güte wie Ba  3M 270R
Ph  zwei Stücke wie Bb  1M
Pi  zwei Stücke wie Bc  2M
Pk  sieben Stücke wie Bd  9M 150R
Pl  zwei Stücke neues Land wie Be worin sie liegen  1M 180R

Im Feld C

Pm  zwei Stücke von der Güte wie Ca  1M 150R
Pn  ein Stück wie Cb  240R
P  zwei Stücke wie Cd  1M 60R
Pp  vier Stücke wie Cf  3M 240R
Pq  fünf Stücke wie Cg  6M 60R
Pr  drei Stücke neu aufgepflügter Acker von der Güte wie B10 , von Df aufgebrochen  2M 60R

Kirchenacker

[Ka,Kb,Kc]   7M 60R

im Feld A

Ka  ein Stück wie Aa und
Kb ein Stück wie Ac
Die der Besitzer von Lentschow seit langer Zeit und über 100 Jahre in Bewirtschaftung gehabt hat, sollen aber seit alters her zur Kirche gehört haben.  3M 90R

 RRev 314   URev 453 

Im Feld C

Kc  ein Stück durch das der Weg nach Libnow hindurchführt, von der Güte wie Ca und Cb, die der Küster in Bewirtschaftung hat  3M 270R

Kl  ein Stück Küsteracker, das er sich vom wüsten Acker Db aufgepflügt hat, von Sandboden, etwas mager; kann mit Roggen oder Buchweizen besät werden, liegt am Heidsee  1M 60

Der Pastor hier im Dorf hat acht Wiesen im Morast am Peenestrom liegen, die nun, weil viel Wasser in den Wiesen aufsteigt, nicht abgeteilt werden konnten. Wovon er, nach eigener Aussage, wenn fruchtbare Jahre sind, 18 bis 20 Fuder Heu bekommen kann, wenn aber sehr trockene Jahre sind, nicht mehr als 14 bis 16 Fuder Heu.

Anmerkung: Hier im Dorf findet man nun kein beträchtliches freies Land mehr, das als Acker aufgebrochen werden kann, denn es besteht meistens aus klarem, sehr losem Sand, der die Mühe, ihn zu bearbeiten nicht lohnen würde. Sie können es auch als Schafweide nicht entbehren. Die Bauern lassen hier und da jedes Jahr etwas Acker liegen, der nicht häufiger als jedes vierte, fünfte bis sechste Jahr besät werden kann.

Summe

Neuer Acker11 : 56M 150R
Acker: 46M 150R
Kirchenacker: 7M 60R
Neuer Acker: 1M 60R

Bestandssignaturen: anzeigen
Übersetzung: 2008, Verena Schmidtke M.A.
Namen der Landmesser:
Hauptvermessung: Oloff (Olaus) Spaak
Revision:
Anmerkungen:

1 Wurde laut Urschrift von Olof Spaak vermessen.

2  Kossat, Kossät, Häusling (casati), Einlieger, Kätner. Kleinbauern, die nicht das zu einem eigentlichen Bauern gehörige Haus mit Land, sondern ein Häuschen, eine Kate, oder eine Hütte besitzen, zu dem Gärten und ein wenig Acker oder Weideland gehört. Abgaben, Dienste und Besitzverhältnisse oder andere „Gewohnheiten“ waren von Landstrich zu Landstrich verschieden.  Krünitz, Johann Georg: Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft, Bd 154, Berlin 1831, Sp. 89.

3  Nicolaus von Ahnen: Die Familie von Ahnen gehört zur rügischen Ritterschaft und wurde seit 1392 oft gemeinsam mit der Familie von Ratzwitz genannt. Nicolaus von Ahnen wirkte als Geheimrat und Kanzler des Herzogs Bogislaw XIV. von Pommern, er starb 1631. Einige Mitglieder der Familie traten in dänische und schwedische Kriegsdienste, im Brandenburgischen und Nordischen ging das Familienvermögen verloren. Auf Rügen erlosch das Geschlecht 1750.  Häckermann, Adolf, Allgemeine Deutsche Biographie, Band 1, Leipzig 1875, S. 162.

4 Arealausrechnung des Adelsgutes Pinnow, das im Distrikt Wolgast liegt. (Überschrift der Urschrift).

5 Als Summe für das Feld B steht in der Reinschrift falsch 203M 90R, richtig ist die Summe aus der Urschrift 202M 90R.

6  „Holländerei nennet man ein Etablissement, wo die Bewohner das ihnen zugeschlagene Land und Wiesen bei ihren Hofstellen in einem unzertrennten Zusammenhange liegen haben, und durch richtige Grenzen aus aller Gemeinschaft mit ihren Nachbarn gesetzt sind. Da diese Art der Einrichtung zuerst von der in Holland befindlichen entlehnet worden ist, so hat solches vermutlich Gelegenheit gegeben, dergleichen neue Anlagen Holländereien zu nennen. Besonders aber pflegt man denen Etablissements, bei welchen die Hauptsache in der Viehzucht und dem Wiesewachs besteht, diesen Nahmen beizulegen, indem auch in Holland die Haupteinnahme des Landmannes auf der Viehzucht beruhet.“  Krünitz, Johann Georg: Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats-, Stadt-, Haus- und Landwirthschaft, Bd. 24, Berlin 1781, Sp. 343.

7 In der Reinschrift steht die falsche Endsumme 1170M 120R.

8 Annotationen zu dem Adelsgut Pinnow (Text in der Urschrift).

9 Arealausrechnung für den Acker der in Pinnow seit 1694 aufgebrochen wurde und bei der Revisionsmessung 1704 besichtigt worden ist. (Überschrift der Revisionsurschrift).

10 von der Güte wie Pq. (Text in der Revisionsurschrift).

11 neu aufgepflügter Acker (Text in der Revisionsurschrift).