Beschreibung des Adelsgutes Pinnow, das im Distrikt Wolgast liegt und und im August 1694 geometrisch vermessen wurde.1
Namen der Einwohner
1 . Hendrik Baltazer
Schäfer, ist der Pastor.
| 2 . Michel
Kagman. 3 . Hans Roloff. 4 . Michel Hopp. 5 . Gorig Kagman. 6 . Jochom Kagman. |
Diese fünf sind Kossaten2 und haben jeder zehn Morgen, die sie nach ihrer Aussaat ausgleichen |
7 . Hans Michel, ist der Küster.
8 . Pröjer, ist Einlieger.
9 . Daniel Wranick, ist Schäfer.
10 . Alte Pastorsche oder die
Pastorenwitwe.
11 . Das Hirtenhaus.
Pinnow ist das Gut eines Adligen und liegt im Distrikt Wolgast, es gehört dem Besitzer von Lentschow. Das Land ist seiner Natur nach teils Ritteracker, teils steuerbar. Aber darüber, wieviele Hufen im einzelnen dort gelegen
sind, weiß der Besitzer nicht Bescheid. Was allen seinen Gütern im allgemeinen auferlegt ist, die R 881 insgesamt neun Stück Ritterhufen und zweieinhalb Morgen reduzierte Hufen betragen. Das sind zusammen mit Libnow, Lentschow
und Pinnow zwei Hufen und insgesamt 22 einhalb Morgen.
Über die alte Hufenzahl dieser drei Dörfer hat der Besitzer, einem Bericht nach, einen Brief eines Kanzlers Nicolaus von
Ahnen3 datiert auf 1629. Als für die drei Dörfer sowohl Ritter- als auch Bauernacker versteuert worden waren und der belief sich
zusammen auf 18 Landhufen. Wie die Kirchenmatrikel angibt, haben 16 Landhufen in alten Zeiten zu Pinnow gehört, davon waren
zwei Papenhufen oder Priesterhufen, die der Pastor dort vor Ort noch nutzt und bestellt. U 667 Von anderem Land ist dort nichts vorhanden.
Mit seinen Grenzen verläuft Pinnow im Süden zusammen mit dem Peenestrom , im Osten mit Klotzow, im Norden mit Lentschow und im Westen mit Libnow. Die Kirche mit einem Turm ist im Dorf. Den größten
Teil des Ackers bei Pinnow bestellt der Pastor selbst.
Arealausrechnung für Pinnow4
Der Acker
Wird in drei Felder aufgeteilt, A war bei der Messung mit Sommersaat besät.
[A]
104M 90R
Aa
Sandhumus
34M 90R
Ab
Sandboden
9M 180R
Ac
Humusland, das auf den Bergen etwas sandvermischt ist
40M 210R
Ad
Lehmland, etwas sandvermischt
4M 60R
Af
reiner Sand, der jedes vierte Jahr besät wird
15M 150R
Das Feld B, Sommerfeld5
[B]
202M 90R
Ba
Humusland
24M 240R
Bb
gutes Sandhumusland
38M 90R
Bc
mageres Sandhumusland
44M 180R
Bd
reines Sandland, das nur jedes vierte und sechste Jahr besät werden kann
94M 180R
Das Feld C, die Brache
[C]
158M 90R
Ca
Lehmland
17M 120R
U 687 Cb
Sandboden
49M 90R
Cd
Humusland, sandvermischt
25M
Cf
Sandlehm
15M 30R
R 883 Cg
reines Sandland, das voll kleiner Kiessteine ist und nur jedes vierte und sechste Jahr
besät wird
51M 150R
Wüster Acker
[D]
200M 180R
Da
alter sandiger, wüster Acker mit Heide darauf
21M
Db
ebenso, sehr altes, wüstes Land, das sowohl in dem bestellten Acker liegt, als auch an
den Seiten
20M 210R
Dc
sehr altes und mit Heide bewachsenes, hoch gelegenes und sandiges wüstes Land, welches
als Sandacker brauchbar ist, wenn es aufgebrochen wird
116M 30R
Df
alter wüster Acker mit Heide und Kiefern bewachsen, von Sandgrund
42M 210R
Wiesen
[E]
350M 60R
U 688 Ea
Wiesenflecken, die hier und da in den Ackerfeldern zu finden sind
5M 30R
Eb
eine große flache und sumpfige Wiese, die sehr großes und grobes Gras trägt, welches sehr
dicht ist. Sie liegt am Peenestrom und gehört dem Besitzer von Lentschow
121M 270R
R 684 Ec bei derselben liegt auch eine große und flache Wiese von gleicher Natur wie die vorherige
Eb, an diesem Gebiet ist der Besitzer von Vorwerk zur Hälfte mit dem Besitzer von Lentschow beteiligt. Jeder hat seine Teile gleich groß darin, die durcheinander
liegen. Diese Wiese umfasst an Areal mit einer kürzlich gerodeten und morastigen Wiese, die innerhalb eines Erlenbruches liegt
/ die nur19 Morgen und 210 Ruten an Areal ist
223M 60R
Die Summe davon beträgt folglich für jeden Besitzer auf 111 Morgen und
180 Ruten, die sie besitzen
Die Heufuderanzahl
[Ertrag] 157 Heufuder.
Von diesen Wiesen zusammen, berichtet der Besitzer, bekommt er von seinem Teil 60 Fuder mit vier Pferden davor gespannt.
Und die Bauern in Pinnow bekommen von dem Teil, der vom U 689 Besitzer zugeschlagen ist, nach ihrer Aussage, 25 gute Fuder.
Der Pastor bekommt zwölf bis 14 Fuder Heu.
Die Bauern aus Libnow haben auch hier ihre Heuernte von derselben Wiese und bekommen R 885 nach ihrer Aussage zusammen bis zu 60 Fuder.
Die Summe wird also nach gemachten Angaben bis zu 157 Fuder sein.
Aber nach geometrischer Kalkulation sollte eine größere Menge folgen, wenn man nur ein gutes Fuder aus jedem Morgen bekäme,
wenn nicht doppelt soviel in fruchtbaren Jahren.
So sollte also die Menge der Heufuderzahl, nach dem geringsten Verhältnis auf den Teil, der dem Besitzer von Lentschow
gehört, 240 Fuder betragen, und auf den Teil der zu Vorwerk gehört gute 111 Fuder.
Wald und Weide
[F]
1169M 150R
Fa
Tümpel und Morast mit Hügeln, die man im Feld A findet, ergeben
10M
Fb
im Feld B sind Moraste mit buschigem Land und Sandhügel
18M 210R
Fc
Tümpel und Morast, die im Feld C zu finden sind, mit einem Eichenwald zwischen dem Acker
und einer Koppel
5M 270R
Fd
morastige Stellen, die man im wüsten Acker findet
39M 150R
U 690
Fg
festes Land, mit Kiefern und Heide bewachsen, das an der Grenze zu Wangelkow liegt
44M 150R
R 886
Fh
die mit jungen Kiefern bewachsene Heide an der Grenze zu Lentschow ergibt mit dem Morast,
der mit Erlen und hohem Gras zugewachsen ist, der dort dicht bei liegt
94M 30R
Fi
der Erlenbruch, der zwischen dem wüsten Acker zwischen dem Mühlenbach bei der Grenze zu Libnow und dem wüsten Acker liegt. Ergibt an Areal mit dem unbewachsenen,
morastigen Land, das bei der Holländerei6 liegt
74M 60R
Fk
Die Werdberg ist ein prächtiger Schlag mit
großen Eichen und Buchen bewachsen, dazwischen findet man Hasel und andere Laubbäume, umfasst in sich mit einem bewachsenen
morastigen Land, das an der Grenze zu Klotzow liegt
192M 180R
Fl
Das Bruckholtz ist ein Erlenbruch, worin an
einigen Stellen einige Espen- und Birkenbüsche zu finden sind
397M 180R
Fm
ein Teil des selbigen Erlenbruchs, der oberhalb der Wiesen ist, die die Besitzer von
Lentschow und Vorwerk gemeinsam U 691 haben, ist auch von gleicher
Beschaffenheit, so dass jeder Teil gleich daran beteiligt ist. Der Teil ergibt an Areal
292M 120R
R 887 Also beträgt sie Summe von jedem Beteiligten am genannten Erlenbruch
146 Morgen und 60 Ruten
Ga das Dorf in seinem Gebiet mit Gärtchen und Koppeln umfasst 11M 180R
Fischgewässer
[H]
82M 270R
Ha
Pinnows Straßensee ist ein tiefer See, in dem
nur Karauschen sind
3M 180R
Hb
Wessels See , ein sehr tiefer und fischreicher
See, aus dem man wegen seiner Tiefe nicht fischen kann
1M
Hc
Scheide See ist ein tiefer, fischreicher See,
aus dem man wegen seiner Tiefe nicht fischen kann
1M 240R
Hd
Die Großer See ist ein fischreicher See mit
allerhand Sorten Fisch und besteht aus sandigem Grund. Darin lässt der Besitzer mit allerlei Art Fischereigerätschaften
fischen. Dieser See gehört zur einen Hälfte zu Pinnow und zur anderen Hälfte zu Klotzow, weil die Grenze hindurch geht,
beträgt sein Areal für Pinnows Anteil
68M 30R
Hf
Der Heide See ist ein tiefer See, aus dem nicht
gefischt wird
8M 120R
Summe
Acker: 464M 270R
Wüster Acker: 200M 180R
Wiese: 350M 60R
Heufuder: 157 Heufuder
Wald und Weide7 : 1169M 150R
Grundstücke: 11M 180R
Fischgewässer: 82M 270R
Annotationen zu Pinnow8
Über den Acker
Der Acker, der zu Pinnow gehört, ist etwas bergig und sandig. Das Feld A ist das beste unter den drei Feldern, in die es eingeteilt wird. Das Feld C, nächst dem Feld A, wird seiner Güte wegen für besser gehalten als das Feld B. Dieser Acker trägt besser Roggensaat als Gerste, jedoch ist etwas Gerstenboden im Feld A. Das Sandland unten beim Dorf muss, wenn es einmal besät ist, jedes fünfte und sechste Jahr liegen bis es wieder besät werden kann. An den Stellen, wo der Acker Dünger verlangt, kann er nur dreimal ungedüngt bestellt und mit Körnersaat besät werden. Nach Aussage des Besitzers, gibt dieser Acker allgemein an den Stellen wo er gut ist in mittelmäßig fruchtbaren Jahren das vierte Korn wieder. In einen Morgen können drei Scheffel eingesät werden.
Über die Aussaat
Die Aussaat von Roggen beträgt auf dem Ritterland eineinhalb Last
Aussaat des Sommerkorns beträgt zehn bis elf Drömt
Die Aussaat der Kossaten beträgt für jeden zehn Sch Wintersaat.
An Sommersaat sieben Sch
Die Aussaat des Pastors ist 28 bis 30 Sch Roggen
Die Sommersaat an 30 Sch Roggen
Die Summe beläuft sich nach erwähntem Bericht in den Feldern, die jährlich besät werden auf 451 Sch
Über Wiesen
Von den Wiesen, die Lentschow am Peenestrom hat, ist auch den Kossaten ein Stück Wiese zugeteilt. Davon bekommt jeder fünf Fuder, ergeben zusammen 25 Fuder.
Die Wiese des Pastors kann zwölf bis 14 kleine Heufuder geben.
Über Weide
Reichlich Weideland gehört wohl zu Pinnows Grund für Großvieh und Schäferei, aber es ist zum Teil unten bei den Brüchen sehr morastig.
Über Wald
Der Wald, den man auf Pinnows Grund findet, besteht aus lauter Sahl-Holz, wie sie sagen, oder Laubwald, der aus Eichen, Hasel und Birken auf dem festen Grund besteht, sowie aus Erlen zusammen mit einigen Birkenbüschen und Weiden auf dem morastigen Grund. Über den Erlenbruch bei Fm ist zu bemerken, dass selbiger Teil Bruchwerk zur Hälfte zu Vorwerk gehört, worüber weiteres der Arealausrechnung zu entnehmen ist.
Über Arbeitsvieh
Jeder Kossate hat zwei Ochsen mit denen sie ihren Dienst verrichten.
Über Schäferei
Der Besitzer von Steding hat hier in Pinnow auch eine Schäferei eingerichtet, R 891 die aus 500 Schafen besteht, welche den Winter über gefüttert werden können.
U 670Über Fischgewässer
Großer See , der zwischen den Grenzen von Wangelkow und Pinnow liegt, ist ein fischreiches Gewässer mit allerlei Arten Fisch. Zur Hälfte gehört er zu Pinnow und zur Hälfte zu Klotzow. Aus diesem See lässt der Besitzer mit allerhand Fischereigerätschaft fischen. Pinnows Straßensee Ha hat einen schlammigen Grund, die Bauern fangen daraus nur Schleie. Der Heide See , der auf der Grenze zwischen Klotzow und Pinnow liegt, wird wegen des schlammigen Bodens nicht befischt. Der gesamte See gehört zu Pinnow. Wesselsee und Scheidesee sind ebenfalls so tief, dass daraus nicht gefischt werden kann.
Über Dienst
Die Kossaten aus Pinnow dienen vier Tage in der Woche mit zwei Personen zu Fuß, und einen Tag mit einer Person auf dem Hof.
RRev 312 URev 451Das Dorf Pinnow ist 1704 revidiert und wie folgt befunden worden.9
Im Feld A
Ag ein Stück, hoch gelegener Sandboden, wird zusammen mit Feld A bewirtschaftet, von Db aufgepflügt 75R
Im Feld B.
[B]
50M 30R
Be
fünf Stücke etwas hoch gelegener und grober Sandboden, wird zwischen jedem sechsten und
siebenten Jahr besät, von Da und Fg etwas aufgepflügt
7M 210R
Bf
ein Stück wie Bc, von Da und Fg vor einigen Jahren aufgepflügt
2M 120R
Bg
sechs Stücke etwas magerer Sandboden wird zwischen dem bestimmten Acker bestellt, von Da
aufgepflügt
5M 180R
Bh
zwei Stücke etwas hoch liegender, magerer und gröberer Sandboden, wird jedes vierte,
fünfte und sechste Jahr mit Roggen oder Buchweizen besät; von Di aufgepflügt, worauf noch einige kleine Eichen und
Birkenbüsche bei der Holländerei und dem Morast zwischen hier und Libnow stehen
34M 120R
Im Feld C
Ch drei Stücke Sandböden, werden jedes dritte, vierte Jahr bis sechste Jahr besät, von Df aufgepflügt 6M 45R
Arealausrechnung des Pastoren-, Kirchen- und Küsterackers, der bei der Revision abgeteilt ist
Pastorenacker
[PA-Pl]
17M 240R
Pa
ein Stück wie Aa
1M 75R
Pb ,zwei Stücke wie Ab
1M 45R
RRev 313 URev 452
Pc
drei Stücke wie Ac
4M 180R
Pd
zwei Stücke wie Af
2M 150R
Pe
ein Ackerstück dicht am Pastorenhaus und Obstgarten, von gleicher Güte wie Aa
1M 150R
Pf
ein Stück neuer Acker im selben Feld
2M
Im Feld B
Pg
zwei Stücke von gleicher Güte wie Ba
3M 270R
Ph
zwei Stücke wie Bb
1M
Pi
zwei Stücke wie Bc
2M
Pk
sieben Stücke wie Bd
9M 150R
Pl
zwei Stücke neues Land wie Be worin sie liegen
1M 180R
Im Feld C
Pm
zwei Stücke von der Güte wie Ca
1M 150R
Pn
ein Stück wie Cb
240R
P
zwei Stücke wie Cd
1M 60R
Pp
vier Stücke wie Cf
3M 240R
Pq
fünf Stücke wie Cg
6M 60R
Pr
drei Stücke neu aufgepflügter Acker von der Güte wie B10 , von Df aufgebrochen
2M 60R
Kirchenacker
[Ka,Kb,Kc] 7M 60R
im Feld A
| Ka
ein Stück wie Aa und Kb ein Stück wie Ac |
Die der Besitzer von Lentschow seit langer Zeit und über 100 Jahre in Bewirtschaftung gehabt hat, sollen aber seit alters her zur Kirche gehört haben. 3M 90R |
RRev 314 URev 453
Im Feld C
Kc ein Stück durch das der Weg nach Libnow hindurchführt, von der Güte wie Ca und Cb, die der Küster in Bewirtschaftung hat 3M 270R
Kl ein Stück Küsteracker, das er sich vom wüsten Acker Db aufgepflügt hat, von Sandboden, etwas mager; kann mit Roggen oder Buchweizen besät werden, liegt am Heidsee 1M 60
Der Pastor hier im Dorf hat acht Wiesen im Morast am Peenestrom liegen, die nun, weil viel Wasser in den Wiesen aufsteigt, nicht abgeteilt werden konnten. Wovon er, nach eigener Aussage, wenn fruchtbare Jahre sind, 18 bis 20 Fuder Heu bekommen kann, wenn aber sehr trockene Jahre sind, nicht mehr als 14 bis 16 Fuder Heu.
Anmerkung: Hier im Dorf findet man nun kein beträchtliches freies Land mehr, das als Acker aufgebrochen werden kann, denn es besteht meistens aus klarem, sehr losem Sand, der die Mühe, ihn zu bearbeiten nicht lohnen würde. Sie können es auch als Schafweide nicht entbehren. Die Bauern lassen hier und da jedes Jahr etwas Acker liegen, der nicht häufiger als jedes vierte, fünfte bis sechste Jahr besät werden kann.
Summe
Neuer Acker11 : 56M 150R
Acker: 46M 150R
Kirchenacker: 7M 60R
Neuer Acker: 1M 60R
1 Wurde laut Urschrift von Olof Spaak vermessen.
2 Kossat, Kossät, Häusling (casati), Einlieger, Kätner. Kleinbauern, die nicht das zu einem eigentlichen Bauern gehörige Haus mit Land, sondern ein Häuschen, eine Kate, oder eine Hütte besitzen, zu dem Gärten und ein wenig Acker oder Weideland gehört. Abgaben, Dienste und Besitzverhältnisse oder andere „Gewohnheiten“ waren von Landstrich zu Landstrich verschieden. Krünitz, Johann Georg: Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft, Bd 154, Berlin 1831, Sp. 89.
3 Nicolaus von Ahnen: Die Familie von Ahnen gehört zur rügischen Ritterschaft und wurde seit 1392 oft gemeinsam mit der Familie von Ratzwitz genannt. Nicolaus von Ahnen wirkte als Geheimrat und Kanzler des Herzogs Bogislaw XIV. von Pommern, er starb 1631. Einige Mitglieder der Familie traten in dänische und schwedische Kriegsdienste, im Brandenburgischen und Nordischen ging das Familienvermögen verloren. Auf Rügen erlosch das Geschlecht 1750. Häckermann, Adolf, Allgemeine Deutsche Biographie, Band 1, Leipzig 1875, S. 162.
4 Arealausrechnung des Adelsgutes Pinnow, das im Distrikt Wolgast liegt. (Überschrift der Urschrift).
5 Als Summe für das Feld B steht in der Reinschrift falsch 203M 90R, richtig ist die Summe aus der Urschrift 202M 90R.
6 „Holländerei nennet man ein Etablissement, wo die Bewohner das ihnen zugeschlagene Land und Wiesen bei ihren Hofstellen in einem unzertrennten Zusammenhange liegen haben, und durch richtige Grenzen aus aller Gemeinschaft mit ihren Nachbarn gesetzt sind. Da diese Art der Einrichtung zuerst von der in Holland befindlichen entlehnet worden ist, so hat solches vermutlich Gelegenheit gegeben, dergleichen neue Anlagen Holländereien zu nennen. Besonders aber pflegt man denen Etablissements, bei welchen die Hauptsache in der Viehzucht und dem Wiesewachs besteht, diesen Nahmen beizulegen, indem auch in Holland die Haupteinnahme des Landmannes auf der Viehzucht beruhet.“ Krünitz, Johann Georg: Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats-, Stadt-, Haus- und Landwirthschaft, Bd. 24, Berlin 1781, Sp. 343.
7 In der Reinschrift steht die falsche Endsumme 1170M 120R.
8 Annotationen zu dem Adelsgut Pinnow (Text in der Urschrift).
9 Arealausrechnung für den Acker der in Pinnow seit 1694 aufgebrochen wurde und bei der Revisionsmessung 1704 besichtigt worden ist. (Überschrift der Revisionsurschrift).
10 von der Güte wie Pq. (Text in der Revisionsurschrift).
11 neu aufgepflügter Acker (Text in der Revisionsurschrift).